RML2future Aktuelles

Netzwerk für Mehrsprachigkeit zu Besuch in Kärnten

Treffen am 21.1.2010 um 19 Uhr in Klagenfurt im Gasthaus im Landhaushof
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Was können die Kärntner Slowenen im Bildungsbereich von anderen Minderheiten in Europa lernen? Was können die Kärntner Slowenen anderen europäischen Minderheiten an neuen Impulsen geben?

Diesen Fragen wird am Donnerstag, 21. Januar, nachgegangen - wenn sich das Netzwerk für Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt in Europa - „RML2future“ - in Klagenfurt / Celovec mit Vertretern der Kärntner Slowenen trifft. Das Netzwerk „RML2future“ ist ein Zusammenschluss aus sechs Partnern aus ganz Europa - unter Leitung der FUEV (Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen).

Das Netzwerk - das durch die EU-Kommission und die Region Trentino-Südtirol gefördert wird - beschäftigt sich mit allen Facetten des Sprachbereichs der autochthonen Minderheiten in Europa.

Unter anderem wurde die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien als Experte für die Sprachzertifizierung gewonnen. Jeder kennt den Pisa-Test - doch in Belgien hat man ein ganz eigenes Pisa-Verfahren für die Schüler der Deutschsprachigen Gemeinschaft entwickelt. Man erhält dadurch sehr wichtige Daten, die sich allein auf die besondere Situation der Schüler aus der Minderheit konzentrieren.

Auch der Rat der Kärntner Slowenen ist an dem Netzwerk-Projekt beteiligt. Aufgrund von guten Beispielen von Kindergärten mit zwei-, drei- und viersprachiger Ausbildung wurden die Kärntner Slowenen ausgewählt, um auf den vorhandenen Initiativen anzuknüpfen. Der Vergleich des vorschulischen Bereichs in der Alpen-Adria Region in den mehrsprachigen Regionen ist ein weiterer Aspekt, der in den nächsten beiden Jahren bearbeitet werden soll. Wie diese Erfahrungen für andere der rund 300 Minderheiten in Europa nutzbar gemacht werden können, diese Frage hat sich das Netzwerk zur Aufgabe gestellt zu beantworten.

Für weitere Informationen: www.rml2future.eu

Kontakt:
Janko Kulmesch: +43-6645364685
Judith Walde: +49 (0) 173 9936731

RML2future

Das Netzwerk RML2future widmet sich der Förderung der Mehrsprachigkeit und der sprachlichen Vielfalt in Europa, unter aktivem Einbezug der Regional- und Minderheitensprachen (RML).

Anliegen ist es das europäische Ziel der Mehrsprachigkeit, dass jeder Europäer über die Kenntnis der Muttersprache hinaus zwei weitere Sprachen erlernt, zu fördern. Dabei werden die europäischen Regional- und Minderheitensprachen einbezogen und angestrebt, diese Ressource der natürlichen Zwei- und Mehrsprachigkeit nutzbar zu machen. Denn das Potential mehrsprachiger Regionen, gilt es in Hinsicht auf das europäische Ziel und den Wert der Mehrsprachigkeit, verbunden mit einem positiven Effekt für die Erhaltung der sprachlichen Vielfalt, auszuschöpfen.

Zur Ausnutzung der regionalen Bildungspotentiale in Zusammenarbeit von Praktikern, Experten und Entscheidungsträgern sowie der Schaffung von sprachenfreundlichen Umfeldern in den Regionen, unter Einbezug der Minderheitensprachen, verfolgt das Netzwerk den Aufbau von notwendigen Know-How im Bereich Sprachplanung und Sprachpolitik bei den Beteiligten.

Hierzu werden innerhalb der 3jährigen Laufzeit des durch die Europäische Union geförderten Netzwerkes, in regelmässigen Abständen Fachtagungen durchgeführt.

Gefördert wird das Netzwerk durch Mittel der Europäischen Kommission
und der Autonomen Region Trentino-Südtirol.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.