KONFERENZEN
2004 49. FUEV-Nationalitätenkongreß im Schloß Kamien Slaski
20040308-21 Minderheitenkonferenz in Chisinau / Moldawien
20040319 FUEV Seminar in Chisinau / MD (als M1 TV-Video)
20040617-18 03. Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin state« in Ladinien / Südtirol / Italien
20041008-09 Seminar in Almaty /Kasachstan
20041029 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Pecs / H (als TV Video)
DOKUMENTE / STELLUNGNAHMEN
20040527 FUEV Stellungnahme zum Entwurf eine Friesisch-Gesetz
20040903 Flensburger Erklärung
20041116 Einrichtung einer Europäischen Agentur für sprachliche Vielfalt
FUEV-DELEGIERTENVERSAMMLUNG
20040520 FUEN-Assembly im Schloß Kamien Slaski
MANUSKRIPTE
20040520 Romedi Arquint in Kamien Slaski
20040816 Romedi Arquint in Talinn
20040830 Hans Heinrich Hansen in Bergen
20040902 Dr Nigel Hicks in Flensburg
20041021 Heinrich Schultz in Feistritz/Gail
PRESSEMITTEILUNGEN
PRESSEMITTEILUNG 2004-73
Zukunft der Minderheitenpolitik der EU
Veröffentlichung des Open Society Institute in Budapest
herausgegeben von Gabriel N. Toggenburg.
Toggenburg selbst untersucht die Möglichkeiten der Regelungen
für eine europäische Minderheitenpolitik, die er dringend notwendig
hält, da es ansonsten zu Konflikten zwischen einzelstaatlichem
Handeln und dem Gemeinsamen Markt kommt. Rachel Guglielmo
beschreibt die verschiedenen positiven und negativen Erfahrungen
im Bereich Minderheitenschutz während des Erweiterungspro-
zesses. Dies wird ergänzt durch den Beitrag von Gwendolyn
Sasse, der die Rolle der Kommission in diesem Prozess
analysiert. Die rechtlichen Grundlagen für ein zukünftiges
Monitoring des Minderheitenschutzes in der gesamten EU unter-
sucht Frank Hoffmeister. Diese Untersuchung wird ergänzt durch
den Beitrag von Bruno de Witte, der sich mit der Frage beschäftigt,
inwiefern die EU in Zukunft für Minderheitenfragen auf die von den
Regierungschefs unterzeichnete Verfassung zurückgreifen kann.
Rainer Hofmann und Erik Friberg untersuchen, wie die EU ihre
Kooperation mit dem Europarat verstärken könnte und sollte, um
Synergien zu nutzen und Doppelungen zu vermeiden. Schließlich
beschäftigt sich der Beitrag von Steve Peers mit der Situation von
Personen, die keine EU-Staatsbürgerschaft besitzen und unter die
Kategorie neue Minderheiten fallen.
Die Veröffentlichung erscheint zu einem Zeitpunkt, in dem die EU
sich mit ihrer zukünftigen Politik im Bereich Minderheiten neu auf-
stellen muss und könnte Grundlage sein für eine von den minderheiten-
politischen Akteuren forcierte Entwicklung des Minderheitenschutzes
in der EU.
Die Veröffentlichung ist als PDF-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041221ToggenburgEURAC.pdf
PRESSEMITTEILUNG 2004-72
FUEV-Seminar in Pécs / Ungarn als Video erhältlich
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
vom 28. - 31. Oktober 2004 in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
traf sich in diesem Jahr zum 14ten Male. Die Pressemitteilungen
Nr. 57 und auch 61 befassen sich eingehend mit dieser Veranstaltung.
Entsprechende Tagung ist ab sofort als Video erhältlich:
http://www.fuen.org/movies/20041029AGDM_Pecs.mov
Downloaden Sie entsprechenden Quicktime player (Win98/Windows2000XP oder Mac)
P
Menschenrechtsbildung in Europa
als Forschungsprojekt
Forschergruppe besucht FUEV-Generalsekretariat
Am 30/11/04 besuchte eine Forschergruppe bestehend
aus Frau Dr. Claudia Mahler, Frau Dr. Anja Mihr sowie Frau Dr.
Reetta Toivanen das FUEV-Generalsekretariat in Flensburg
zwecks Vorstellung eines mehrjährigen Forschungsprojekts.
Die Damen wurden über die Ziele und das Wirken der FUEV
von Generalsekretär Frank Nickelsen eingeführt.
V.l.n.r: Dr. Claudia Mahler, Dr. Reetta Toivanen und
Dr. Anja Mihr
Gleichzeitig informierte die Forschergruppe Ihr Projekt, welches
auf nachfolgender Webseite http://www.humanrightsresearch.de
abrufbar ist, wie folgt:
Im Jahre 1994 hat die UN-Vollversammlung die Dekade für Men-
schenrechtsbildung (1994-2004) ausgerufen. Diese UN-Resolution
fordert Mitgliedstaaten auf, sich die relevanten Menschenrechts-
dokumente zu Eigen zu machen und ermutigt die Länder, verstärkt Menschenrechtsbildungsprogramme einzuführen.
Das Ziel der Menschenrechtsbildung ist, jeden Menschen über die
Menschenrechte aufzuklären, da jedem diese Rechte aufgrund
seiner Würde zukommen. Unter dieser Prämisse ist das Ziel der
Forscherinnen aus Potsdam, Magdeburg und Berlin:
Erstens die existierenden internationalen und nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen für Menschenrechtsbildung, für den Schutz von
Minderheiten und Methoden für die Verhinderung ethnischer Diskrimi-
nierung kritisch zu untersuchen. Außerdem soll die Beziehung zwischen
diesen Faktoren analysiert werden.
Zweitens werden Regierungs- und Nichtregierungsakteuren identifiziert,
die zur Menschenrechtsbildung beitragen. Diese Analyse wird auch die Abhängigkeiten von und Zusammenhänge der Akteure mit internationalen
Instrumenten und internationalen Regierungsorganisationen beinhalten.
Basis der Studie sind vergleichende Untersuchungen
in den Ländern Armenien, Estland, Finnland, Deutschland,
Slowakei und Spanien. Das Forschungsprojekt läuft von
Herbst 2003 bis Ende 2006 und wird von der Volkswagen-
Stiftung gefördert
Drittens wird untersucht in welcher Weise diese Rahmenbedingungen
und Instrumente das Leben der Minderheiten beeinflussen. Dies soll
anhand des Verständnisses der Minderheiten von Menschenrechts-
bildungsprogrammen und rechtlichen Vorschriften untersucht werden.
Der Einfluss der Menschenrechtsbildung auf das Leben von
Angehörigen der verletzlichen Gruppen der nationalen Minderheiten
wird ein Schwerpunkt des Forschungsprojekts sein.
Weitere Einzelheiten zum Projekt
http://www.humanrightsresearch.de
http://www.uni-potsdam.de/u/mrz
http://www.uni-magdeburg.de/ipw/ipw.html
http://www2.hu-berlin.de/ethno/seiten/institut/mitarbeiter/toivanen.htm
P
Europäisches Parlament bildet Interfraktionelle
Arbeitsgruppe zum Schutz von nationalen Minderheiten,
eigenständigen Regionen und Regionalsprachen
Das Europäische Parlament hat eine interfraktionelle Arbeitsgruppe
(eine sog. INTERGROUP) zum Schutz und zur Förderung von nationalen
Minderheiten, eigenständigen Regionen und Regionalsprachen gebildet.
Mehr als 40 Parlamentarier werden in dieser Arbeitsgruppe mitarbeiten.
Wie in den Gründungsdokumenten der Arbeitsgruppe festgelegt, liegen
die Ziele in der Förderung von Rechten für nationale Minderheiten, der
Entwicklung von eigenständigen Regionen und von Völkern ohne Staat.
Auch die Förderung von Regionalsprachen gehört zum Aufgabengebiet
der interfraktionellen Arbeitsgruppe. Die Mitglieder des Europäischen
Parlaments sind in der Pflicht dafür zu sorgen, dass Europa ein Konti-
nent ist, auf dem sich Minderheiten in Sicherheit entfalten können,
so die Gründungsurkunde.
Interfraktionelle Arbeitsgruppen sind anerkannt als eine offizielle
Möglichkeit der Auseinandersetzung mit spezifischen Themen-
gebieten. Sie sind integriert in den äußeren Arbeitsrahmen des
Europäischen Parlamentes.
Weitere Informationen: www.eurolang.net
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Hans-Peter Kemper wird neuer Minderheiten-
beauftragter der Deutschen Bundesregierung
Auf Vorschlag von Bundesinnenminister Otto Schily hat das
Bundeskabinett heute (17/11/04)MdB Hans-Peter Kemper zum Beauftragten
der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
berufen. Kemper tritt damit die Nachfolge von Jochen Welt an, der
bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen zum Landrat des
Kreises Recklinghausen gewählt worden war.
Schily beglückwünschte Herrn Kemper zu seinem neuen Amt:
"Hans-Peter Kemper zählt zu den innenpolitischen Experten des
Deutschen Bundestages. Als Mitglied des Innenausschusses ist
er seit Jahren auch mit Fragen der Aussiedler- und Minderheiten-
politik befasst. Es ist gut, dass wir unsere jahrelange vertrauensvolle
Zusammenarbeit nun im Innenministerium fortsetzen können."
Hans-Peter Kemper wird sich als Aussiedlerbeauftragter für die
Belange der deutschen Minderheiten in Osteuropa und in den
Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion einsetzen. Zugleich
gehören alle Eingliederungsmaßnahmen für Spätaussiedler auf
Bundesebene zu seinem Bereich. Er ist ebenfalls Ansprechpartner
für die nationalen Minderheiten, deren Belange er auf Bundesebene
vertritt.
Der 60jährige Kemper, von Beruf Polizeibeamter, gehört seit 1993
dem Deutschen Bundestag an. Er ist Mitglied des Innenausschus-
ses sowie des Ältestenrates. Außerdem ist er Vorsitzender der
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der SPD-Bundestagsfraktion.
P
FUEV befürwortet Einrichtung einer Europäischen
Agentur für sprachliche Vielfalt
Derzeit werden im Auftrag der Europäischen Kommission,
Generaldirektion Bildung Machbarkeitsstudien zur Prüfung der
möglichen Einrichtung einer Europäischen Agentur für sprachliche
Vielfalt durchgeführt. Im Rahmen einer Fragebogenaktion zwecks
Erhebung von Expertenmeinungen wurde auch die FUEV befragt.
FUEV-Vizepräsident Dr. Nigel Hicks stellte sich den Fragen und
beantwortete den Fragebogen wie folgt:
http://www.fuen.org/pdfs/20041116HicksQuestionnaire.pdf
FUEV-Vizepräsident
Dr. Nigel Hicks
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Ute Erdsiek-Rave: KMK stimmt zu -
Ortsnamen in Schulatlanten künftig auch friesisch
Auf Initiative Schleswig-Holsteins hat sich die Kultusminister-
konferenz (KMK) dafür ausgesprochen, dass künftig in Atlanten
und Materialien für den Schulgebrauch geografische Namen im
Siedlungsgebiet der Friesen zweisprachig gedruckt werden
können. Dies hat Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute
(12. November 2005) in Kiel mitgeteilt. Die Ortsbezeichnung solle dabei
mit dem Zusatz der ortüblichen friesischen Bezeichnung versehen
werden. "Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Pflege und Förderung
der friesischen Sprache", freute sich die Ministerin und versprach:
"Ich werde den Beschluss der KMK dem Verband der Schulbuch-
verlage zukommen lassen und darum bitten, bei Neuauflagen von
Atlanten und kartografischen Unterrichtsmaterialien beide Schreib-
weisen zu berücksichtigen".
Weitere Details unter
http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de
P
Meilenstein in der Minderheitenpolitik
Friisk Foriining begrüßt Friesisch-Gesetz
Bei der Friisk Foriining ist man hoch erfreut darüber,
dass das Schleswig-Holsteinische Parlament auf seiner
gestrigen Sitzung ein Gesetz zur Förderung des Friesischen
im öffentlichen Raum verabschiedet hat. In dem Entwurf, der
im Januar vom SSW eingebracht worden war, geht es vorrangig
um die Berücksichtigung der friesischen Sprache in Verwaltungen
und bei der Beschilderung an Gebäuden und auf Ortstafeln.
"Die Friisk Foriining bewertet das neue Gesetz als einen bedeuten-
den Schritt nach vorne. Erstmals wird die friesische Sprache jetzt
mit den Amts- und Staatssprachen gleichgestellt, wenn es um den
Umgang mit Behörden oder Beschilderung im öffentlichen Raum geht",
sagt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining.
Hahn weist darauf hin, dass mit dem Friesisch-Gesetz jetzt europä-
ischer Standard erreicht sei, was die Berücksichtigung von Minderheiten-
sprachen angeht. Für die Sorben in der Lausitz seien bereits 1994 und
1999 in Sorbengesetzen Regelungen für den Gebrauch der sorbischen
Sprache im öffentlichen Raum festgeschrieben worden.
"Das neue Friisk-Gesäts, zeigt gangbare Wege auf, wie unsere
Sprache in Nordfriesland und auf Helgoland geschützt und gefördert
werden kann, ohne dass der Öffentlichkeit dadurch Mehrkosten
entstehen. Jetzt gilt es, die einzelnen Inhalte zügig umzusetzen",
meint der Vorsitzende.
Das Friesisch Gesetz (Friisk-Gesäts) im Wortlaut
P
JEV beendet erfolgreiches Euroburja 2004 Seminar in Triest
und startet mit aktualisierter Internetseite
Pressemitteilung der JEV (auszugsweise)
Am 7. November wurde das Youth Leader Seminar Euroburja 2004 der Jugend
Europäischer Volksgruppen in Campo Sacro/ Bozje Polje in der Nähe von Trieste
/ Trst erfolgreich beendet.
60 Jugendliche aus verschiedenen Minderheiten Europas beschäftigten sich
während des Seminars mit den Regionen Europas und der Situation der
Minderheiten und deren Jugendlichen in einem neuen, erweiterten Europa. Die
Gastgeber waren dieses Jahr die Jugendlichen der slowenischen Minderheit in
Italien MOSP (Mladi v odkrivanju skupnih poti).

