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UN Empfehlungen zur Minderheitenbildung haben das Minority SafePack aufgenommen

Die Europäische Kommission sollte spezifische Legislativvorschläge ausarbeiten, die auf den sprachlichen und bildungsbezogenen Bestimmungen der Minority Safepack Initiative basieren, so lautet eine der Empfehlungen des Europäischen Regionalforums der Vereinten Nationen für Bildung, Sprache und die Menschenrechte von Minderheiten. Die Empfehlungen des Regionalforums, das sich im Mai diesen Jahres in Brüssel getroffen hat, wurden letzte Woche vom UN Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen, Herrn Fernand de Varennes, vorgestellt. Das Forum wurde gemeinsam vom Sonderberichterstatter und einem Konsortium von Nichtregierungsorganisationen entwickelt, die sich für die Menschenrechte von Minderheiten in Europa einsetzen. FUEN Präsident Loránt Vincze und die Mitglieder der FUEN Arbeitsgemeinschaft Bildung spielten eine aktive Rolle im Forum, wobei viele ihrer Vorschläge in den Empfehlungen landeten.

In dem Dokument wird gefordert, dass die Europäische Union sicherstellt, dass eine Sprachpolitik zur Unterstützung von Minderheitensprachen Teil ihrer Mission ist, einschließlich der langfristigen finanziellen Unterstützung von Programmen im Zusammenhang mit der Bildung in und dem Unterricht von Minderheitensprachen. In Zukunft sollte eine Richtlinie der Europäischen Union über Mindestnormen für Minderheiten angenommen werden, um die ersten Schritte zur gemeinsamen Durchsetzung der Sprachrechte von Minderheiten im Bildungswesen zu unternehmen, die in internationalen und regionalen Menschenrechtsverträgen verankert sind, einschließlich des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten und der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen.

In den Empfehlungen heißt es, dass die Staaten das Recht der Lernenden von Minderheitensprache garantieren müssen, ihre Muttersprache als Unterrichtssprache auf allen Ebenen der Schulbildung zu verwenden (soweit dies realisierbar ist). Dies sollte im Allgemeinen nach einem degressiven oder proportionalen Ansatz erfolgen. Sprachliche Minderheiten sollten zumindest die Möglichkeit haben, ihre eigene Sprache zu lernen, wenn es nicht möglich ist, eine Minderheitensprache als Unterrichtssprache zu verwenden. Darin heißt es auch, dass die Staaten die Bedingungen und Möglichkeiten für Minderheiten schaffen müssen, die Kultur und Sprache der Mehrheitsgesellschaft zu lernen und zu verstehen. Die Mitglieder einer sprachlichen Mehrheit sollten auch die Bedingungen und Möglichkeiten erhalten, die Kultur und Sprache der sprachlichen Minderheiten zu erlernen.

Privatschulen, Hochschulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen dürfen nicht daran gehindert werden, in Minderheitensprachen zu unterrichten; wenn staatliche Mittel an private Bildungseinrichtungen vergeben werden, müssen diese Mittel auch an diese Einrichtungen vergeben werden; Diplome, Prüfungszeugnisse und andere akademische Leistungen von privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen werden von Bildungs- und anderen Behörden anerkannt - wie im Dokument ausgeführt.

Das Dokument enthält auch eine Liste von Empfehlungen zu pädagogischen Ansätzen, Möglichkeiten für die Jugend und Management, einschließlich Lehrpläne und Lehrerausbildung und -entwicklung.

Das Dokument kann hier heruntergeladen werden.

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