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Sprechen Sie Corona? Das gesellschaftliche Leben in Ungarn hat sich für die Deutschen in die digitale Welt verlagert

Das gesellschaftliche Leben der Deutschen in Ungarn ist seit Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie vollständig in die digitale Welt übergegangen. Die größte Herausforderung für die Selbstverwaltung der Ungarndeutschen bestand darin, die Aktivitäten der mehr als 50 Bildungseinrichtungen, die von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) gefördert werden, auch mitten in der Corona-Krise aufrechtzuerhalten.

Die Schulen haben ihren Unterricht auf digitale Formate umgestellt, der Unterricht fand regelmäßig online statt und in den vielen deutschsprachigen Kindergärten wurde die Zeit genutzt, um die pädagogischen Standards zu aktualisieren und die Unterrichtsmaterialien zu ergänzen, berichtet Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der LdU.

Viele der bundesweiten Projekte der LdU, wie der bundesweite Rezitationswettbewerb und die bundesweite Übergabe des Lehrpfades, fanden oder finden online statt, und für Anfang September ist eine Konferenz geplant, die auch online stattfinden wird, wenn sich die Situation nicht verbessert.

Sommerkurse des Goethe-Instituts und Fortbildungen für DeutschlehrerInnen und KindergärtnerInnen werden ebenfalls online stattfinden. Inzwischen sind jedoch viele Projekte erfolgreich angelaufen.

Ungarn gehört zu den europäischen Ländern, die am wenigsten von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, mit nur wenig mehr als 4.000 Infektionen insgesamt.

Im April 2020 hat die FUEN eine Umfrage mit dem Titel „Do You Speak Corona? Sprechen Sie Corona?“ zur Situation der europäischen Minderheiten während der Pandemie durchgeführt. Der Online-Fragebogen fokussierte die Verfügbarkeit von Informationen im Zusammenhang mit COVID-19 im Allgemeinen, Informationen in Bezug auf gesundheitlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Ausbruch, das Vorhandensein einer in der Minderheitensprache betriebenen Notfall-Hotline und die Verfügbarkeit von Online-Unterricht in der Minderheitensprache. Der Kurzbericht über die Ergebnisse kann unter folgendem Link eingesehen werden, den gesamten Bericht im PDF-Format  können Sie unter folgendem Link herunterladen.

Die Fallstudien-Reihe  ist die Fortsetzung des „Do You Speak Corona? Sprechen Sie Corona?“ Projekts.

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