Wir wollten das Seminar dazu nutzen, um sich mit den Regionen Europas zu
beschäftigen, die gerade im Jahre der EUOsterweiterung neue Entwicklungen
nutzen können und einen Veränderungsprozess erleben,, so der Präsident der
JEV, Stephan Kleinschmidt (siehe Foto) über den Inhalt des Seminars.
Die Teilnehmer bekamen von Experten auf okaler und europäischer Ebene
einen historischen Überblick der Region, deren regionale Entwicklung und
eine Präsentation konkreter Projekte, die die Attraktivität der Region steigern,
um so einer negativen demographischen Entwicklung entgegenwirken zu können.
Weiters wurde auch eine wissenschaftliche Studie des Slowenischen Research
Instituts über die Jugend der slowenischen Minderheit vorgestellt und analysiert.
Die Eindrücke und Meinungen wurden bei einer abschließenden Diskussionsrunde
gemeinsam reflektiert.

Aufgrund der Bi- oder Multikulturalität der Minderheitenangehörigen sind sie
wichtige Brückenbauer im europäischen Integrationsprozess und Motor für die
ökonomische Entwicklung der Grenzregionen. Sie tragen mit ihrer
Minderheitenkompetenz, Sprachvielfalt und ihrer regionalen Verbundenheit zur
Initiierung grenzüberschreitender Zusammenarbeit bei, die wiederum
wirtschaftliche und soziopolitische Nachteile der Grenzregionen zu mildern
vermag, meint Kleinschmidt bei der Diskussion.
Die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) ist mit 27 Mitgliedsorganisationen
die größte Jugendminderheitenorganisation in Europa. Während der Tagung
wurde die aktualisierte Internetseite der JEV vorgestellt: www.yeni.org.
Die komplette Pressemitteilung der JEV
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50. internationaler FUEV Kongreß in Rumänien
FUEV-Generalsekretär zu Gesprächen in Bukarest
Vom 08.-10. November 2004 traf sich FUEV-Generalsekretär
Frank Nickelsen mit Vertretern der Demokratischen Allianz der
Ungarn in Rumänien (http://www.rmdsz.ro), einem Abgeordneten
des Rumänischen Parlaments sowie einem Vertreter der Rumä-
nischen Regierung.
Ziel war es, alle erforderlichen technischen Details im Vorfeld des
50. FUEV-Nationalitätenkongresses vom 04.-08. Mai 2005 in Buka-
rest abzuklären. Dabei wurde auch der Präsident des »Romániai
Magyar Demokrata Szövetség«. RMDS, Herr Belá MARKÓ, in
dessen Zentrale in Bukarest besucht. Herr MARKÓ sicherte alle
erforderliche technische und logistische Unterstützung für obige
Konferenz zu und begrüßte es, die Jubiläumsveranstaltung gerade
in Rumänien abzuhalten.
Belá Markó (links) nutzte trotz anstehender
Wahlen in Rumänien die Gelegenheit, FUEV-
Generalsekretär Frank Nickelsen zu empfangen.
Die Ungarn in Rumänien sind seit 1993 Mitglied
in der FUEV
Aber auch die staatlichen Einrichtungen Rumäniens - insbesondere
der Staatsekretär für interethnische Angelegenheiten, Cristian JURA
sowie der Abgeordnete des Rumänischen Parlaments und gleichzeitig
Vertreter der ungarischen Minderheit, Iuliu WINKLER erachten obige
Veranstaltung - vor dem Hintergrund des EU-Beitritts Rumäniens 2007
- als ideale Gelegenheit, auf die spezifische Minderheitensituation
Rumäniens hinzuweisen.
Neben offiziellen Begrüßungen des Staates Rumäniens, der gastge-
benden Organisationen, der internationalen Institutionen, diversen
Arbeitsgruppen, Lageberichten und schließlich der obligatorischen
Delegiertenversammlung wird wird sich ein Vormittag speziell mit
der Situation aller in Rumänien ansässigen Minderheiten beschäftigen.
Weitere Details sind demnächst erhältlich
P
FUEV Delegation besucht Roma-Gymnasium in Pécs
Am 29/10/04 besuchten FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich
Hansen, Ministerialrat Dr. Detlev Rein vom Bundesministerium
des Innern, FUEV-Sekretär Gary Funck und der Geschäftsführer
der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Albert Konczek
das Gandhi - Gymnasium für Romakinder im ungarischen Pécs.
V.l.n.r.: Csovcsics, Konczek, Hansen, Rein
Empfangen wurden die Besucher von der Direktorin des Gymnasiums,
Frau Erika Csovcsics, die die Delegation über das weltweit einzige
Gymnasium für Romakinder informierte.
Jedes Jahr reisen die Pädagogen der Schule durch Roma-Dörfer, um
nach talentierten, lernwilligen Kindern in den jeweiligen Dorfschulen zu
suchen. Häufig müssen die Eltern der Kinder erst langwierig überredet
werden, diesen für den Besuch des Gymnasiums die Erlaubnis zu
geben. Denn meist in bitterer Armut lebend, müssen auch schon die
jüngsten ihren Beitrag zur Ernährung der Familie leisten.
Das Gandhi-Gymnasium versucht, eine Roma-Elite aufzubauen, die sich
in der Zukunft verstärkt für die Belange ihrer Volksgruppe einsetzen kann.
Dazu gehört neben den üblichen Fächern auch der Unterricht in den Roma-
sprachen Beas (ein alter rumänischer Dialekt) und Romanes.
Die Schule unterhält einen regelmäßigen Austausch mit der dänischen
Minderheit in Südschleswig, die dem Roma-Gymnasium schon seit
längerer Zeit mit unkomplizierter Hilfe zur Seite steht.
FUEV Vizepräsident Hans Heinrich Hansen zeigte sich beeindruckt von
diesem Projekt und bot die Hilfe der FUEV an. Wir können nicht akzep-
tieren, dass im geeinten Europa immer noch ein ganzes Volk an den
sozialen und kulturellen Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Die FUEV
wird ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um ihren Teil zu einer wesentlichen
Verbesserung der politischen und sozialen Situation der Sinti und Roma
in Europa beizutragen, so Hansen.
P
Ungarn, Rumänien und Deutschland planen mit FUEV
erstes gemeinsames »Civil Society Dialogue« Projekt
FUEV-Delegation zu Gesprächen in Budapest
Unter der Leitung von FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich
HANSEN besuchte am 28/10/04 eine FUEV-Delegation bestehend aus
FUEV-Beiratsvorsitzende Renate SCHNACK, FUEV-General-
sekretär Frank NICKELSEN und JEV-Präsident Stephan KLEINSCHMIDT
das Ungarische Amt für nationale Minderheiten in Budapest / Ungarn.
Zu diesem Treffen waren außerdem die Bundesrepublik Deutschland
- vertreten durch Herrn Ministerialrat im Bundesministerium des Innern,
Dr. Detlev REIN sowie der Rumänische Staatssekretär für Interethnische
Angelegenheiten, Herr Cristian JURA eingeladen.
Die Delegation, die von Staatsekretär für Minderheitenangelegen-
heiten Dr. Vilmos SZABO empfangen wurde, stellte das gemeinsame
Civil Society Dialog Projekt, welches voraussichtlich im Februar 2005
stattfinden soll, wie folgt vor:

Dr. Vilmos SZABO, politischer Staatssekretär für
Minderheitenfragen (Aufsicht des Amtes für nationale
und ethnische Minderheiten und des Amtes für
Ungarn außerhalb der Landesgrenzen), wird im Zuge
der Umstrukturierung der Regierung in der Republik
Ungarn jetzt außen- und sicherheitspolitischer Berater
des Ministerpräsidenten
Alle alten und neuen Funktionen der Regierung
Ungarns im Überblick
Der »FUEN Civil Society Dialogue« stellt eine Begegnung der Völker
Europas dar.
Im Vordergrund stehen
Wissens- und Erfahrungsaustausch von Minderheitenorganisationen
und Regierungsorganisationen untereinander; Stärkung des EU-Integrations
prozesses und der demokratischen Entwicklung durch Dialog und
Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Projektträger sind die FUEV und diverse nationale Regierungen.
Ziel ist ein EU-gefördertes Langzeitprojekt zur Statuserhebung und
Auswertung mit Empfehlungen zur Lage der Minderheiten
Den Dialog führen wechselnd:
Repräsentanten aus Regierung, Wissenschaft und Gesellschaft mit
den Minderheitenorganisationen in dem jeweiligen Staat.
Den Dialog führen ständig:
FUEV-Präsidiums- und FUEV-Beiratsvertreter, einschließlich JEV-
Präsident. Als Referenten/Gäste/Beobachter Vertreter aus Wissen-
schaft, europäischen Organisationen und Mi-Org. aus Europa, die
speziell dialogfähig sind
Die Dialoge finden in den Hauptstädten, möglichst in Botschaften,
Konsulaten oder Kulturversammlungshäusern statt. Die Vorbereitung,
Organisation und Dokumentation wird durch eine Projektleitung sicher gestellt.
Erfreulich war die positive Bereitschaft aller Vertreter an diesem Projekt
teilzunehmen. Rumänien hatte seine Bereitschaft zu kooperieren bereits
vor dem Treffen schriftlich mitgeteilt. Somit wurde durch das Gespräch
in Ungarn ein Durchbruch erzielt. Die FUEV wird ein neues Projektformat
aufnehmen und damit den europäischen Integrationsgedanken
minderheitenpolitisch fördern und eine bisher nicht gekannte Zusammen-
arbeit zwischen Regierungen und einer Nichtregierungsorganisationen etablieren.
Weitere Schritte in diese Richtung werden demnächst veröffentlicht.
P
»Minderheitenpolitik in Ungarn ist durchaus transportfähig«
...war das Fazit des diesjährigen AGDM Seminars in Pécs / Fünfkirchen
Vor wenigen Tagen fand die 14. Jahrestagung der deutschen Minderheiten
in Pécs / Fünfkirchen statt. Es war das erste Mal, daß dieses Seminarformat
in Ungarn tagte. Eingeladen dazu hatte die Landesselbstverwaltung der
Ungarndeutschen. Die Konferenz bestand aus 30 Teilnehmern aus 20
Staaten.

Neben einleitenden Begrüßungen der Landesselbstverwaltung
der Ungarndeutschen, der Stadt Pécs, des Deutschen Ministerium des
Innern und der FUEV wurden die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt.

