FUEN Geschichte

Die FUEN wurde am 20. November 1949 im Palais Chaillot in Paris gegründet.

In den Anfangsjahren standen vor allem die Regionalisten im Mittelpunkt dieser jungen, gesamteuropäischen Organisation. Überall in Europa wurden Grenzpfähle symbolisch eingerissen. Im Nationalsozialismus hatten die Staaten versagt - Europa brauchte eine neue Ordnung. Die Regionen Europas galt es zu stärken.

Rund 200 Personen nahmen an dem ersten „Nationalitätenkongress“ teil. Die Teilnehmer sahen sich eng mit dem Gründungsgedanken des ebenfalls 1949 etablierten Europarates verbunden.

Es zeigt sich schnell, dass die Regionalisten einerseits und die Vertreter der nationalen Minderheiten sowie Sprachminderheiten andererseits unterschiedliche Interessen und Ziele verfolgten. Geblieben durch die Jahre ist die FUEN, als Dachverband für die autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen in Europa.

Lange war die FUEN ein westeuropäisch geprägter Verband, der nur sehr sporadisch Kontakt nach Mittel- und Osteuropa pflegte.

Das änderte sich schlagartig mit der historischen Zeitenwende 1989 / 1990. Die nationalen Minderheiten in Zentral- und Osteuropa erhielten die Möglichkeit, sich zu organisieren und forderten ihre Rechte ein. Die FUEN nahm in den Jahren viele neue Mitglieder auf und entwickelte sich zu einer gesamteuropäischen Organisation.

Die FUEN hat Anfang der 1990er Jahre stark für einen nachhaltigen und weitreichenden Minderheitenschutz in Europa geworben -  u.a. mit der Cottbusser Erklärungen der FUEN, die maßgeblich die heute geltenden Dokumente des Europarates, das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten und die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen beeinflusst hat.
 
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen, wie nunmehr seit 65 Jahren, die jährlichen FUEN-Kongresse. Hinzu gekommen sind auch die Treffen der Arbeitsgruppen für die Deutschen, Slawischen und Türkischen  Minderheiten in der FUEN. Ein EU-gefördertes Netzwerk und Kampagne zur Sprachenvielfalt, ein Dialogforum mit dem Europäischen Parlament und die Ausrichtung einer Fußballmeisterschaft für die europäischen Minderheiten gehören auch zu den vielfältigen Tätigkeiten des größten Dachverbandes der autochthonen Minderheiten in Europa.

2006 wurde die Charta der autochthonen, nationalen Minderheiten Europas einstimmig verabschiedet und ist mit seinen 13 Grundrechten das zentrale Dokument der FUEN.

2009 wurde das 60-jährige Jubiläum der FUEN im Europäischen Parlament und im Ausschuss der Regionen in Brüssel gefeiert.

2014 wurde das 65-jährige Jubiläum der FUEN in Flensburg, Deutschland gefeiert.

Hans Heinrich Hansen - Jubiläumsrede 2014 - 65 Jahre FUEN

Hans Heinrich Hansen - Jubiläumsrede 2009 - 60 Jahre FUEN

Friedrik Paulsen - Jubiläumsrede 1989 - 40 Jahre FUEN

Übersicht der Präsidenten

Übersicht der FUEN-Kongresse


Charta

59. FUEV-Kongress - 65 Jahre FUEN

Jubiläumsbroschüre - 60 Jahre FUEN

Zum 50-jährigen Jubiläum der FUEN 1999 ist vom Historiker Jørgen Kühl die Geschichte der FUEN veröffentlicht worden. Diese ist (in englisch) über das FUEN-Generalsekretariat zu beziehen.


Schwerpunkte

  • Politische Partizipation
  • Grundrechte
  • Sprachenvielfalt
  • Solidarität mit den Roma
  • Europäische Bürgerinitiative
  • Europäisches Netzwerk
  • Forum Europäischer Minderheiten / Haus der Minderheiten

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