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Do You Speak Corona? Sprechen Sie Corona? Ein Engpass bei der Nahrungsmittelversorgung ist eine große Sorge der Mazedonier in Albanien

"Es ist für uns sehr erfreulich, dass in den größten Regionen Albaniens, in denen Mazedonier leben, bisher niemand mit dem Coronavirus infiziert wurde. Die Mazedonier in Golo Brdo (Gollobordë), Mala Prespa (Prespë) und Gora (Gorë) beachten alle Maßnahmen zur Eindämmung, die die albanische Regierung ergriffen hat, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern", sagt Nikola Gjurgjaj, der Präsident der Mazedonischen Vereinigung "Ilinden" - Tirana, die seit fünf Jahren Mitglied der FUEN ist.

Er und seine Frau Liesbeth boten uns einen Einblick in die Probleme ihrer Gemeinde während der COVID-19-Pandemie. Eines der Probleme besteht darin, dass kaum Informationsmaterial über die Krankheit und den persönlichen Schutz von den nationalen Behörden ins Mazedonische übersetzt wurde.

Die Mazedonische Vereinigung "Ilinden" - Tirana hält die Mazedonier in Albanien ständig über die derzeitige Situation mit dem Virus in Albanien und im Mutterstaat Mazedonien auf dem Laufenden. Die Vertretung des Europarates in Tirana hat auch eine Broschüre über das Virus in den Minderheitensprachen Mazedonisch, Aromunisch, Bosnisch, Griechisch, Roma und Serbisch erstellt.

Aber der durch die Eindämmungsmaßnahmen verursachte wirtschaftliche Abschwung stellt sich als ein weitaus größeres Problem dar. Schon vor der aktuellen Krise gehörten Golo Brdo, Mala Prespa und Gora, einige der Regionen, in denen Mazedonier leben, zu den ärmsten Regionen Albaniens. Aus diesem Grund sind sie heute am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen, die durch einen Mangel an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung noch verstärkt wird. "Unser größtes Problem im Moment ist die Nahrungsmittelversorgung, da in dem Zusammenhang momentan nicht viel Hilfe angeboten wird", sagt das Ehepaar.

Die Mazedonier sind eine offiziell anerkannte ethnische Minderheit in Albanien. Nach offiziellen Zahlen leben 5500 Mazedonier in Albanien. Inoffizielle Zahlen beziffern ihre Zahl viel höher, bis zu mehr als 120.000.

Im April 2020 hat die FUEN eine Umfrage mit dem Titel Do You Speak Corona? zur Situation der europäischen Minderheiten während der Pandemie durchgeführt. Der Online-Fragebogen konzentrierte sich auf die Verfügbarkeit von Informationen im Zusammenhang mit COVID-19 im Allgemeinen, auf Gesundheitsinformationen im Zusammenhang mit dem Ausbruch, auf das Vorhandensein einer in der Minderheitensprache betriebenen Notfall-Hotline und auf die Verfügbarkeit von Online-Unterricht in der Minderheitensprache. Der Kurzbericht über die Ergebnisse kann unter folgendem Link eingesehen werden, den gesamten Bericht im PDF-Format  können Sie unter folgendem Link herunterladen.

Diese Reihe von Fallstudien ist die Fortsetzung des Projekts Do You Speak Corona?

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