Die Teilnehmer wie hier Dr. Harry Augst (links) aus Georgien und Phillip Beyer
aus Frankreich waren sehr angetan von der Minderheitenpolitik Ungarns und
wünschten sich ähnliche Modelle in ihren Ländern.
Die Gruppen bestanden aus einer Gruppe aus JugendvertreterInnen,
Teilnehmern aus den alten und neuen EU-Staaten sowie einer Gruppe aus
Teilnehmern der GUS Staaten.
Da es sich um eine rein informelle Arbeitsgemeinschaft handelt, wurden
keine Schlußdokumente erarbeitet. Die Ergebnisse, die in wenigen Tagen
erhältlich sein werden, dienen vielmehr des gegenseitigen Erfahrungsaus-
tausches. In einzelnen Fällen wurde seitens der FUEV angeregt, daß Forde-
rungen deutscher Minderheiten mit den anderen Minderheiten in einem
Land koordiniert werden sollen, zwecks gemeinsamer Schlußerklärungen,
die dann in einer FUEV-Delegiertenversammlung zu Sprache kommen können.
Es stellte sich jedoch heraus, daß große Entfernungen
zwischen den Minderheiten innerhalb eines Landes in einigen Fällen
eher ein Hindernis darstellen beim Entwickeln gemeinsamer Aktivitäten.
So ist es z.B in Frankreich aus Kostengründen kaum möglich,Elsässer, Bretonen und
Korsen zusammenzuführen.
Die Tagung schloß ab mit einem Exkursionsprogramm bei dem das
Regionalstudio des Ungarischen Rundfunks in Pecs sowie die ungarn-
deutsche Gemeinde Himesháza/Nimmesch nebst Heimatmuseum besucht wurde.
Weitere Einzelheiten folgen
P
Friesische Ortsnamen werden in ADAC-Karten aufgenommen
Der SSW hat erreicht, dass zukünftig auch friesische Ortsnamen auf
Straßenkarten vermerkt sind. Der Landtagsabgeordnete Lars Harms
hat vom Hersteller der ADAC-Straßenkarten die Zusage bekommen,
dass schon zum Jahresende die ersten Landkarten mit zweisprachigen
Ortsnamen veröffentlicht werden. Weitere Karten und Atlanten sollen folgen.
Damit wird eine alte Forderung der friesischen Minderheit erfüllt. Die
Angabe der Ortsnamen in beiden Sprachen dient in erster Linie der
Sprachförderung. Wenn die Zweisprachigkeit in allgemeinen
Kartenwerken sichtbar wird, wird auch der natürliche Gebrauch
der Sprache gefördert.
Außerdem sind die Nordfriesen darauf angewiesen, dass ihre Sprache
und Kultur im Bewusstsein der Bevölkerung stärker verankert werden.
Wenn jetzt das Friesische durch die Autokarten für jedermann sichtbar
wird, wird man auch deutschlandweit auf die Friesen und ihre Sprache
aufmerksam, freut sich der nord?friesische SSW-Abgeordnete.
Lars Harms hatte sich beim ADAC und beim zuständigen Carto Travel
Verlag, dafür eingesetzt, dass friesische Ortsnamen aufgenommen
werden. Er hat jetzt die Zusage bekommen, dass zum Jahresende
die ersten zweisprachigen Kartenmaterialien veröffentlicht werden.
Weitere Karten und Atlanten werden später entsprechend ergänzt.
P
Bornholmer Partei besucht FUEV Generalsekretariat
Am Donnerstag, 11.10. besuchte Tonny Pedersen Borrinjaland
von der Bornholms Selvstyre parti das FUEV-Generalsekretariat
in Flensburg. Diese Partei engagiert sich seit einiger Zeit für einen
Autonomiestatus der zu Dänemark gehörenden Ostseeinsel
Bornholm. Auf Bornholm leben ca. 46.000 Menschen, von denen
noch viele die alte Inselsprache Bornholmsk sprechen.
Tonny Pedersen Borrinjaland (siehe Foto) erkundigte sich beim stv. FUEV Sekretär
Gary Funck über die Ziele und die aktuelle Arbeit der FUEV und
mögliche Formen der Zusammenarbeit.
Während seines Aufenthaltes im deutsch-dänischen Grenzland
besuchte der Bornholmer auch die Partei der deutschen Minderheit
in Nordschleswig (DK) Schleswigsche Partei (SP).
P
FUEN Konferenz der slawischen Minderheiten 2004 abgesagt
Die im Oktober 2004 geplante Konferenz slawischer Minderheiten in Burg bei
Cottbus konnte aufgrund geringer Teilnehmerzahl nicht stattfinden. Wir
bedauern die geringe Teilnahme. Eine Ursache liegt sicher auch darin, dass
auf Grund von nicht vorhersehbaren kurzfristigen Haushaltskürzungen im
Bundesinnenministeriums (Beauftragter für Spätaussiedler und Minderheiten)
die für die Organisation der Konferenz notwendigen Mittel in disem Jahr
nochmals halbiert wurden. Die sorbischen Organisatoren hatten in diesem Jahr
die Gelder erst Mitte des Jahres beantragt, kurz nach der Haushaltskürzung,
während die Organisatoren der Konferenz deutscher Minderheiten die Mittel
bereits vor der Haushaltskürzung erhalten hatten. Die Konferenz der
slawischen Minderheiten sollte daher aus Kostengründen in einer
Jugendherberge in Burg stattfinden. Trotzdem wäre eine Erstattung der
Fahrtkosten bedürftiger Teilnehmer aus Ost- und Südosteuropa nicht mehr
möglich gewesen. Die sorbischen Organisatoren planen, die Konferenz nun 2005
unter dem selben Thema zu veranstalten und werden die Mittel bereits Anfang
des Jahres 2005 beantragen. Das FUEN-Präsidium wird gebeten, in Zukunft auf
eine ausgewogene Finanzierung der Konferenzen seitens des
Bundesinnenministeriums zu achten.
P
Deutsche Minderheiten aus 20 Staaten in Ungarn
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
vom 28. - 31. Oktober 2004 in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
trifft sich in diesem Jahr zum 14ten Male. Auf Initiative des
Bundesministerium des Innern handelt es sich um eine 1991
in Budapest gegründete informelle Arbeitsgemeinschaft, die alle
Organisationen vereint, die in der FUEV, dem Dachverband der
nationalen Minderheiten und traditionellen Volksgruppen in Europa,
zusammengeschlossen sind und sich als Verbände deutscher
Minderheiten betrachten.

Die letztjährige Jahrestagung der deutschen Minderheiten fand in der Europäischen
Akademie Sankelmark statt und befaßte sich mit digitalen Medien.
Während die bisherigen Tagungen in Bad Kissingen / Bayern
und in den letzten vier Jahren in Sankelmark / Schleswig-Holstein
stattfanden, so wird die diesjährige Tagung im Valeria-Koch-
Schülerheim/Koch Valéria Kollégiu in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn durchgeführt.
Im Zentrum der Tagung stehen »Möglichkeiten der grenz
überschreitenden regionalen Zusammenarbeit
deutscher Minderheiten« sowie ein Besuchsprogramm bei
den deutschen Einrichtungen in Pecs und Umgebung.
Es werden bis zu 50 Teilnehmer aus 20 Staaten erwartet.
Ein erster Programmentwurf ist unter folgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041020programm_pecs.pdf
P
»Die Rolle der Volksgruppen im erweiterten Europa«
XiV Volksgruppenkongreß vom 21/22. Oktober 2004 in Feistritz/Gail/ Kärnten
Der diesjährige Volksgruppenkongress des Landes Kärnten
findet vom 21/22. 10. in Feistritz/Gail unter dem Generalthema
die Rolle der Volksgruppen im erweiterten Europa statt.
Diskutiert werden länderübergreifende als auch länderspezifische
Problembereiche des Generalthemas. FUEV-Vizepräsident
Heinrich SCHULTZ (siehe Foto) wird die FUEV mit einem
Grundsatzreferat vertreten.

Heinrich Schultz
Alles weitere entnehmen Sie bitte beigefügtem Programm
http://www.fuen.org/pdfs/20041019Programm_Kaernten.pdf
P
FUEV Konferenz in Almaty / Kasachstan
»Probleme der Minderheiten in der Transformationsgesellgesellschaft«
FUEV wird vertreten durch Hans Heinrich Hansen und Dr. Koloman Brenner
In Zusammenarbeit mit der Volksversammlung der Völker Kasachstans
(VKK) und der Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der
Deutschen Kasachstans Wiedergeburt veranstaltet die FUEV am 07.
und 08. Oktober eine Konferenz in Almaty (KZ) unter dem Titel Probleme
der Minderheiten in der Transformationsgesellschaft .
Neben den Vertretern der FUEV, Vizepräsident Hans Heinrich Hansen
(DK) und Dr. Koloman Brenner (H), und dem Vertreter des deutschen
Bundesministeriums des Innern (BMI) , Dr. Detlev Rein, finden sich
Vertreter aller größeren ethnischen Gemeinschaften in der Republik
Kasachstan.
Unter den Rednern sind neben den Vertretern von FUEV und BMI
die stellvertretenden Vorsitzenden der VKK Sergej Tereschenko und
Sh. Alijev, der Vorsitzende der Deutschen Assoziation Wiedergeburt
Alexander Dederer, der Vorsitzende des dagestanischen Kulturzentrums
M. Uveissov, S. Osdojev von der Assoziation für Kulturpflege der
tschetschenischischen und Inguschvölkerschaften Weinach und
viele andere.
Die Konferenz endet am Freitag, 08.10. mit einer Abschlussresolution.
Das ausführliche Programm ist unter nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041007almaty.pdf
Weitere Einzelheiten:
http://www.samal.kz
http://www.deutsche-allgemeine-zeitung.de
P
Minderheiten in Ungarn
Neuer ungarischer Premierminister Ferenc Gyurcsany kündigt personelle und
strukturelle Veränderungen in der Regierung an
Auf Vorschlag des Präsidenten der Republik Ungarn Ferenc Madl
und mit den Stimmen der Koalitionspartner wählte die ungarische
Nationalversammlung Ferenc Gyurcsany am 29. September zum
neuen Premierminister. Die Abstimmung betraf nicht nur die
Person des neuen Premierministers, sondern auch die Annahme
des neuen Regierungsprogrammes 2004-2006.
Am 30. September kündigte der neue Premier personelle und
strukturelle Veränderungen in der Regierung an. Dr Kinga Goncz,
die bis jetzt als Ministerin ohne gesonderten Geschäftsbereich
verantwortlich war für die Gleichstellung und die Arbeit des
Regierungsbüros für Chancengleichheit beaufsichtigte, wird
zukünftig dem Ministerium für Jugend, Familie und Gleichstellungs-
angelegenheiten vorstehen.
Im Rahmen der Umstrukturierung wird sich Gonczs Aufgabenfeld
nicht nur sowohl auf die Sozial-, Jugend- und Familienangelegenheiten,
als auch den Bereich der Chancengleichheit beschränken, sondern
sie wird, neben dem Verbraucherschutz und den Beziehungen zur
Zivilgesellschaft, ebenfalls verantwortlich sein für Angelegenheiten,
die in Verbindung stehen mit den in Ungarn lebenden nationalen
und ethnischen Minderheiten.
Das Büro für nationale und ethnische Minderheiten soll dem
Ministerium von Frau Goncz untergeordnet werden, soll aber
weiterarbeiten als selbstständiges Organ der staatlichen
Verwaltung mit landesweiter Kompetenz. Das Büro für Ungaren
im Ausland wird dem Außenministerium untergeordnet. Als eine
Konsequenz dieser Reformen, wird das politische Staatssekretariat
für Minderheitenangelegenheiten im Amt des Premierministers
aufgelöst und Vilmos Szabo, der dieses Amt in der Vergangenheit
innehatte, wird sich zukünftig mit der Außen- und Sicherheitspolitik
befassen.

Dr Goncz (siehe Foto) wurde 1947 in Budapest geboren. Ihre eigentliche
Ausbildung zur Medizinerin schloß sie 1978 ab mit dem Examen
in Psychatrie, beziehungsweise 1982 in Psychotherapie. Sie arbeitete
in verschiedenen medizinischen Instituten und Krankenhäusern,
aber parallel dazu spielte sie eine große Rolle in der universitären
Ausbildung von Sozialarbeitern. Seit 1989 ist sie Dozentin des
Bereiches für Sozialpolitik der Eotvos Lorand Universität, war aber auch
an anderen Instituten in Ungarn und im Ausland als Dozentin tätig.
Als Direktorin der Partners Hungary Foundation von 1994 bis 2002
nahm sie teil an Ausbildungs- und Entwicklungsprogrammen, die sich
mit den Mechanismen der Demokratie, Vermittlung, der Verbesserung
der sozialen Partizipation und dem Konfliktmanagement in zwölf
unterschiedlichen Ländern befassten. Zwischen Mai 2002 und Juni
2004 war sie Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Sozial-
und Familienangelegenheiten, und am 15. Juni 2004 wurde sie zur
Ministerin ohne besonderen Geschäftsbereich, verantwortlich für
Gleichstellung, ernannt. Dr. Goncz spricht Englisch und Deutsch.
Weitere Einzelheiten:
http://archiv.meh.hu/nekh/Magyar/12.htm
http://archiv.meh.hu/nekh/default.htm
P
Friesische Herbsthochschule
Von Freitag, 8.Oktober, bis Dienstag, 12.Oktober, bietet die
Friisk Foriining wieder eine friesische Herbsthochschule für Jung
und Alt in der dänischen Volkshochschule in Jarplund an. In diesem
Jahr wird sich die gesamte Herbsthochschule um das Thema
Schiffsleben und Seeräuber drehen. So werden die Teilnehmer bereits
in der Einladung auf das Mitbringen von entsprechender Kleidung
hingewiesen. Vorgesehen ist u.a. eine große Schatzsuche, verbunden
mit einigen kniffligen Aufgaben. Ein seetüchtiges Floß soll in gemein-
schaftlicher Arbeit gebaut werden, und Musik, Vorträge und Vorführungen
stehen ebenfalls auf dem Programm. Als Ausflugsziele werden die
Flensburger Museumswerft mit einer anschließenden Hafenrundfahrt
und das Schifffahrtsmuseum angekündigt. Höhepunkt wird ein
"Hafenfest" sein, das am Montag um 14.30 Uhr auf dem Gelände
der Jarplunder Hochschule geginnt und zu dem auch Tagesbesucher
herzlich eingeladen sind.

