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FUEV – Beirat

Der am 01. Juni 2000 im in Komarno / Slowakei geschaffene FUEV-Beirat
bezweckt

• den gegenseitigen Informationsaustausch,
• eine mögliche Koordination der Aktivitäten zugunsten der nationalen Minderheiten,
• die FUEV in ihren Aktivitäten beratend zu begleiten, sie ideell und materiell zu unterstützen,
• gemeinsame Aktionen zu planen und durchzuführen.

Am Beirat können Vertretungen der regionalen Regierungen und Parlamente teilnehmen, in denen ordentliche Mitgliedorganisationen leben. Sofern Staaten über keine derartigen Institutionen verfügen, oder wenn besondere Gründe dafür sprechen, können auch Vertretungen von Staaten zugelassen werden.

Die Mitglieder des Beirates können sich mit den Zielen der FUEV identifizieren und unterstützen deren Tätigkeit.

Die Teilnahme im Beirat ist freiwillig und bindet die von den Mitgliedern vertretenen Institutionen nicht.

Der Beirat konstituiert sich selbst und gibt sich seine eigene innere Ordnung. Er tritt nach Bedarf zusammen, jedoch mindestens einmal jährlich anlässlich des FUEV - Kongresses und der Delegiertenversammlung der FUEV.

Der Beirat wird über die Geschäfte der FUEV laufend informiert.

Bei wichtigen konzeptionellen Fragen der FUEV - Politik wird der Beirat vom Präsidium zur Beratung beigezogen.

Der Beirat kann Vorschläge allgemeiner Art sowie konkrete Projekte dem FUEV - Präsidium unterbreiten.

Die administrativen Arbeiten sowie die Einladungen werden vom Beirat in eigener Kompetenz übernommen. Das FUEV - Sekretariat stellt sich für die Mithilfe in administrativen Angelegenheiten zur Verfügung.


Die Entwicklungen des FUEV-Beirates:

FUEV-Beiratssitzung in Kiel:

Auf Einladung der FUEV fand in Zusammenarbeit mit dem schleswig-holsteinischen Landtag und der schleswig-holsteinischen Regierung vom 09.-11. Dezember 1999 in Kiel/Flensburg ein erstes Treffen zur Schaffung eines sog. FUEV-Beirates statt.

Hintergrund zum FUEV-Beirat:

Idee:
Die Vertreter der politischen Institutionen (Regierungen und Parlamente), in denen Mitgliedsorganisationen der FUEV leben, die die Aktivitäten der FUEV unterstützen, mittragen und fördern, bilden einen eigenständigen, informellen FUEV - Beirat. Die FUEV bringt damit zum Ausdruck, dass die Förderung der nationalen Minderheiten wesentlich von einer konstruktiven Zusammenarbeit der Volksgruppen mit den politischen Institutionen der Regionen und Länder (und umgekehrt) abhängt. Sie unterstreicht damit auch einen Wesenszug einer reifen Demokratie, in der die Organisationen der Zivilgesellschaft und die politischen Institutionen partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Zweck
Informationsaustausch; Koordination der Aktivitäten zugunsten der nationalen Minderheiten; Beratung der FUEV; Beratung und Entwicklung eigener und gemeinsamer Initiativen in Mittel- und Osteuropa; Beratung und Entwicklung eigener und gemeinsamer Initiativen in europäischen und in den internationalen Institutionen (Europarat, EU, OSZE; UNO u.a.) und finanzielle Unterstützung der FUEV

Die Sitzung in Kiel verlief in einer äußerst konstruktiven und freundschaftlichen Atmosphäre. Im Sinne einer Absichtserklärung wurde die Idee begrüßt und beschlossen, beim nächsten FUEV-Nationalitätenkongreß in Komarno/Slowakei eine erste konstituierende Sitzung einzuberufen

FUEV-Beiratssitzung in Komarno:

Mit Genugtuung wird vermerkt, dass der am 01. Juni 2000 anlässlich des 45. FUEV-Nationalitätenkongresses in Komarno (Slowakei) geschaffene Beirat seine Tätigkeit aufnehmen wird. Der Beirat besteht aus Vertretungen der politischen und staatlichen Institutionen, in denen nationale Minderheiten leben und wird vom Landtagspräsidenten von Brandenburg, Herrn Dr. Herbert Knoblich koordiniert. Er soll die Arbeit der FUEV begleitend und beratend begleiten, gleichzeitig aber auch dem Erfahrungsaustausch der politischen Entscheidungsträger dienen.

