RML2future

Das Netzwerk RML2future widmet sich der Förderung der Mehrsprachigkeit und der sprachlichen Vielfalt in Europa des 21. Jahrhunderts, unter aktivem Einbezug der Regional- und Minderheitensprachen (RML).

Nach der erfolgreichen Bewilligung im Rahmen des EU-Programms Lebenslanges Lernen, nimmt das Netzwerk für Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt seine Tätigkeit im Jahre 2009 auf, um aktive Sprachpolitik und Sprachförderung zu betreiben, mit dem Ziel zur europäischen Mehrsprachigkeit unter aktiver Einbindung der Regional- oder Minderheitensprachen beizutragen.

Die FUEV -  als größter europäischer Dachverband der autochthonen nationalen Minderheiten ist Antragsteller des Netzwerkes und ist Initiator des Konsortiums. Die FUEV hat nach einer Bedarfsanalyse unter den Mitgliedsorganisationen und zahlreicher Konsultationen und Recherchen entschieden, ein Netzwerk im Bereich Sprachen zu gründen und dafür die notwendigen etablierten und kompetenten Partner geworben.

Anliegen ist es das europäische Ziel der Mehrsprachigkeit, dass jeder Europäer über die Kenntnis der Muttersprache hinaus zwei weitere Sprachen erlernt, zu fördern. Dabei werden die
europäischen Regional- oder Minderheitensprachen einbezogen und angestrebt, diese Ressource der natürlichen Zwei- und Mehrsprachigkeit nutzbar zu machen. Denn das Potential mehrsprachiger Regionen, gilt es in Hinsicht auf das europäische Ziel und den Wert der Mehrsprachigkeit,
verbunden mit einem positiven Effekt für die Erhaltung der sprachlichen Vielfalt, auszuschöpfen.

Entwickelt werden für die im Rahmen der ersten drei Jahre der Tätigkeit des Netzwerkes
ausgewählten mehrsprachigen Regionen in Deutschland, Dänemark, Österreich, Belgien und
Italien, Szenarien zur Sprachvermittlung im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit und unter Nutzung der Minderheitensprachen. Diese Szenarien dienen anschließend zur Übertragung auf weitere mehrsprachige Regionen, beinhalten wissenschaftliche Ergebnisse und Handreichungen für Praktiker und Entscheidungsträger. Diese Szenarien werden durch Arbeiten in den Schwerpunkten frühes Sprachenlernen, Sprachenlernen in der Erwachsenenbildung sowie Anerkennung und
Überprüfung von Sprachkenntnissen unterstützt.

Zur Ausnutzung der regionalen Bildungspotentiale in Zusammenarbeit von Praktikern, Experten und Entscheidungsträgern sowie der Schaffung von sprachenfreundlichen Umfeldern in den Regionen, unter Einbezug der Minderheiten-sprachen, verfolgt das Netzwerk den Aufbau von notwendigen Know-How im Bereich Sprachplanung und Sprachpolitik bei den Beteiligten.

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Kontakt
FUEV Judith Walde
EURAC Sabine Wilmes

Laufzeit
3 Jahre: Januar 2009 – Dezember 2011

Partner
Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) - als Leitpartner
Europäische Akademie in Bozen (EURAC) - als koordinierende Organisation
Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien - Agentur für europäische Bildungsprogramme
Højskolen Østersøen
Rat der Kärntner Slowenen
Jugend Europäischer Volksgruppen

Gefördert wird das Netzwerk durch Mittel der Europäischen Kommission
und der Autonomen Region Trentino-Südtirol.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.