Die dänische Volkshochschule in Jarplund Jaruplund Højskole
Die Herbsthochschule bietet eine gute Gelegenheit, friesische
Sprachkenntnisse zu vertiefen und sich in bisher nicht so vertraute
Dialekte hineinzuhören.
Wer sich für das ausführliche Programm interessiert, kann sich an
das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden,
Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de
P
10 Jahre Deutsches Haus in Kasachstan
Am 25. August 1994 wurde mit Teilnahme der Vertreter der beiden Regierungen,
Deutschlands und Kasachstans, das Deutsche Haus Almaty festlich eröffnet.
Innerhalb der 10 Jahre gewann das Deutsche Haus eine symbolische Bedeutung
für die ethnischen Deutschen in Kasachstan; das DH wurde zu einem der Zentren
der deutsch-kasachischen Zusammenarbeit. Dank diesem Ereignis wurde am 31.
Mai 1996 zwischen Deutschland und Kasachstan eine Vereinbarung über die
Zusammenarbeit zur Unterstützung der deutschstämmigen Bürger Kasachstans
unterzeichnet.
r
Hier zeigt der Vorsitzende des Rates der Deutschen
in Kasachstan, Alexander Dederer (links) den deutschen
Gästen, u.a. Klaus Pöhle vom Bundesministerium des Innern
die Fotoausstellung im Deutschen Haus in Almaty.
Mit der Unterstützung beider Länder wurden kontinuierlich Bedingungen für
die gesellschaftliche Selbstverwaltung der ethnischen Deutschen in Kasachstan
sowie für die Erhaltung der eigenen Sprache und Kultur geschaffen.
Weitere Einzelheiten zur deutschen Minderheit in Kasachstan:
http://www.samal.kz
http://www.deutsche-allgemeine-zeitung.de
PRESSEMITTEILUNG 2004-51
September-Newsletter der Deutschen Minderheit in Dänemark
Der Bund deutscher Nordschleswiger veröffentlicht jeden Monat einen
sog. Newsletter mit Informationen über die Arbeit der deutschen Volksgruppe in Dänemark.
Die September-Ausgabe des BDN-Interna befaßt sich u.a. mit folgenden Themen:
10. September, Tondern: Tag der deutschen Kindergärten und Schulen
11. September: NRV Regatta in Hadersleben
Erfolgreiche Veranstaltungen: Nordschleswig Tage & YOU!MM
Hochrangiger Besuch in Apenrade
Ritter Johannsen
Schulmuseum Nordschleswig
der überregionale BDN Terminkalender für das 2. Halbjahr 2004.
und ist auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040910bdn_Interna.pdf
PRESSEMITTEILUNG 2004-50
FUEV-Seminar in Ladinien als pdf-Format erhältlich
in Zusammenarbeit mit der Autonomen Region Trentino und
der Union Generela di Ladins dla Dolomites führte die FUEV
vom 17./18. Juni 2004 in Ladinien Stern/La Ila, Gadertal/Val Badia, Südtirol, Italien
das 3. Internationale Seminar für Minderheiten ohne Kin-State durch

Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation
im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040906DOKU_Ladinia.pdf
PRESSEMITTEILUNG 2004-49
Aysun Kacar aus Flensburg nimmt Preis entgegen
Austellungseröffnung »Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit
Im Rahmen des Zeichenwettbewerbs »Kinder zeichnen
Mehrsprachigkeit« fand am 01. September 2004 im Nordertor
in Flensburg die feierliche Preisübergabe statt.
Es war gleichzeitig der Beginn einer Wanderausstellung.
In Flensburg können die Bilder bis Ende September 2004
besichtigt werden.

Aysun Kacar (2.v.l.) aus Flensburg nimmt den Preis von Projektleiter
Peter Josika (links) entgegen
Alle Zeichnungen sind auch im Internet erhältlich:
http://www.bilinguisme.ch/competition-wettbewerb
PRESSEMITTEILUNG 2004-48
Flensburger Erklärung 2004
der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV)
Anläßlich der Präsidiumssitzung der Föderalistischen Union
Europäischer Volksgruppen (FUEV) vom 03. bis 04. September
2004 in Flensburg verabschiedet das FUEV Präsidium folgende Erklärung:

V.l.n.r.: Renate SCHNACK (Minderheitenbeauftragte der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-
Holstein und FUEV-Beiratsvorsitzende), Hans Heinrich HANSEN (FUEV-Vizepräsident / Deutscher
Nordschleswiger in Dänemark), Heinrich SCHULTZ (FUEV-Vizepräsident / Dänischer Südschleswiger
in Deutschland), Dr. Martha STOCKER (FUEV-Vizepräsidentin / Südtirolerin in Italien), Dr. Nigel HICKS
(FUEV-Vizepräsident / Kornwalise in Großbritannien), Romedi ARQUINT (FUEV-Präsident / Rätoromane
in der Schweiz), Dr. Jurji BRANKACK (FUEV-Vizepräsident / Sorbe in Deutschland), Zlatka GIELER
(FUEV-Vizepräsidentin / Kroatin in Österreich), Frank NICKELSEN (FUEV-Generalsekretär) und
Gary FUNCK (FUEV-Sekretär) Foto: Anne Busch
Die FUEV
- nimmt bedauernd zur Kenntnis, dass die sich neu konstituierende
Europäische Kommission keine ausdrückliche Zuständigkeit für Fragen der europäischen nationalen Minderheiten / Volksgruppen vorgesehen hat;
- begrüßt, dass der Kommissar für Bildung, Ausbildung und Kultur zukünftig ausdrücklich auch für die Vielfalt der Sprachen zuständig sein wird;
- erkennt an, dass die Einsetzung einer Gruppe von Kommissaren für Chancengleichheit auch für die nationalen Minderheiten und Volksgruppen
Europas eine bessere Beachtung ihrer Interessen bedeuten kann.
Unter Berücksichtigung
- des Verbots der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer
nationalen Minderheit, wie es in der in Nizza 2000 verabschiedeten und
durch den am 17. / 18. Juni 2004 beschlossenen Entwurf des Vertrages einer Europäischen Verfassung mit integrierter Charta der Grundrechte
festgeschrieben ist
- sowie der Erklärung von Laeken, die die Achtung der Minderheiten als Vorraussetzung für die europäische Integration festgeschrieben hat
- und unter Hinweis auf die 1993 durch den Europäischen Rat von
Kopenhagen festgelegten Beitrittskriterien, die als zentralen Punkt
die Achtung und den Schutz von Minderheiten beinhalten,
fordert die FUEV die Europäische Kommission auf,
- den in zahlreichen Dokumenten erklärten Minderheitenschutz
in ihren Politiken als maßgebliche Fragestellung mit zu berücksichtigen;
- die Achtung und den Schutz der Minderheiten nicht nur bei den
Verhandlungen mit neuen Beitrittskandidaten, sondern in der gesamten Politik der Kommission zu verfolgen, zu unterstützen, zu fördern und weiter zu entwickeln;
- das bereits mehrfach angekündigte Programm für weniger
gebräuchliche Sprachen und Kulturen zu verabschieden und zeitnah umzusetzen;
- die jetzt geschaffene Zuständigkeit für die Vielfalt der Sprachen
kontinuierlich auch zu einer Zuständigkeit für Minderheiten auszubauen;
- und dass ein(e) KommissarIn für die Koordination der sprachlichen,
kulturellen und rechtlichen Belange der nationalen Minderheiten verantwortlich zeichnet.
Flensburg, d. 03. September 2004
PRESSEMITTEILUNG 2004-47
Das Marathon Programm steht!
Erster sog. European Minority Marathon in Flensburg
FUEV-Präsidiumssitzung in Flensburg
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des innern,
Herrn Otto Schily und der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-
Holstein, Frau Heide Simonis findet in der kommenden Woche der sog.
erste European Minority Marathon statt. Zwar findet der eigentliche
Marathonlauf sowie kürzere Strecken erst am Sonntag, d. 05.
September statt, so haben die Minderheitenverbände in der deutsch-
dänischen Grenzregion sowie die FUEV ein umfangreiches Programm
erstellt, was jetzt als sog. pdf-Format erhältlich ist:
http://www.fuen.org/pdfs/20040826YOUMM_Programm.pdf

Das neugewählte Präsidium der FUEV wird ihre erste gemeinsame
Sitzung am Rande dieser Veranstaltung durchführen und sich
zusammen mit der Minderheitenbeauftragten des Landes Schleswig-
Holstein und FUEV-Beiratsvorsitzenden, Frau Renate SCHNACK,
im Rahmen einer
FUEV-Pressekonferenz am Freitag, d. 03. September 2004 um 13.00 h
in der Dänischen Zentralbibliothek (Blauer Saal),
Norderstr. 59 24939 Flensburg (http://www.dcbib.de) vorstellen.
Die FUEV ist davon überzeugt, daß diese Sportveranstaltung sehr
zum Völkerverständigungsgedanken beitragen kann und hofft, daß
möglichst viele Sportler nach Flensburg kommen, um sich neben
der wunderschönen Landschaft nahe der deutsch-dänischen
Grenze auch von der deutsch-dänisch-friesischen Minderheiten-
situation inspirieren zu lassen.
PRESSEMITTEILUNG 2004-46
FUEV-Kongreß in Polen als pdf-Format erhältlich
49. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 20-22 Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski (Groß Stein)
Vom 20.-22. Mai 2004 führte die FUEV ihren 49. Nationalitätenkongreß
in Verbindung mit ihrer obligatorischen Delegiertenversammlung im Schloß
Kamien Slaski (Groß Stein) durch.
Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation
im sog. pdf-Format erhältlich:
Kongreß: http://www.fuen.org/pdfs/20040820DOKU_KAMIEN_SLASKI.pdf
Delegiertenversammlung: http://www.fuen.org/pdfs/20040520FUEN_Assembly.pdf
PRESSEMITTEILUNG 2004-45
EU-Fraktion ethnischer Minderheiten?
Aktuell aus der Internet-Redaktion http://volksgruppen.orf.at vom 19/08/04
Die lettische Europa-Abgeordnete Tatjana Zdanoka plant die Gründung
einer Fraktion ethnischer Minderheiten im EU-Parlament. Unklar ist, welche
anderen Abgeordneten an der Bildung einer derartigen Fraktion
interessiert sein könnten.
Zdanoka, selbst Angehörige der russischen Minderheit und Vertreterin
der als Linkspartei eingestuften "Für Menschenrechte in einem Vereinten
Lettland" (PCTVL), sagte, ihr Projekt sei im "Projektstadium". Nach der
Sommerpause wolle sie es in Angriff nehmen.

Europa-Abgeordnete
Tatjana Zdanoka
Bereits erster Protest in Brüssel
Mitte Juli hatte Zdanoka in Brüssel mit einer Protestaktion gegen die
am 1. September in Kraft tretende lettische Bildungsreform für Ärger
unter ihren rechtsgerichteten lettischen Abgeordnetenkollegen gesorgt.
Die Reform sieht vor, die Anzahl der auf Russisch gehaltenen Unterrichts-
stunden an Minderheitsschulen zu reduzieren.
"Task Force" für Minderheiten in Europa
Zdanoka kündigte an, die Frage der vorwiegend russischsprachigen,
lettischen "Nicht-Bürger" in Brüssel auf die Tagesordnung setzen sowie
eine europäische "Task Force" für Minderheitenfragen ins Leben rufen zu wollen.
FUEV zum ersten Mal präsent beim Schleswig-Holstein-Tag
Minderheiten-Aktivitäten beim Schleswig-Holstein-Tag 13.-15.8.04 in Flensburg
Als Ausdruck der vorzüglichen Zusammenarbeit der nationalen
Minderheiten untereinander haben die dänische Minderheit in
Südschleswig, die deutsche Minderheit in Nordschleswig, die
Friesen und die Sinti & Roma beschlossen, auch beim dies-
jährigen "Tag" gemeinsam anzutreten.
Dies war vor zwei Jahren in Bad Segeberg, zwei Jahre vorher
in Kiel und wiederum zwei Jahre vorher in Rendsburg, wo die
dänische Minderheit zum ersten Mal an einem Schleswig-Holstein-
Tag teilnahm, auch der Fall.

Das Flensborghus - und sein riesiger Hof zum Hafen (siehe Foto) hinab -
wird zum SH-Tag Treff der nationalen Minderheiten im deutsch
-dänischen Grenzland.