An der ersten Sitzung in Komarno waren anwesend:
Anderwald, Karl DDr. Amt der Kärntner Landesregierung / Kärnten / A - Klagenfurt
Arquint, Romedi, FUEV - Präsident und Mitglied des Kantonsparlamentes Graubünden / CH - Cinous-chel
Atz, Roland, Autonome Region Trentino-Südtirol / I - Bozen
Duka-Zólyomi, Arpád MP Magyar Koalicio Partja Party of the Hungarian Coalition / SK - Bratislava
Elle, Ludwig Dr., FUEV - Vizepräsident / D - Bautzen
Goßmann, Rolf, Expertenausschuß des Europarats für Minderheitenangelegenheiten, D - Bonn
Gyurcsik, Ivan, Government Office for Ethnic Hungarian Affairs Abroad / H - Budapest
Hansen, Hans Heinrich, FUEV - Vizepräsident / DK - Haderslev
Henriksen, Niels, Grænseforeningen, DK - København
Hosp, Bruno Dr., FUEV - Vizepräsident, Südtiroler Volkspartei (SVP) / I - Bozen
Knoblich, Herbert Dr., Landtag Brandenburg / D - Potsdam
Komlóssy, Joseph v, FUEV - Vizepräsident / CH - Dübendorf
Nickelsen, Frank, FUEV-Geschäftsführer / D - Flensburg
Pècsi, Ferenc MP, Romániai Magyar Demokrata Szövetség / RO - Bucuresti
Schnack, Renate, Landesregierung Schleswig-Holstein, D - Kiel
Wittstock, Wolfgang MP, Demokratisches Forum der Deutschen / RO - Brasov

Alle bisherigen Treffen

10.12.1999: Kiel / D
01.06. 2000: Komarno/Komaróm / SK
26.05. 2001: Heerenveen/ Heerenfean / NL
11.11. 2001: Bozen / Südtirol / I
15.02. 2002: München / D
11.05. 2002: Subotica / YU
30.05. 2003: Bozen / Südtirol / I
22.05. 2004: Kamien Slaski / PL
07.05. 2005: Bukarest / RO
27.05. 2006: Bautzen / Budysin / D
17.05. 2007: Tallinn / EE
22.05. 2008: Pécs / H

Alle bisherigen Vorsitzenden

von 1999 - 2001:
Dr. Herbert Knoblich, Landtagspräsident von Brandenburg

von 2001 - 2005:
Renate Schnack, Minderheitenbeauftragte der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung

seit 2005:
Dr. Detlev Rein, Ministerialrat im Deutschen Bundesministerium des Innern


FUEV-Beirat schlägt der FUEV neue Initiative vor

Auf seiner Sitzung am 22.5.2004 in Kamien Slaski/Groß Stein in Polen hat der FUEV Beirat* dem FUEV Präsidium die Idee und die Finanzierung einer Kampagne unterbreitet, die nach der Vorstellung der Präsidentin, der schleswig-holsteinischen Minderheitenbeauftragten Renate Schnack, jährlich ab 2005 bis 2015/30 in einem der Mitgliedsländer der EU stattfinden könnte: Der FUEN – civil society dialogue, der Wissen und Erfahrungen austauschen und Kooperationen zwischen Minderheitenorganisationen in Europa untereinander, aber auch zu den Mehrheitsbevölkerungen aufbauen könnte.


Renate Schnack (stehend) während der FUEV-Beiratssitzung.

Sie sei der Überzeugung, dass Demokratie mehr sei als Wahlen, Parlamente, Gesetze, so Renate Schnack auf dem 49.Nationalitätenkongress in Polen.
„Demokratie ist für mich auch der Wille zum Dialog über Veränderungen, die zu mehr Respekt voreinander, zu mehr Solidarität miteinander und zu mehr Gerechtigkeit untereinander führen können. Minderheiten und Mehrheiten müssen sich dabei auf Augenhöhe begegnen!“

1stes FUEN Civil Society Dialogue Seminar in Sankelmark

In zwei vorausgegangenen Vorbereitungsseminaren im Jahr 2005 in Bukarest und in Sankelmark wurden die Länder Rumänien, Ungarn, Deutschland, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen aufgefordert, auf Grundlage eines von der FUEV erstellten Fragebogenkatalogs je einen Bericht über den Status Quo der nationalen Minderheiten und Völker zu erstellen.
Am 01/04/2006 trafen sich 40 VertreterInnen aus insgesamt 11 europäischen Staaten zu einer Konferenz in der Europäischen Akademie Sankelmark. Die Veranstaltung war das erste Auswertungsseminar des sog. FUEN - Civil Society Dialogs. Die Dokumentation des oben beschriebenen Auswertungsseminars wurde von Johan Häggman erstellt und ist verfügbar unter folgenden Links: als PDF und als PPoint

Derzeitiger Vorsitzender des Beirats ist Dr. Detlev Rein

Dr. Rein leitet in seinem Ministerium seit dem Jahr 2000 das Referat fur Nationale Minder-heiten und ist dort u. a. fur die Minderheiten in Deutschland, fur die deutsche Volksgruppe in Danemark, fur das nationale und inter-
nationale Minderheitenrecht und fur die internationalen Nichtregierungs-organisationen zustandig.

Im Europarat ist der stellv. Vorsitzender des Expertenausschusses fur Fragen des Schutzes der nationalen Minderheiten DH-MIN.
FUEV-Beiratstreffen am 17/05/2007 in Tallinn / Estland.