Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten
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Der Serbische Nationalrat, die nationale Koordination der nationalen serbischen Minderheitenräte, ist ein demokratisch gewähltes politisches, beratendes und koordinierendes Organ, das als Selbstverwaltung der Serben in der Republik Kroatien in Fragen ihrer Menschen-, Bürger- und nationalen Rechte sowie in Fragen ihrer Identität, Beteiligung und Integration in die kroatische Gesellschaft fungiert.

Der Serbische Nationalrat wurde aufgrund des Erdut-Abkommens und des Schreibens der Regierung der Republik Kroatien über den Abschluss der friedlichen Wiedereingliederung der Gebiete unter der Übergangsregierung, die den Serben die Selbstverwaltung der lokalen Minderheiten garantieren, gegründet.

Der Serbische Nationalrat wurde auf der Grundlage der jahrhundertelangen Tradition der serbischen Selbstverwaltung gegründet, die bis in die Zeit der ersten kirchlichen/öffentlichen Versammlungen zurückreicht, und zwar durch rechtliche und politische Akte, die die Stellung der Serben in Kroatien im 18. und 19. Jahrhundert regeln, bis hin zu den Dokumenten des staatlichen antifaschistischen Rates.

Die Gründungsversammlung des Rates fand 1997 in Zagreb auf Anregung der Allianz der Serbischen Organisationen und ihrer Mitglieder statt: Serbische Kulturvereinigung Prosvjeta, Serbisches Demokratisches Forum, Gemeinschaft der Serben aus Rijeka und Istrien sowie der Gemeinsame Rat der Gemeinden (ZVO).
Neben den Gründungsinitiatoren waren auch die Unabhängige Demokratische Serbische Partei, das Demokratische Forum der Baranja, der Verband der Serbischen Flüchtlinge und Vertriebenen aus Kroatien, Vertreter einiger Kirchengemeinden der serbisch-orthodoxen Kirche, Parlamentsmitglieder serbischer Ethnie und angesehene Persönlichkeiten Gründungsmitglieder.

Nach der Verabschiedung des Verfassungsgesetzes über die Rechte nationaler Minderheiten im Jahr 2002 wurde auch die Organisationsstruktur der Räte für ethnische Minderheiten geändert. Die Mitglieder der Räte werden in allen lokalen Selbstverwaltungseinheiten, in denen die serbische Bevölkerung die Schwelle von 1,5 Prozent überschreitet, in geheimer Wahl in staatlich organisierten Wahlen (bisher fanden vier Runden statt - 2003, 2007, 2011 und 2015) gewählt. Auf Gemeindeebene wird der Rat gewählt, wenn dort mindestens 200 Mitglieder der serbischen Gemeinschaft leben. Auf Kreisebene beläuft sich diese Zahl auf 500. Bei mindestens 100 Mitgliedern wird ein Vertreter des Rates gewählt.

Das Netzwerk des Serbischen Nationalrats besteht aus 94 Räten mit insgesamt 1581 Ratsmitgliedern. Der Serbische Nationalrat ist seit 2000 Mitglied der FUEN.

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