In Flensburg bietet sich an, dass die Minderheiten - im übrigen
zusammen mit dem dänischen Grenzverein "Grænseforeningen"
, der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen / FUEV
(ihr Generalsekretariat befindet sich ebenfalls im Flensborghus-
Komplex) und dem Regionalbüro - sich im Hof des Flensborghus,
der zentralen Kultur- und Verwaltungseinrichtung der dänischen
Minderheit, darstellen und einen "Hof der Minderheiten" einrichten.
EBLUL wird neu organisiert
Gespräche mit Repräsentanten der Europäischen Kommission (06/08/04)
Die Präsdium des Europäischen Büros für wenige verwendete Sprachen
(EBLUL) traf am vergangenen Freitag Repräsentanten der Europäischen
Kommission (06/08/04) zwecks Behandlung der zukünftigen Entwicklung
der Organisation.
Im Gespräch mit der Presse betonte EBLUL-Präsident Bojan Brezigar,
...»daß nicht geleugnet werden kann, daß sich aufgrund eines Versehens
in unserem Vertrag mit der Europäischen Kommission ein
krisenhaftes Jahr abzeichnet wird. Die Kommission unterstrich
zwar eine fortlaufende Unterstützung für EBLUL
allerdings aufgrund von neuen finanziellen Regelungen.
Diese neuen Regelungen durch die Kommission
verursachen ein Umdenken.Es bedeutet, daß EBLUL
seine Struktur reorganisieren muß - vor allen Dingen
weniger Personal in seinem Hauptbüro. Es bedeutet
auch, daß wir vermehrt Organisationen einladen, an
Aktivitäten teilzunehmen, um wenig-verwendete Sprachen
und linguistische Vielfalt zu fördern und
gleichzeitig sicherzustellen, daß diese Aktivitäten innerhalb
der betroffenen Gemeinschaft stattfinden«.
Gleichzeitig dankte Brezigar im Namen des EBLUL-Präsidiums
allen Mitarbeitern und vor allen Dingen den EURLANG-
Journalisten, die zum Teil auf freiwilliger
Basis ihre Dienste verrichtet haben.
August-Newletter der Deutschen Minderheit in Dänemark
Der Bund deutscher Nordschleswiger veröffentlicht jeden Monat einen
sog. Newsletter mit Informationen über die Arbeit der deutschen Volksgruppe in Dänemark.
Die August-Ausgabe des BDN-Interna befaßt sich u.a. mit folgenden Themen:
Nordschleswig-Tage in Rendsburg (27.-29. August)
Schleswig-Holstein in Flensburg (13./14August)
Termine
Mitarbeiterporträt
und ist auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040809BDN_InternaJAugust.pdf
Kein Geld von der EU : EBLUL sperrt Büro in Brüssel
Aktuell aus der Internet-Redaktion http://volksgruppen.orf.at vom 08/08/04
Wolfgang Mayer von der Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet
von der drohenden Schließung des Brüsseler Büros der EBLUL, des
European Bureaus for Lesser Used Languages.
...Grund für die Schließungspläne sind Finanzprobleme, sagt Wolfgang
Mayer von der Gesellschaft für bedrohte Völker in Bozen.
Die EBLUL habe zuletzt einen Finanzierungsantrag bei der EU-
Generaldirektion für Kultur zu spät eingereicht und muß daher
nun das Büro der EBLUL und die Nachrichtenagentur Eurolang
in Brüssel auflassen...Mitarbeiter sind bereits entlassen, sagt Wolfgang
Mayer in einem Telefonat...
...Mayer meint, Hintergrund der jetzt bevorstehenden
Schließung des Büros der EBLUL in Brüssel könnten die
Aktivitäten der Organisation in Griechenland und Spanien
gewesen sein. Von beiden Staaten hat es wegen des Einsatzes
der EBLUL für nationale Minderheiten in diesen Ländern scharfe
Kritik an der Tätigkeit gegeben. Auch sei die angebliche Frist-
versäumnis nur die Folge einer falschen Angabe aus der EU
gewesen, sieht Mayer hier Zusammenhänge.
EBLUL wurde 1982 auf Forderungen des Europäischen
Parlaments gegründet und ist als Netzwerk in allen EU-
Staaten präsent. Im Jahr 2000 wurde von EBLUL Eurolang
als eine internationale Nachrichtenagentur über Volksgruppen
sprachen ins Leben gerufen. Präsident der EBLUL ist Bojan
Brezigar, Chefredakteur des "Primorski Dnevnik", der Zeitung
der slowenischen Minderheit in Italien...
Quellenangabe:
http://volksgruppen.orf.at/volksgruppen/aktuell/stories/8506/
Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit" war ein grosser Erfolg!
Aysun Kacar aus Flensburg/Flensborg ist die Gewinnerin
Wanderausstellung geplant
Der Wettbewerb "Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit" war ein grosser Erfolg.
Das Organisationskommittee, bestehend aus dem Netzwerk zweisprachiger
Städte, der Stadt Biel/Bienne und dem Forum für die Zweisprachigkeit,
möchten sich ganz herzlich bei allen 14 teilnehmenden Gemeinden bedanken.
Die Gewinner sind:
1. Aysun Kacar, Flensburg/Flensborg, 119 Punkte (siehe Foto)
2. Jens Kazmarek, Bautzen/Budysin, 101 Punkte
3. Joe Annicchiarico, Luxembourg/Lëtzebuerg/Luxemburg, 80 Punkte

Die Gewinner und die erreichten Punkte der einzelnen Zeichnungen sind ab
jetzt auf der folgenden Webseite abrufbar:
http://www.bilinguisme.ch/competition-wettbewerb
Internationales Festival "XXII. Lemkische Watra" in Zhdynia
und IV. Internationale Kunstausstellung "Lemkisches Jerusalem"
in Gorlice, Polen
Vom 23. bis 25. Juli feierte in Zhdynia (Polen) die "Vereinigung
der Lemken in Polen" ihr XXII. Festival "Lemkische Watra".
Lemken sind eine ethnische Gruppe der Ukrainern, früher unter
dem Namen Ruthenen bekannt. Mehrere Tausend Lemken/
Ruthenen/Ukrainer aus Polen, der Slowakei, der Ukraine, Kanada
und Gäste aus vielen Ländern Europas versammelten sich zum
tradionellen Watra-Festival der Lemkischen Kultur. "Watra" be-
deutet im lemkischen Dialekt der ukrainischen Sprache "Freuden-
feuer in den Bergen". Das lemkisch-polnische Dorf Zhdynia liegt in
unmittelbarer Nähe der polnisch-slowakischen Grenze. Der
Grenzübergang Konieczna/Becherov in de n Niederen Beskiden
wurde vor einigen Jahren auf Grund des Bedarfes durch das jährlich
stattfindende Watra-Festival eröffnet. Die historische Region
"Lemkowyna" beiderseits der heutigen polnisch-slowakischen
Grenze ist seit dem 13. Jahrhundert Siedlungsgebiet der Lemken
/Ruthenen. Nach 1944 wurden mehrere Hunderttausend Lemken
in die Ukraine deportiert und viele ihrer Dörfer zerstört. Nur noch
Kreuze, Friedhöfe und vereinzelte Obstbäume zeugen von den
verschwundenen Dörfern der Lemken. In der sogenannten
Operation "Weichsel" wurden 1947 etwa 150 000 ethnischer
Lemken/Ukrainer aus dieser Region vertrieben und zerstreut in
den Westen und Norden Polens umgesiedelt. Diese "ethnische
Säuberung" vor 57 Jahren wurde bisher (noch) nicht vom
Polnischen Parlament offiziell mißbilligt wenngleich in den letzten
Jahren ein langsamer Prozess der Vergangenheitsbewältigung
in Gang gekommen zu sein scheint und sich die lemkisch-
polnischen Beziehungen langsam zu bessern scheinen. Während
des alljährlichen Watra-Festes treffen sich e thnische Ukrainer
verschiedener Generationen und aus der ganzen Welt inmitten
der herrlichen Berge der Niederen Beskiden und pflegen ihre
lemkischen Traditionen. In vielen Dörfern der lemkischen Region
zeugen mit Schindeln verkleidete hölzerne Griechisch-Katholische
und Griechisch-Orthodoxe Kirchen von lemkisch/ruthenischen
religiösen Traditionen.

Am 23. Juli wurde in der "Kunstgalerie Ma?opolska" in Gorlice,
einer etwa 10 km nördlich von Zdynia gelegenen Stadt, die IX.
Internationale Kunstaustellung "Lemkisches Jerusalem" mit Werken
junger lemkisch/ruthenischer Künstler aus Polen, der Slowakei,
der Ukraine und Rumänien eröffnet.
Projektion der Minderheitensprache
in die breite Öffentlichkeit
3. Seminar für Minderheiten ohne sog. »kinstate« in Ladien (Italien)
Minderheiten ohne Staat aus ganz Europa haben sich
am 17. und 18. Juni 2004 auf Einladung der Union Generela
di Ladins dla Dolomites im Gadertal eingefunden, um dem 3.
Seminar der Minderheiten ohne Kin-State der FUEV beizuwohnen.

ca. 25 Vertreter aus 8 verschiedenen Staaten nahmen am 3ten Seminar dieser Art in Ladinien teil.
Vorausgegangene Seminare fanden in Nordfriesland und in Pommern bei den Kaschuben statt.
Gekommen waren Vertreter der Räto-Romanen aus Graubünden,
der Okzitaner aus Piemont, der Westfriesen aus den Niederlanden,
der Sorben und Nordfriesen aus Deutschland, der Cornwaliser
aus Großbritanien, der Aromunen aus Bulgarien, der Aromunen
aus Mazedonien und der Ladiner aus Südtirol. Verschieden sind
natürlich die Situationen der einzelnen Sprachen in ihren Ländern,
es konnte aber doch ein gemeinsamer Nenner gefunden werden:
die Minderheit selbst muss als solche an die Öffentlichkeit gehen
wollen. Das geht dann von der Hartnäckigkeit und vom Trotz der
niederländischen Friesen bis hin zu den verschwindend kleinen
Möglichkeiten der Aromunen in Mazedonien.

FUEV-Vizepräsident Dr. Nigel
Hicks überbrachte im Namen
der FUEV ein Grußwort
Die Gespräche im Gadertal sind offensichtlich auf fruchtbarem Boden
gefallen, denn die Minderheitenvertreter haben beschlossen, sich auch
in den kommenden Jahren treffen zu wollen, um Gemeinsam-
keiten und Unterschiede zu ergründen und aufzuarbeiten. In den
freien Stunden der Kongresstage besuchten die Minderheiten-
vertreter das Museum Ladin, das Ladinische Kulturinstitut, das
Mühlental in Lungiarü, die Zentrale der Generela in Urtijëi/
St. Ulrich und die Redaktion der Usc di Ladins besichtigt.
(von Diego Clara, Al Plan de Mareo/St.Vigil in Enneberg, Ladinia)
Eine ausführliche Dokumentation ist demnächst erhältlich.
Deutsche Minderheit in Dänemark mit eigenem Newletter
Der Bund deutscher Nordschleswiger veröffentlicht einen
sog. Newsletter mit interessanten Informationen
über die Arbeit der deutschen Volksgruppe in Dänemark.
Die Juli-Ausgabe des BDN-Interna befaßt sich mit folgenden Themen:
Sprachenpakt: Europarat kritisiert Dänemark
Borderland Jugendkunstprojekt lädt ein
Simonis unterstützt Projekte
Knivsbergfest 2004
Termine
Mitarbeiterporträt
und ist auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040618BDN_InternaJuli.pdf
FUEV-Delegiertenversammlung als pdf-Format erhältlich
Am 20. Mai 2004 führte die FUEV ihre obligatorische
Delegiertenversammlung iim Schloß Kamien Slaski (Groß Stein) durch.
Entsprechende Beschlüsse sind ab sofort als Dokumentation
im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040520FUEN_Assembly.pdf

Die Hauptresolution der diesjährigen Delegiertenversammlung
der FUEV richtete sich u.a. an die »alten« Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union. Die FUEV fordert von ihnen, dieselben
Verpflichtungen im Bereich des Minderheitenschutzes zu
erfüllen, die von den neuen Mitgliedern der EU im Rahmen
der Ost-Erweiterung gefordert werden. Neben der Haupt-
resolution verabschiedete die Delegiertenversammlung
verschiedene Aufrufe. Alle verabschiedeten Resolutionen
sind erhältlich unter:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5c_2002.html
Der komplette 49. FUEV-Nationalitätenkongreß ist demnächst erhältlich.
Wahlaufruf der Jugend Europäischer Volksgruppen
zur Europawahl:
Geht wählen und setzt euer Kreuz (richtig)
Vom 10. bis zum 13. Juni stehen in der Europäischen Union die Wahlen zum
Europäischen Parlament an. Nach der historischen Osterweiterung sind die
BürgerInnen aus 25 Mitgliedsstaaten an die Wahlurnen gerufen.

Der Präsident der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) Stephan Kleinschmidt
ruft vor allem die Jugend und Minderheitenangehörige auf, von ihrem Wahlrecht
Gebrauch zu machen und wählen zu gehen. Die Entscheidungen in Brüssel und
Straßburg beeinflussen die Minderheiten- und Jugendarbeit. Die JEV ist in vielen
Aspekten von einer positiven Einstellung der Europäischen Gremien abhängig.
Daher setzt Euer Kreuz richtig und überlegt, aber vor allem geht wählen, meint
Stephan Kleinschmidt.
Weiters empfiehlt der Präsident der JEV: Setzt auf den Kandidaten, der aus einer
Minderheit stammt, oder wählt als Alternative jenen, der sich bereits eindeutig für die
Minderheiten und ihre Berücksichtigung eingesetzt hat.
Die Hauptversammlung der JEV hat in Christianslyst (Deutschland) eine Resolution
verabschiedet, in der sie die Europäische Union und die respektiven Staats- und
Regierungschefs auffordert, ihre Verpflichtungen gerecht zu werden, gefährdete
Sprach- und Kulturminderheiten sowie den Minderheiten den notwendigen Schutz
und die unerlässliche Förderung zuteil kommen lassen, die ihnen zusteht. Um dies
am effektivsten umzusetzen, forderte die JEV, dass der Europäischen Verfassung
ein Passus zum Schutz und der Förderung der oben genannten Minderheiten
zugefügt wird.
Weitere Einzeleheiten:
http://www.yeni.org
Linkempfehlung der JEV zur Wahl:
http://www.elections2004.eu.int/elections.html
http://www.votematch.net
http://www.youthdecide.com
Projektion der Minderheitensprache in die breite Öffentlichkeit:
3. Internationales Seminar für Minderheiten ohne Kin-State
FUEV-Seminar in Zusammenarbeit mit der Autonomen Region Trentino,
der Union Generela di Ladins dla Dolomites vom 17./18. Juni 2004
n Ladinien Stern/La Ila, Gadertal/Val Badia, Südtirol, Italien
Vom 17/18 Juni 2004 wird das 3te Seminar für Minderheiten ohne sog.
»kinstate« durchgeführt. Teilnehmende Minderheiten sind die Friauler,
Okzitanier und Ladiner (alle Italien), Rätoromanen (Schweiz), Galizier
(Spanien), Nordfriesen und Sorben (beide Deutschland), Friesen
(Niederlande), Aromunen (Bulgarien), Cornwalliser (Großbritannien)
und Aromunen (Mazedonien)

