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Die Europäische Union hat sich im Bereich der Mehrsprachigkeit und der sprachlichen Vielfalt ehrgeizige Ziele gesetzt. Doch häufig wird übersehen, dass zur Mehrsprachigkeit Europas mehr zählt, als „nur“ die Staatssprachen in den Mitgliedsländern. Es gibt eine viel größere sprachliche Vielfalt als die meisten Europäer ahnen, - die Sprachenvielfalt der Regional- und Minderheitensprachen. Doch diese Sprachenvielfalt ist akut bedroht - viele kleine und kleinste Sprachen der Regional- oder Minderheitensprachen kämpfen um ihr Überleben.
Die Partner in dem Netzwerk „RML2future“ - unter Federführung der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) - haben sich zur Aufgabe gesetzt, die Sprachförderung in der EU auch für die Regional- und Minderheitensprachen zu nutzen und als ureigene Kompetenzen der europäischen Minderheiten in den mehrsprachigen Regionen Europas einzubringen.
Ein wichtiger Auftakt in diesem Bestreben ist die Regionalkonferenz in Eupen, die vom 8. bis zum 10. Februar 2010 stattfindet. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten der Sprachzertifizierung und Überprüfung der Sprachkompetenzen wie auch die Europäische Sprachpolitik (siehe Programm anbei).
Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien ist Gastgeber der ersten Regionalkonferenz und es erwartet die rund 60 Teilnehmer aus den verschiedenen mehrsprachigen Regionen ein vielfältiges Programm. Die Teilnehmer kommen aus dem deutsch-dänischen Grenzland sowie Nordfriesland und der Lausitz in Deutschland, aus Kärnten und dem Burgenland in Österreich sowie aus Westfriesland in den Niederlanden, Südtirol in Italien, Graubünden in der Schweiz und der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien.
„Wir erhoffen uns einen Austausch zwischen den Teilnehmern, die alle verschiedene Erfahrungshorizonten aus der aktiven Arbeit für die Regional- oder Minderheitensprachen mitbringen. Wir haben vor, in Form von Workshops, Vorträgen und Gesprächsrunden vor allem den Bereich der Sprachzertifizierung und Überprüfung von Sprachkompetenzen zu vertiefen - unter anderem wird der DELF-Test, aber auch das PISA-Test-Verfahren, der Europäische Sprachenpass und andere gute Beispiele erörtert“, erläutert Edgar Hungs von der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Die Europäische Kommission ist ebenfalls mit von der Partie - und Kabinettsmitglied Johan Häggman berichtet den Teilnehmern über die europäische Politik der Mehrsprachigkeit.
„Wir erwarten uns mit dieser ersten Konferenz auch ein Auftakt für unser Netzwerk - wir wollen Praktiker, Wissenschaftler und Politiker aus ganz Europa zusammenbringen; Wissen sowie beste Beispiele vermitteln. Wir wollen am Ende unseres dreijährigen Netzwerk-Projektes ein Kompetenzzentrum für die Regional- und Minderheitensprachen in Europa etabliert haben“, erläutert Judith Walde, verantwortliche Projektmanagerin des Netzwerkes.
Die Konferenz klingt mit dem Schlusswort des Ministers für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, am Mittwoch, 12. Februar, aus.
Kontakt
Edgar Hungs:
edgar.hungs@aebp.be
0032 (0) 87596384
0032 (0) 473137782
Judith Walde:
judith.walde@fuen.org
0049 (0) 173 9936731
Weitere Informationen zum Netzwerk finden sich unter:
www.rml2future.eu/news/index_de
www.dglive.be/agentur/
Eupen, den 4.2.2010
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