Federal Union of European Nationalities
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Lichardova 20 • SK-04001 Kosice
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kdv@kdv.sk
www.kdv.sk
Dr. Ondrej Pöss, CSc Chairman

Der Karpatendeutsche Verein in der Slowakei, nachfolgend nur KDV, wurde am 27.8.1990 durch seine Registrierung im Innenministerium der Slowakischen Republik gegründet. Die konstituierende Versammlung fand am 30.9.1990 in Medzev/Metzenseifen statt.

Der KDV ist eine gesellschaftliche und kulturelle Vereinigung von Bürgern der Slowakischen Republik, die deutscher Nationalität, deutscher Herkunft oder deutscher Muttersprache sind, sowie von Sympathisanten der deutschen Minderheit in der Slowakei und ihrer Kultur. Der Sitz des KDV ist in Košice/Kaschau. Die Ziele der Tätigkeit des KDV sind vor allem: - Erneuerung und Festigung der Identität der deutschen Minderheit in der Slowakei - allseitige Unterstützung und Förderung auf kulturellem, gesellschaftlichem, sozialem, bürgerlichem, wirtschaftlichem Gebiet, sowie auf dem Gebiet des Glaubens - Revitalisierung der deutschen Sprache als Muttersprache - Revitalisierung und Schutz der deutschen Kultur - Unterstützung und Förderung von Aktivitäten der Jugend deutscher Nationalität, deutscher Herkunft und ihrer Sympathisanten in der Slowakei - Herausgabe ursprünglicher schöngeistiger Literatur, Fachliteratur und Periodika; der KDV ist Herausgeber des Monatsblattes „Karpatenblatt“ - Entfaltung der Toleranz und des guten Zusammenlebens mit allen Bürgern der Slowakei, ungeachtet der Nationalität oder des Glaubensbekenntnisses Quelle: www.kdv.sk

In der FUEN vertreten seit 1993

 
Seit Zeiten des Heiligen Stephan, dem ersten König Ungarns (1000-1038), wurden Deutsche als Fachleute in das damalige Königreich gerufen: Bergleute, Handwerker, Kaufleute, aber auch Ritter und Geistliche. So kamen Bergleute aus Kärnten und dem Harz, aus Böhmen und Mähren in die Gebiete der heutigen Slowakei.

Den Begriff "Karpatendeutsche" prägte der Historiker Raimund Friedrich Kaindl am Anfang des 20. Jh., er bezeichnet so die Deutschen in der Slowakei und der Karpaten-Ukraine. Es gibt drei Regionen, in denen die Angehörige der deutschen Minderheit bis heute leben, ihre Zahl betrug in denselben bis 1945 etwa 150.000 Personen: Pressburg (slow. Bratislava) und Umgebung, das sog. Hauerland und die Zips. In der Zeit der Hussiten- und Türkenkriege und später durch die Magyarisierung wurde die Zahl der Deutschen stark vermindert. Die Eingliederung der Slowakei in die Tschechoslowakei im Jahr 1918 brachte für das Karpatendeutschtum eine Wende zum Positiven: die nationale Minderheiten hatten das Recht auf eigene Schulen, Vereine und Presse. Da es vielfach an qualifizierten Lehrern fehlte, kamen Lehrer aus dem Sudetenland, welche neben der Bildung auch bei der Entstehung eigenständiger Vereine mitwirkten und das nationale Bewusstsein belebten.

Politisch war das Karpatendeutschtum zersplittert, nur die Zips stand fast geschlossen hinter der Zipser Deutschen Partei. Im Jahre 1929 wurde die Karpatendeutsche Partei gegründet, 1935 schloss sie ein Wahlbündnis mit der Sudetendeutschen Partei. Im Oktober 1938 vollzog sich die Umwandlung der Karpatendeutschen Partei in die Deutsche Partei. Aufgrund des Vertrages der Slowakei mit dem Deutschen Reich erhielten die Karpatendeutschen in der Slowakischen Republik politische Freiheit und Schul- und Kulturautonomie. Neben den Millionen Deutschen aus dem Osten gehörten auch die Karpatendeutschen zu den Leidtragenden des von Deutschland verursachten Krieges und der Machtpolitik Stalins und Beneš. Nach dem Ausbruch des Aufstandes in der Slowakei (im Herbst 1944) waren die Karpatendeutschen auf sich alleine angewiesen. Am schlimmsten betroffen waren die Streusiedlungen und das Hauerland: Massenmorde in Rosenberg, Glaserhau, Schemnitz, Deutsch-Proben mit allein ca. 450 Toten. Ab November 1944 begann die Evakuierung, insgesamt dürften zwei Drittel der Karpatendeutschen durch die Evakuierung erfasst worden sein. Viele versuchten nach dem Kriege in die Heimat zurückzukehren, wurden aber, wie die in der Heimat Verbliebenen, in Lager gesteckt, und 1945/46 aus der CSR ausgewiesen. Ungefähr 10-15

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