Die offi zielle Eröffnung des Seminars wird von
Dr. Veronika Stirner Brantsch (Landtagspräsidentin von Südtirol)
Dr. Florian Mussner (ladinischer Landesrat von Südtirol und Regionalassessor)
Dr. Ugo Dorigo (Bürgermeister der Gemeinde Abtei)
Nani Pellegrini (Präsident der Union Generela di Ladins dla Dolomites)
Dr. Martha Stocker (Vizepräsidentin der FUEV)
Dr. Nigel Hicks (Vizepräsident der FUEV, Sprecher der Minderheiten
ohne Kin-State) vorgenommen.
Die Veranstalter rechnen mit ca. 40 Personen aus acht verschiedenen Staaten.
Die Konferenz wird in Englisch, Deutsch und Italienisch durchgeführt.
Weitere Einzelheiten zum Seminar entnehmen Sie bitte beigefügtem
Link:http://www.fuen.org/pdfs/20040609Ladinia_D.pdf
Dänische Minderheit veranstaltet ihr 80. »Årsmøde«
Dänisches Jahrestreffen ("Årsmøde") am 11.-13. Juni 2004
Das traditionelle Jahrestreffen in diesem Jahr unter dem Motto
»Wir treffen uns mit dem Westnorden« (»Vi møder Vestnorden«)
- Vier Parlamentspräsidenten und zwei dänische Minister dabei
FLENSBURG / SCHLESWIG / HATTSTEDT.
Die schleswig-holsteinische Landesregierung ist bei den 80.
dänischen Jahrestreffen ("Årsmøde") am 11.-13. Juni in
Südschleswig in diesem Jahr nicht vertreten, aber Landtags-
präsident Heinz Werner Arens hat sein Erscheinen zugesagt,
ebenso wie der Präsident des Kopenhagener »Folketing«
Christian Mejdahl.
Weitere Parlamentsvertreter kommen ebenfalls: Der Präsident
des grönländischen »Landsting« Jonathan Motzfeldt und sein
färöischer Kollege Høgni Hoydal, Mitglied des färöischen »Lagting«.
Die Regierung des Königsreichs Dänemark entsendet ihren
Kulturminister Brian Mikkelsen und ihren Integrationsminister
Bertel Haarder.
Alle politischen Vertreter dokumentieren durch ihr Erscheinen
die Verbundenheit zwischen dänischer Minderheit und Dänemark/
Skandinavien. Daß auch die dänischen Südschleswiger den
Anlass nutzen, um zu zeigen, wer sie sind, versteht sich von
selbst. Daher bemühen sich die veranstaltenden Ortsverbände
des Südschleswigschen Vereins, nicht nur Gäste aus Dänemark
/Skandinavien sondern auch prominente dänische Südschleswiger
einzuladen, damit neben allem Spaß und Vergnügen an diesem
Wochenende auch der Ernst der Dinge nicht zu kurz kommt.
Zu den 40 Veranstaltungen an diesem Wochenende erwartet
der Verstanstalter, der Kulturträger der Minderheit, »Sydslesvigsk
Forening« (Südschleswigscher Verein) an die 20.000 Menschen
- dänische Südschleswiger, Dänen und deutsche Gäste.
»Sydslesvigsk Forening« betont aber, dass die Jahrestreffen
von allen dänischen Minderheitenorganisationen getragen werden.
FUEV begrüßt Entwurf eines Friesisch-Gesetz
Dr. Ludwig Elle bei Anhörung in Bredstedt am 02. Juni 2004
Der friesische SSW-Abgeordnete Lars HARMS begrüßte
die überwiegend positiven Stellungnahmen zum Entwurf
eines Friesisch-Gesetz bei der gestrigen Anhörung des
Schleswig-Holsteinischen Landtages im Nordfriisk Instituut in Bredstedt:
Die Anhörung zeigt, dass das Friesisch-Gesetz eine Vielzahl
von neuen Möglichkeiten bietet, wie man die friesische Sprache
in Verwaltungen berücksichtigen kann. Dabei beruhen die
Regelungen auf Freiwilligkeit. Durch die Verabschiedung des
Friesisch-Gesetzes erfüllt das Land Schleswig-Holstein weitere
Punkte der Europäischen Sprachencharta, die man dann
nachmelden kann. So wird auf europäischer Ebene deutlich,
dass das Land Schleswig-Holstein weitere positive Schritte
in der Minderheitenpolitik geht. In der Anhörung wurde deutlich,
dass das vorgelegt Gesetz sowohl im niederländischen Friesland
als auch bei den Sorben in Sachsen und Brandenburg auf positive
Resonanz gestoßen ist. Das heißt, dass Friesisch-Gesetz ist nicht
nur ein Vorteil für die Friesen, sondern dient auch dem Renommee
des Landes Schleswig-Holstein, so Lars Harms.
Der SSW hat das Friesisch-Gesetz im Januar in den Landtag eingebracht.
In der gestrigen Anhörung konnten u.a. der Friesenrat, Friisk Foriining,
Nordfriesischer Verein, Nordfriisk Instituut, die Minderheitenbeauftragte
Renate Schnack zum Gesetzentwurf Stellung nehmen. Auch die FUEV -
vertreten durch Dr. Ludwig ELLE - hat eine Stellungnahme zum
Gesetzesentwurf eingebracht, die auf nachfolgendem Link erhältlich ist:
http://www.fuen.org/pdfs/20040527RA_Friesengesetz.pdf
Kongreß des European Free Alliance - Rainbow party
Konferenz am 30. Mai 2004 in Thessaloniki / Solun
FUEV wird von Bela Tonkovic vertreten
Der Kongreß des European Free Alliance Rainbow Party
findet am Sonntag, d. 30. Mai 2004 in Thessaloniki
/ Solun im Hotel CAPSIS statt.

Ursprünglich war die Veranstaltung im November in Edessa/
Voden geplant. Sie wurde aber zwei mal abgesagt aufgrund von
Drohungen aus dem rechtsextremistischen Umfeld (Golden Dawn"
und "Greek Patriotic Front).
Unter den Teilnehmern werden MAYOL MICHEL, JOSEPH,
AUGUSTE, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vertreter des
European Free Alliance (EFA), BELA TONKOVIC, ehem. Vize-Präsident
und jetziger Berater der FUEV und GEORGE NAKRATZAS,
Berater in Balkanangelegenheiten der European Free Alliance (EFA).
anwesend sein.
FUEV-Beirat im Schloß Kamien Slaski / PL
49. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 20. - 22. Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski / PL
Der im Juni 2000 in Komarno/Komaron (SK) ins Leben gerufene Beirat traf
sich ebenfalls zu einer Sitzung. Die Vorsitzende des FUEV-Beirats, die
Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Frau Renate
Schnack, nutzte die Gelegenheit, die jüngste Arbeit des FUEV-Beirates
zu präsentieren.

Renate Schnack (stehend) während der FUEV-Beiratssitzung.
In einem vertiefenden Gespräch, wo u.a. anderem »Der FUEV-Beirat
und dessen ideelle und finanzielle Unterstützung der Ziele der FUEV«
zu Sprache kamen, konnte Frau Schnack zahlreiche Vertreter der
Parlamente und Regierungen, in denen FUEV-Mitgliedorganisationen
leben, begrüssen (siehe Fotos).

Der Beirat ist ein informelles Informations- und Austauschorgan,
das die Tätigkeiten der FUEV begleiten und unterstützen soll. Mit der
Schaffung des Beirates betonen sowohl die FUEV als NGO, als auch die
staatlichen Vertreter den Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit, ohne
die Minderheitenfragen nicht zufriedenstellend angegangen und gelöst
werden können. Weitere Sitzungen sind demnächst vorgesehen.
Chancen und Risiken für nationale Minderheiten
im »erweiterten Europa«
49. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 20. - 22. Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski / PL
Vom 20.-22. Mai 2004 führte die Föderalistische Union Europäischer
Volksgruppen FUEV ihren 49. FUEV-Nationalitätenkongreß und ihre
Delegiertenversammlung im Schloß Kamien Slaski / PL durch.
Es war nach 1994 in Gdansk / Danzig das 2te Mal, daß die
FUEV ihren Nationalitätenkongreß in Polen durchführte.

Der Kongreß wurde von über 180 Teilnehmern aus 26 verschiedenen
Staaten besucht
Der Kongreß widmete sich dem Thema »EU-Erweiterung -
Chancen und Risiken für die nationalen Minderheiten« und
wurde von über 180 Teilnehmern aus 26 verschiedenen
Staaten besucht. Es handelte sich größtenteils um
Minderheitenvertreter/Innen der über 70 angeschlossenen
Verbände. Aber auch Staatsvertreter, Wissenschaftler und
eine Reihe Medienvertreter vor allen Dingen aus Polen waren
anwesend, zumal alle in Polen ansässigen Minderheiten die
Gelegenheit erhielten auf ihre spezifische Situation einzugehen.

Romedi Arquint
Die Veranstaltung wurde vom
FUEV-Präsidenten Romedi ARQUINT eröffnet. Europa muss
neue Identifikationsmöglichkeiten bieten. Ist es die politische
und militärische Grossmacht Europa, ist es der globalisierte
Konsummarkt mit Volkswagen und Pizza? Oder muss der
neue europäische Zusammenhalt nicht auch durch geistige
Werte gewährleistet werden? fragte Romedi Arquint in seiner
Eröffnungsansprache. Dabei wies er auf die Völkervielfalt als
geistiges Erbe, das es zu erhalten und zu pflegen gilt. Von
den neuen Mitgliedstaaten der EU erwartet er neue Impulse!
ARQUINTS Rede im Wortlaut:
http://www.fuen.org/pdfs/20040520RA_KamienSlaski.pdf
Weitere Vorträge gab es von den staatlichen Vertretern Polens
Heinrich KROLL (Abgeordneter im polnischen Parlament),
Woiwodin Elzbieta RUTKOWSKA
und Marschall Grzegorz KUBAT (beide Woiwodschaft Opole)
sowie Frau Merja LAHTINEN vom Europarat, die
den Stand des Rahmenübereinkommens zum Schutz
nationaler Minderheiten veranschaulichte.

V.l.n.r: Marschall Grzegorz KUBAT, Woiwodin Elzbieta RUTKOWSKA
(beide Woiwodschaft Opole), MP Heinrich KROLL, Merja LAHTINEN
vom Europarat sowie Ministerialrat im Deutschen Bundesministerium des
Innern, Dr. Detlev REIN
Als Festredner machte Pavlos VOSKOPOULOS auf die
unzufriedenstellende Minderheitensituation in Griechenland
- wenige Woche vor den Olympischen Spielen aufmerksam.
FUEV-Resolutionen richten sich an
die »alten« EU-Mitgliedsstaaten
FUEV-Delegiertenversammlung am 20. Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski / PL
Die Hauptresolution der diesjährigen Delegiertenversammlung
der FUEV richtete sich u.a. an die »alten« Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union. Die FUEV fordert von ihnen, dieselben
Verpflichtungen im Bereich des Minderheitenschutzes zu
erfüllen, die von den neuen Mitgliedern der EU im Rahmen
der Ost-Erweiterung gefordert werden. Neben der Haupt-
resolution verabschiedete die Delegiertenversammlung
verschiedene Aufrufe. Alle verabschiedeten Resolutionen
sind demnächst erhältlich unter:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5c_2002.html
Vier neue Vizepräsidenten im FUEV-Präsidium
FUEV-Delegiertenversammlung am 20. Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski / PL
Im Rahmen der FUEV-Delegiertenversammlung standen
Wahlen des Präsidiums auf der Tagungsordnung.
Für weitere 3 Jahre und wurden in ihrem Amt bestätigt:
Der amtierende FUEV-Präsident Romedi ARQUINT
(Rätoromane aus der Schweiz), Vizepräsident Hans Heinrich
HANSEN (Deutscher aus Dänemark) und Dr. Nigel HICKS
(Cornwalise aus Großbritannien).
Die bisherigen Vizepräsidenten Dr. Ludwig ELLE, Dr.
Bruno HOSP, Joseph v. KOMLÓSSY und Bela TONKOVIC
standen für eine weitere Amtszeit nicht wieder zur Verfügung.
An ihre Stelle traten Frau Zlatka GIELER ( Kroatin aus Österreich),
Dr. Martha STOCKER (Südtirolerin aus Italien), Dr. habil Georg
BRANKATSCHK (Sorbe aus Deutschland) und Heinrich SCHULTZ
(Südschleswiger aus Deutschland). Die Delegierten dankten
den scheidenden Vizepräsidenten mit lang anhaltendem Applaus.
Des weiteren beschäftigte sich die Delegiertenversammlung
mit den obligatorischen Regularien wie den Jahresberichten
2003 und dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2004.
Die Berichte wurden einstimmig genehmigt bzw. verabschiedet.
Die FUEV zählt jetzt 76 Mitgliedsorganisationen
aus 32 Staaten
FUEV-Delegiertenversammlung am 20. Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski / PL
Die Delegiertenversammlung der FUEV befasste sich am
20.5.2004 in Kamien Slaski (PL) u.a. sich mit Höherstufungen
von Mitgliedsorganisationen sowie mit Neuaufnahmen.
Demnach wurden nachfolgende Organisationen als
FUEV-Mitglieder aufgenommen:
Ordentliche Mitglieder:
RAINBOW European Movement (Mazedonische Minderheit / GR)
http://www.florina.org
Assoziation der gesellschaftlichen Vereine Internationaler
Verband der deutschen Kultur(Deutsche Minderheit / RUS)
http://www.mdz-moskau.de
Volksrat der Deutschen der Kirgisischen Republik
(Deutsche Minderheit / KG)
Assoziierte Mitglieder:
Weißrussen in Estland (Weißrussische Minderheit / EE)
Juden in Estland / EE
http://www.kosherdelight.com/Estonia.htm
Deutsches Kulturzentrum Hoffnung
(Deutsche Minderheit / MD)
Krimdeutsche-Stiftung e.V.
(Deutsche Minderheit / UA)
http://www.de.crimea.ua
Schäft qwant transnationaler Verein
für jenische Zusammenarbeit und Kulturaustausch / CH)
http://www.jenisch.info
Alle FUEV-Mitgliedsorganisationen auf einen Blick:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_3_2002.html
Nur noch wenige Tage
bis zum 49. FUEV - Nationalitätenkongreß
im Schloß Kamien Slaski
Die Vorbereitungen für den 49. FUEV-Nationalitätenkongreß
vom 20.5. 22.5. 2004 in Kamien Slaski (PL) sind weitgehend
abgeschlossen. Bereits über 180 Teilnehmer aus 26
europäischen und zentralasiatischen Staaten haben
sich zu der Veranstaltung angemeldet, welche im Schloß Kamien
Slaski (Groß Stein) in der Nähe von Opole / Oppeln an der polnisch
-tschechischen Grenze stattfinden wird.
Unter dem Tagungsthema EU-Erweiterung Chancen
und Risiken für die nationalen Minderheiten befasst sich
der diesjährige Kongreß mit den Folgen der EU-Ost-
erweiterung für die nationalen Minderheiten in den neuen
und alten Mitgliedstaaten.
Neben der Kongreßeröffnung durch FUEV-Präsident Romedi Arquint
haben Tadeusz MATUSIAK, Regierung Polens,
der Marschall der Woiwodschaft Opole Grzegorz KUBAT, Woiwodin
Elzbieta RUTKOWSKA und Merja LAHTINEN von Europarat.
weitere Grußworte angekündigt
Speziell über die schwierige Situation der Minderheiten
in Griechenland berichtet Pavlos VOSKOPOULOS von der
politischen Organisation der Mazedonen in Griechenland
Rainbow European Movement in seiner Festrede.
Desweiteren beschäftigt sich der Kongreß mit dem
internationalen Lobbyismus von Nichtstaatlichen Organisationen
sowie speziell den nationalen Minderheiten in Polen.
Auf der Tagungsordnung der FUEV Delegiertenversammlung
stehen am 20. Mai unter anderen Tagesordnungspunkten Wahlen
des Präsidiums, Aufnahme neuer Mitgliedsorganisationen sowie
Resolutionen an.
Weitere Informationen zum Ablauf des Kongresses sind erhältlich unter:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5b_2002.html
Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit
Gemeinsam mit der Stadt Flensburg beteiligt sich
die FUEV an dem Projekt Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit.
Das Projekt ist eine Initiative des Netzwerkes Zwei- und
Mehrsprachiger Gemeinden Europas, dessen Ziel es ist, die
Zusammenarbeit zwischen den zwei- und mehrsprachigen
Städten Europas zu fördern, und das besondere sprachliche
Erbe dieser Gemeinden zu bewahren, sowie dem Forum du
bilinguisme und der Stadt Biel / Bienne.

