Die FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) veranstaltet vom 12. - 15. Mai in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana den jährlichen FUEV-Kongress. Rund 200 Teilnehmer aus ca. 30 europäischen Ländern werden erwartet. Die
Festansprache hält der slowenische Staatspräsident Dr. Danilo Türk. Die FUEV, der Dachverband der europäischen Minderheiten, hat 86 Mitglieder in 32 europäischen Ländern. Im vergangenen Jahr konnte die FUEV in Brüssel ihren 60. Geburtstag feiern.
„Einen Staatspräsidenten hat die FUEV noch nie bei einem Kongress begrüßen können. Die
Teilnahme von Herrn Türk freut und ehrt uns
zugleich. Wir sehen das auch als Anerkennung unserer Arbeit. Wir begleiten die Staaten in Europa und ihre Minderheitenarbeit kritisch - aber suchen dabei den Dialog, denn nur so lassen sich die
Beziehungen zwischen Mehrheiten und Minderheiten verbessern. Wir freuen uns über die Teilnahme des slowenischen Präsidenten nicht zuletzt auch, weil Dr. Türk ein ausgewiesener Experte der Fragen der Minderheiten in Europa ist. Wir erwarten seinen Eröffnungsvortrag mit Spannung“, so Hans Heinrich Hansen, Präsident der FUEV.
„Im vergangenen Jahr haben wir unseren Geburtstag gefeiert - in diesem Jahr wollen wir an uns selbst,
an der Entwicklung der FUEV arbeiten und
gleichzeitig die Möglichkeit nutzen, um auf die Fragen der autochthonen Minderheiten in Europa aufmerksam zu machen“, erläutert Hans Heinrich Hansen. Nach Auffassung des FUEV-Präsidenten verschlechtert sich nämlich die Lage der Minderheiten und Sprachgruppen in Europa zusehends. „Wir verzeichnen ganz klar eine rückläufiges Interesse von den europäischen Staaten, was ihre Minderheiten und deren Schutz und Förderung angeht - das gilt auch für Staaten, die sich sonst gerne ihres eigenen Minderheitenschutzes rühmen“, so Hansen.
Extreme Beispiele seien unter anderem die
Situation der Polen in Weissrussland oder die Roma im Kosovo / Kosova. „Aber nicht nur die eklatanten Verstöße gegen die Menschenrechte scheinen mir derzeit alarmierend. Mit Blick auf einige etablierte autochthone Minderheiten sowie im Bereich der Sprachenvielfalt und der Unterstützung der Regional- oder