Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten
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FUEN-Präsident sprach vor dem 32. Estnischen Forum Nationaler Minderheiten

Am Sonntag sprach der FUEN-Präsident und Europa-Abgeordnete Loránt Vincze in einer Videobotschaft vor dem 32. Estnischen Forum Nationaler Minderheiten, als der Tag der Nationalen Minderheiten in Estland und die Gründung der FUEN-Mitgliedsorganisation "Estnischer Verband nationaler Minderheiten" im Jahr 1988, gefeiert wurde.

"Dieses Ereignis gibt der Mehrheit und den Minderheiten Estlands heute die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern, da die Estnische Union der nationalen Minderheiten bei ihrem ersten Forum der Nationalen Minderheiten die Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Republik Estland nachdrücklich unterstützt hat" - sagte der FUEN-Präsident. Er erinnerte daran, dass sich die FUEN seit langem vom Beispiel der Minderheiten in Estland inspirieren lässt. Die FUEN geht sogar auf eine Vorläuferorganisation zurück, den Kongress Europäischer Nationalitäten, der 1925 von Ewald Ammende mitbegründet wurde, einem estnischen Journalisten baltisch-deutschen Ursprungs, der eine Schlüsselrolle bei der Schaffung des ersten Gesetzes über die kulturelle Autonomie der Minderheiten in Estland spielte.

"Seit der Zeit Ammendes im Minderheitenschutz hat sich viel zum Besseren verändert. Gemeinsam mit der Estnischen Union der nationalen Minderheiten haben wir das Ziel Estlands, 2004 der Europäischen Union beizutreten, von ganzem Herzen unterstützt. Wir haben die Unterzeichnung und Ratifizierung des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten begrüßt, und wir hoffen, dass Estland in Zukunft beschließen wird, auch die Europäische Charta für Regional- oder Minderheitensprachen zu unterzeichnen und zu ratifizieren" - sagte Loránt Vincze.

Er lobte Estlands Programm für verwandte Völker, das die Entwicklung und Bewahrung der Sprachen und Kulturen verwandter autochthoner finno-uralischer Minderheiten unterstützt, und das Compatriots-Programm der Regierung, das die Kultur- und Bildungseinrichtungen der estnischen nationalen Minderheitengemeinschaften fördert. Als gute Beispiele im medialen Bereich nannte er auch den speziellen Radiosender des estnischen öffentlichen Rundfunks für sprachliche Minderheiten und dessen frei empfangbaren Fernsehkanal in russischer Sprache.

"Solche bewährten Praktiken zeigen, wie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union davon profitieren können, wenn sie voneinander lernen, indem sie gemeinsame Standards für den Schutz der Minderheitenrechte festlegen. Offensichtlich gibt es noch viel zu tun. Der Schutz nationaler Minderheiten, ihrer Sprache, ihrer kulturellen Institutionen, ihrer Tradition und ihrer Bildung braucht ständige Förderung, Unterstützung, Verständigung und Dialog. Deshalb hoffen wir, dass die estnische Regierung und Riigikogu unsere Minority SafePack-Initiative unterstützen werden. Zu diesem Zweck war es mir eine Freude, im Januar dieses Jahres Tallinn zu besuchen, wo ich Vertretern des Riigikogu und der Regierung das Minority SafePack vorgestellt habe" - sagte der FUEN-Präsident in seiner Videobotschaft und fügte hinzu, dass die FUEN im Jahr 2022 ihren 67. jährlichen Kongress und ihre Delegiertenversammlung in Estlands Hauptstadt Tallinn abhalten will.

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