Kinder zeichnen Zweisprachigkeit soll jungen Menschen
Ansporn geben, sich mit der Zwei- oder Mehrsprachigkeit
in ihrer Umgebung auf kreative Weise auseinander zu setzen.
Eingeladen zum Mitmachen ist jede zwei- oder mehrsprachige
Gemeinde Europas. Einsendeschluß ist der 01.06. 2004,
nachdem im Vorfeld bereits eine Vorauswahl durch die
jeweiligen Städte stattgefunden hat.
Unter den internationalen Juroren sind auch der Mitarbeiter
der Lernenden Region Schleswig/Sønderjylland und Leiter
des Kindermuseums Flensburg, Claus SAX-HINRICHS
sowie FUEV-Generalsekretär Frank NICKELSEN
beteiligt.
Weitere Informationen sind erhältlich unter:
http://www.bilinguisme.ch
Deutsche Minderheit in Dänemark
zufrieden mit Regierungszusage
Pressemitteilung des Bundes deutscher Nordschleswiger vom 27/04/2004
Die deutsche Minderheit in Nordschleswig/DK ist zufrieden mit der Zusage
der dänischen Regierung, dass ihre soziale und kulturelle Arbeit in
einer neuen Kommunalstruktur gesichert werden soll. So steht es in dem
Positionspapier der Regierung, das Dienstagnachmittag in Kopenhagen
veröffentlicht wurde.
"Wir sind zufrieden damit, dass die Regierung ihr Versprechen
eingehalten hat, und uns jetzt verbindlich die Sicherung unserer
kulturellen und sozialen Arbeit bestätigt hat," so Hans Heinrich Hansen,
Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN).
"Die Weiterführung der Zuschussregelungen ist ein Schritt in die
richtige Richtung. Was unsere politische Vertretung betrifft, so freuen
wir uns darüber, dass die Regierung unseren politischen Einfluss sichern
will, falls die Strukturen für uns ungünstig ausfallen, " unterstreicht
Hans Heinrich Hansen.
Der Hauptvorsitzende der deutschen Minderheit weist darauf hin, dass ein
Modell, welches die Vertretung Kraft eigener Stimmen ermöglicht, immer
noch an erster Stelle steht.
"Wir sind außerdem immer noch der Meinung, dass eine Regionskommune
Nordschleswig der günstigste Rahmen für die Sicherung der Arbeit der
deutschen Volksgruppe und die weitere Entwicklung der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist", so Hans Heinrich Hansen.
Weitere Informationen:
Aus "Det nye Danmark" [Das neue Dänemark] Seite 41:
Die deutsche Minderheit
"Die Regierung wird der deutschen Minderheit weiter gute Bedingungen für
ihre kulturelle und soziale Arbeit sichern. Die Regierung wird die
ökonomischen Zuschussregelungen, die die Arbeit der Minderheit heute
fördern, weiterführen. In dem Umfang wie die Minderheit nach einer
Strukturreform keine politische Vertretung auf kommunalem oder
regionalem Niveau erreichen können wird, wird die Regierung konkrete
Vorschläge unterbreiten, wie eine fortgesetzte Einbeziehung der
Minderheit erreicht werden kann."
FUEV-Arbeit in Tokio vorgestellt
Dr. Koloman Brenner hält Vortrag an der UNO-Universität
Der FUEV-Beauftragter der Landesselbstverwaltung der
Ungarndeutschen, Dr. Koloman Brenner hielt am 17.
April 2004 an der UNO-Universität von Tokio einen Vortrag
mit dem Thema: Sprachliche Vielfalt in Ungarn FUEV für
mehr Minderheitenrechte in Europa. Die Konferenz wurde
von Linguapax Asia (UNESCO) organisiert und im Mittel-
punkt standen die Probleme der sprachlichen Vielfalt und
Minderheitenrechte im asiatischen Raum. Um europäische
Konzepte kennenzulernen, lud man Experten vom alten
Kontinent ein, so auch Brenner und Frau Dr. Herta Maurer
-Lausegger (Universität Klagenfurt), die über die Sprach-
vielfalt in Österreich sprach, mit dem besonderen Schwerpunkt
bezüglich der slowenischen Minderheit in Kärnten. An der
Konferenz sprachen Referenten über vielfältige Themen-
bereiche, von den australischen Aboriginals angefangen
über die Ainu-Gemeinschaft in Japan bis zu der bedrücken-
den Vielfalt von Sprachen und Dialekten in Thailand.

FUEV-Beauftragter der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen,
Dr. Koloman Brenner bei seinem Vortrag in Tokio
Während des Aufenthaltes in Tokio referierte Brenner auch
an der Universität Tokio für Fremdpsrachen über die Tätig-
keit der FUEV, wo in der darauffolgenden Diskussion die
Erweiterung der Europäischen Union und die daraus resul-
tierenden Entwicklungen im Bereich der Minderheitenrechte
im Mittelpunkt standen. Es wurde betont, daß die FUEV für
einen ähnlich hohen Minderheitenstandards hinarbeitet, die
in der gesamten EU dasselbe Niveau erreichen.
»Erfahrungen bündeln und als Beispiel
für andere europäische Regionen vorstellen«
DialogForumNorden traf sich am 20. April 2004 in Abenrå/Apenrade
Das DialogForumNorden hat sich am 20. April 2004 in Apenrade/
Aabenraa (DK) zu Gesprächen unter anderem mit dem wieder
gewählten Vorsitzenden der Jugend Europäischer Volksgruppen
(JEV), Stephan Kleinschmidt, getroffen. Ihm wurde auf Vorschlag
der Minderheitenbeauftragten Renate Schnack angeboten,
als ständiger Gast im DialogForumNorden mitzuwirken.
Im Verlauf der Sitzung berichtete der Hauptvorsitzende des
Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hans Heinrich Hansen,
von der dänischen Amts- und Kommunalreform, bei der die
Schaffung von größeren Verwaltungseinheiten im Mittelpunkt steht.

Die Vertreter der vier Minderheiten und Volksgruppen in Schleswig-Holstein
und in der Region Schleswig/Sønderjylland v.l.n.r:
Hans Heinrich Hansen (deutsche Minderheit in Dänemark),
Dieter Küssner (dänische Minderheit in Deutschland)
Matthäus Weiß (Landesverband der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein)
und Ingwer Nommensen (friesische Minderheit in Deutschland)
Hans Heinrich Hansen drückte die Befürchtung aus, dass die
die Strukturreform die kulturelle, soziale und politische Arbeit
der deutschen Volkgruppe gefährden könne. Der dänische
Staat hat sich in einer Reihe von internationalen Abkommen
dazu verpflichtet, die Rahmenbedingungen der deutschen
Minderheit nicht zu verschlechtern. Genau dies aber wäre die
Konsequenz der Strukturreform, wenn nicht besondere Rück-
sichten auf die deutsche Minderheit genommen werden,
betont Hans Heinrich Hansen.
Die Mitglieder des DialogForumNorden unterstützen den Wunsch
der deutschen Minderheit nach staatlicher Absicherung
der kulturellen und sozialen Arbeit, sowie die Forderung
nach einem Modell, dass es der deutschen Minderheit
erlaubt, auch in Zukunft Kraft eigener Stimmen politisch
vertreten zu sein.
Ein weiteres wichtiges Thema der Sitzung war die Frage,
wie die positiven Erfahrungen der Region auf dem Gebiet
der Konfliktlösung international zur Geltung gebracht werden
könnten. Es bestand Einigkeit darüber, dass die deutsch-
dänische Grenzregion verstärkt als Kompetenzregion für
Minderheitenfragen in Erscheinung treten soll.
»Wir wollen unsere Ressourcen und Erfahrungen bündeln und
unsere Region als Beispiel für andere europäische Regionen
vorstellen, fasst der Vorsitzende des Sydslesvigsk Forening,
Dieter Paul Küssner, den Entschluss zusammen.
Friesenratsvorsitzender Ingwer Nommensen begrüßte in
diesem Zusammenhang, dass hier natürlich auch die
Erfahrungen der Sinti und Roma und der Friesen gefragt seien.
DialogForumNorden
Die vier Minderheiten und Volksgruppen in Schleswig-Holstein
und in der Region Schleswig/Sønderjylland haben sich mit
Minderheiten-Politikern zum DialogForumNorden (DFN)
zusammengeschlossen, um bei minderheitenpolitischen
Fragen, die alle berühren, gemeinsam aufzutreten.
Das DialogForumNorden wurde Anfang 2004 gegründet.
Jobmesse für Roma in Rumänien
Die rumänische Nationale Arbeitsagentur plant eine
landesweite Jobmesse für Roma am 24.4.2004.
Die Vorbereitungen zur Messe beinhalten die lokale
Zusammenarbeit mit allen verantwortlichen Faktoren,
die Identifizierung von Roma, die als Geschäftsleute tätig
und interessiert sind, Arbeitsplätze für Roma anzubieten,
Identifizierung und Registrierung von Arbeitsagenturen und
arbeitssuchenden Roma, so wie die nötige Öffentlichkeitsarbeit.
Die Jobmesse findet im Rahmen der Implementierung der
neuen Regierungsstrategie zur Verbesserung der Lebens-
bedingungen der Roma statt. Auch innerhalb des nationalen
Plans für Arbeit werden die Roma als eine spezielle
Zielgruppe betrachtet.
Weitere in die Organisation mit einbezogene Institutionen sind
sowohl das Ministerium für Arbeit, Sozialwesen und Famile durch
die nationale Agentur für Arbeit, das Amt für Romafragen als
auch Vertreter der Zivilgesellschaft. Unter den einbezogenen
NGOs sind die Impreuna Entwicklungsagentur, das Roma-
Zentrum Romani Criss, das Roma-Zentrum für Öffentliche
Politik Aven Amentza und die Allianz für Roma-Einheit.
Jugend Europäischer Volksgruppen
feiert 20jähriges Bestehen
Oster Seminar vom 03. - 09. April 2004
in Christianslyst / Schleswig-Holstein
Mit einem Festempfang feierte die Jugend Europäischer Volksgruppen
am 04.04.2004 in Christianslyst (D) ihr mittlerweise zwanzigjähriges
Bestehen als von der FUEV unabhängiger Dachverband für
Jugendorganisationen von europäischen Minderheiten und
Volksgruppen. Unter den Gratulanten waren Vertreter der im deutsch
dänischen.friesischen Grenzland beheimateten Minderheiten,der
FUEV, der Landesregierung Schleswig-Holsteins, der Bundes-
regierung und des Königreiches Dänemark. Eröffnet wurde die
Veranstaltung von der Vorsitzenden der Sydslesvigsk danske
Ungdomsforeninger (SdU) Anne Kämper, die als Ausrichter
des diesjährigen Osterseminars ca 120 Jugendliche aus ganz
Europa begrüßen konnte, und JEV-Präsident Stephan
Kleinschmidt, der sich über die große Resonanz freute.

