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Minderheitenbericht in Schleswig-Holstein präsentiert: „Wir ruhen uns nicht auf dem Erreichten aus“

Schleswig-Holstein meint es ernst mit dem Schutz von Minderheiten – das zeigt nicht nur die international vorbildliche Verankerung in der Verfassung, sondern auch der kürzlich im Kieler Landtag vorgestellte Minderheitenbericht. Dieser ist eine Art Überprüfung der gesetzlichen Regelungen in der alltäglichen Anwendung, etwa bei der Verwendung der Regional- und Minderheitensprachen.

„Wir pflegen und wertschätzen die einzigartige kulturelle Vielfalt im Land. Mit unserer Minderheitenpolitik haben wir zu ihrem Schutz beigetragen und die Sprache und Kultur der Minderheiten weiter gefördert“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Vorstellung des Minderheitenberichts am 28. Oktober 2021. Die Minderheiten seien eine Bereicherung und prägender Bestandteil der Identität des Landes, so Günther weiter. In den vergangenen Jahren habe die Landesregierung daher viel im Bereich der Minderheitenpolitik bewegt, zugleich gebe es konkrete Ansatzpunkte, „um die Situation für die Minderheiten im Land noch weiter verbessern zu können“.

So wolle die Landesregierung vor allem beim Thema Stärkung der Sprachkompetenzen in den Regional- und Minderheitensprachen noch effektiver werden und in Landesbehörden und öffentlichen Einrichtungen für die Nutzung dieser Sprachen werben, in dem etwa Fortbildungen des Personals unterstützt werden oder vorhandene Sprachkenntnisse auf Namensschildern besser bekannt werden. Auch soll der Sprachunterricht in Friesisch und Dänisch – auch als Angebot an die Mehrheitsbevölkerung – ausgebaut werden. Die friesische Sprache gilt als stark gefährdet.

 „Wir ruhen uns nicht auf dem Erreichten aus. Schleswig-Holstein hat in dieser Legislaturperiode seine Vorbildfunktion für das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen, von Mehrheit und Minderheiten weiter gefestigt. Die Minderheiten machen unsere Gesellschaft reicher und stärker“, erklärte Daniel Günther.

Für die FUEN war Generalsekretärin Éva Pénzes bei der Vorstellung des Minderheitenberichts in Kiel dabei. „Schleswig-Holstein ist ein Vorbild für gute Minderheitenarbeit. Ich freue mich sehr, dass die FUEN auch ein Teil dieser Arbeit ist“, sagte sie und drückte ihre Freude über die positiven Worte des Ministerpräsidenten zur weiteren Unterstützung der Minority SafePack Initiative aus. „Sehr viele europäischen Minderheiten würden sich über solch einen Einsatz für ihre Rechte freuen.“

Der Minderheitenbericht im Internet: https://schleswig-holstein.de/minderheitenbericht

Bildquellen: Patrick Kraft – Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein (oben); FUEN

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