JEV-Präsident Stephan Kleinschmidt
Alle Redner bescheinigten der JEV ein hohes Maß an Kompe-
tenz und gesunder Kritikfähigkeit. Ministerialdirigent Dr. Detlev
Rein vom Bundesministerium des Inneren betonte, daß gerade
die gute, stabile Substanz, die die JEV aufweise, gepaart mit
Verhandlungsgeschick und Freundlichkeit, es für die Bundes-
regierung möglich mache, die Arbeit der JEV seit Jahren finanziell
zu unterstützen. Die Minderheitenbeauftragte des Landes
Schleswig-Holstein und Vorsitzende des FUEV-Beirates Frau
Renate Schnack stellte in ihrem Grußwort auch explicit die
Aufgabe der Jugend heraus, bestehende Formen kritisch zu
hinterfragen und immer wieder neue Ansätze und Vorschläge
zu unterbreiten. Dabei dürfe auch der Spaß und die Freude
an der Begegnung nicht zu kurz geraten. Die Jev habe es
immer verstanden, beides miteinander zu verbinden.

Ca 120 Jugendliche aus ganz Europa nehmen am diesjährigen
Osterseminar der JEV teil.
Die FUEV wurde u.a. vertreten durch den ehemaligen
Generalsekretär und ersten Vorsitzenden des früheren
Jugendkommitees der FUEV, aus der sich später die Jugend
Europäischer Volksgruppen gründete, Armin Nickelsen. Er
überbrachte die besten Grüße von FUEV-Präsident Romedi Arquint
und unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen beiden
Organisationen. Mit Spannung verfolgten die ungefähr 150
Gäste auch die Grußworte der ersten Präsidentin der JEV
Christel Petersen. Die Nordfriesin sprach über die ersten Jahre
der JEV und die Intentionen, die bei ihr eine Rolle spielten.
Die Minderheiten und kleinen Völker seien die Indianer Europas
so Petersen. Weitere Grußworte sprachen Ingwer Nommensen,
Präsident des Friesenrates, Peter Iver Johannsen, Bund
Deutscher Nordschleswiger und Anke Spoorendonk, Süd-
schleswiger Wählervereinigung (SSW).
Der Empfang schloß ab mit einer Festrede von Dr. Jörgen Kühl,
ehemaliger Sekretär der JEV, über den Aufbruch Ost in den
Jahren 1990-1993.
Das Osterseminar der JEV läuft noch bis 09.04.2004 und
schließt mit einem großen Gala-Abend, zu dem auch viele
ehemalige Mitglieder des Präsidiums erwartet werden.
Weitere Informationen sind erhältlich unter:
Weitere Information finden sich unter:
http://www.yeni.org
Pressemitteilung der JEV
Programm JEV-Osterseminar
Teilnehmer zum JEV-Osterseminar
Jugend Europäischer Volksgruppen
feiert 20jähriges Bestehen
Oster Seminar vom 03. - 09. April 2004
in Christianslyst / Schleswig-Holstein
m Rahmen ihres diesjährigen Osterseminars vom
03.-09.April 2004 feiert die Dachorganisation für Jugend-
organisationen von europäischen Minderheiten Jugend
Europäischer Volksgruppen JEV ihr zwanzigjähriges
Bestehen. Gegründet wurde der Verband, der aus der
Jugendorganisation der FUEV hervorgegangen ist, 1984
bei einem Treffen in Nordschleswig (DK). Gastgeber
dieses Jahr ist der Jugendverband der dänischen
Südschleswiger aus Deutschland. Zu einem Festempfang
am 04. April in Süderbrarup werden neben Politikern und
Minderheitenvertretern auch viele ehemalige Präsidiums-
mitglieder der JEV erwartet.

Weitere Information finden sich unter:
http://www.yeni.org
Pressemitteilung der JEV
Programm JEV-Osterseminar
Teilnehmer zum JEV-Osterseminar
FUEV und ECMI beraten über gemeinsame Aktivitäten
Am 31. März trafen sich Vertreter der FUEV, des
European Centre for Minority Issues (ECMI) und die
Minderheitenbeauftragte der Landes Schleswig-Holstein,
Frau Renate SCHNACK zu beratenden Gesprächen
zwecks gemeinsamer Aktivitäten.
Die FUEV war vertreten durch dessen Vizepräsident Hans
Heinrich HANSEN und Geschäftsführer Frank NICKELSEN.
Das ECMI durch dessen Direktor Marc WELLER,Vize-
Vorsitzende Gyde KÖSTER sowie Projektmanager Tom TRIER.
In einer freundlichen und konstruktiven Atmosphäre wurden
mögliche gemeinsame Projekte diskutiert. Im Zentrum stand
ein gemeinsames Projekt, welches demnächst der
Europäischen Kommission vorgelegt werden soll. Es wurden
aber auch über die unterschiedlichen Profile beider Einrichtungen
diskutiert und Grenzen aufgezeigt. Während die FUEV sich als
Interessen- und Solidargemeinschaft definiert, betrachtet sich das
ECMI einerseits als wissenschaftliches Institut und andererseits
aber auch als »Staatliche Nichtregierungsorganisation«; d.h.
sie spielt auf dem Terrain der Krisenintervention mehrere Rollen.
Unabhängig davon wurde vereinbart, den Informationsfluß
untereinander zu intensivieren und die Öffentlichkeitsarbeit
vor Ort zu verstärken.
»Erfreuliche Entwicklung in der Minderheitenpolitik
der Bundesrepublik Deutschland«
Geminsame Presseerklärung des Kulturträgers der dänischen Minderheit
»Sydslesvigsk Forening« und des SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtag
Dass die Bundesregierung der dänischen Minderheit und der
friesischen Volksgruppe einen jeweils eigenen Haushaltsansatz
im nächsten Bundeshaushalt zugesagt hat, bezeichneten Vertreter
des Kulturträgers der dänischen Minderheit »Sydslesvigsk Forening«
und des SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtag in einer gemein-
samen Presseerklärung als eine »erfreuliche Entwicklung in der
Minderheitenpolitik des Bundes«.
In einem Gespräch mit der Kulturstaatsministerin Christina Weiß, die
am 29. März 2004 zu einem Gespräch über nationale Minderheiten
mit Ministerpräsidentin Heide Simonis in Kiel und bei einem
anschließenden Empfang mit Vertretern der dänischen Minderheit,
der Friesen, der deutschen Nordschleswiger, der Plattdeutschen und
der Sinti & Roma zusammentraf, machten die Vertreter der dänischen
Minderheit deutlich, dass sich der deutsche Kulturbegriff deutlich vom
dänischen unterscheide.
»Wo man im Dänischen den Kulturbegriff breit verstehe, sei er
im Deutschen anders und umfasse beispielsweise nicht Schule,
Kirche, Jugend und Alter«, bedauert der Vorsitzende des Süd-
schleswigschen Vereins, Dieter Paul Küssner, Jarplund.
»Wenn man in Berlin an dieser Definition festhalte, könnte die
Folge sein, dass der dänischen Jugendverband, die dänische Kirche
und beispielsweise der dänische Schulverein in Südschleswig von
dem neu zu schaffenden Haushaltsansatz nicht profitieren können,
aber es sei zumindest ein Anfang, an dem es weiter zu arbeiten gelte«,
so die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk, Harrislee.
Spoorendonk und Küssner sind sich darin einig, dass mit dem
kommenden Haushaltsansatz eine »weitere erfreuliche Entwicklung
in der Minderheitenpolitik des Bundes« stattfinde, denn im Bundes-
haushalt hätten bisher nur die Sorben und die Sinti & Roma einen
eigenen Titel.
Erfreut seien die beiden Vorsitzenden auch darüber, dass ihre
Forderungen so vehement von Ministerpräsidentin Heide Simonis
unterstützt würden. Diese habe gegenüber Kulturstaatsministerin
Christina Weiß unterstrichen, dass »eine gesicherte finanzielle
Förderung der friesischen Volksgruppe und der dänischen Minderheit
mehr Sicherheit geben würde«, dass »Minderheitenförderung nichts
mit Abbau von Subventionen zu tun habe«, und dass der Schutz
nationaler Minderheiten in gemeinsamer Verantwortung von Bund
und Land liege.
OSZE-Konferenz über Menschenrechte in Wien
Pessimistische Grundstimmung nach UNO-Dekade
Dr. Koloman Brenner vertritt die FUEV 25.-26.03. 2004 in Wien
Die OSZE-Konferenz mit dem Titel Human Rights Education
And Training widmete sich einem Thema, das gerade in der
Stimmung nach den Anschlägen von Madrid hochaktuell ist.
Fast 50 Vertreter der OSZE-Staaten nahmen an der Konferenz
in der Wiener Hofburg teil und zahlreiche NGO-Vertreter.
Die FUEV wurde von Dr. Koloman BRENNER vertreten,
einem Deutschen aus Ungarn.

Manfred NOWAK vom Ludwig-Boltzmann-Intitut für Menschenrechte
sprach in seinem Grundsatzreferat darüber, daß die Ergebnisse
der Uno-Dekade bezüglich der Menschenrechte ein ernüchterndes
Ergebnis brachte. Lediglich 8 Mitgliedsstaaten gründeten nationale
Ausschüsse für diese Problematik und in 6 wurden nationale
Aktionspläne etabliert. Seine Schlußfolgerung lautete, daß eine
internationale Konvention entstehen sollte, über die menschen-
rechtsspezifische Erziehung. Das einzige Land, wo Fragen der
Menschenrechte auf allen Ebenen des Schulsystems Teile der
Curricula sind, ist Schweden, wie darüber auch die Referentin
Anna-Karin LINDBLOM vom schwedischen Justizministerium berichtete.
Zuza FIALOVA vom Slowakischen Zentrum für Menschenrechte
hob hervor, daß durch die Ausbildung in Menschenrechtfragen
die Demokratisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird.
Das Verhältnis zwischen Verwaltung und Bürgern sollte geändert
werden, auch im Bereich des Umgangs mit nationalen Minderheiten.
Allerdings läßt sich die Gesinnung der Menschen nur in einem
langen Prozeß verändern. Amnesty International verwies in der
Diskussion darauf, daß die NGOs ihr Know-how in Fragen der
Menschenrechte besser einsetzen sollten bei ihrer Lobbyarbeit
bei den Regierungen. Diese müssen wiederum aus ihrer Abwehr-
haltung herauskommen und realisieren, daß sie diese Verpflich-
tungen in international gültigen Vereinbarungen eingegangen
sind, und die NGOs wichtige Hilfe leisten können, bei der Bewälti-
gung dieser Problematik.

FUEV-Beauftragter der
Landesselbstverwaltung der
Ungarndeutschen,
Dr. Koloman Brenner
BRENNER bewertete die Konferenz als eine gute Erfahrung einerseits,
da in der Diskussion und in den Referaten mutige Beiträge zu
hören waren, die offen über die Probleme im Bereich der Menschen-
rechte und Minderheitenrechte sprachen. Andererseits wurden auch
die Grenzen der Entwicklung auf der zwischenstaatlichen
(diplomatischen) Ebene eindeutig.
FUEV Minderheitenseminar in Moldawien
FUEV-Delegation traf sich mit dem Ministerpräsident
der Republik Moldau, Vasilii TARLEV
Am 19. März 2004 veranstaltete die FUEV ein Minderheiten-
seminar für die in Moldawien ansässigen Minderheiten in der
Hauptstadt des Landes, in Chisinau. Es war das erste Mal, dass
sich die FUEV vertreten durch Vizepräsident Dr. Ludwig ELLE
und Generalsekretär Frank NICKELSEN der Minderheitensituation in
dieser Region Europas annahm.
Im Rahmen des Seminars stellten die Vertreter der Ukrainer,
Russen, Bulgaren, Gagausen, Weißrussen, Polen, Armenier,
Deutschen und der Sinti und Roma ihre jeweilige Situation dar.
Sie verwiesen auf durchaus (unter Berücksichtigung der generellen
Armut des Landes) vorhandene Möglichkeiten die eigene Kultur,
Religion und Sprache zu pflegen und auf das weitgehend konflikt-
freie Zusammenleben der Nationalitäten im Land. Mehrere Redner-
zeigten aber auch Probleme unterschiedlichster Art auf und verwiesen
darauf, dass sie nur wenig über die aktuelle Entwicklung der Minder-
heitenpolitik in Europa informiert sind. Ausdrücklich begrüßten sie
daher die Initiative der FUEV, das Land zu besuchen. Moldawien
hat das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minder-
heiten 1998 in Kraft gesetzt. Die Ratifizierung der 2002 unter-
zeichneten Charta der Regional- oder Minderheitensprachen steht
jedoch noch aus.

Zahlreiche Vertreter moldauischer Minderheiten-
verbände bekundeten ihr Interesse am Mitwirken in der FUEV.
Vizepräsident Dr. ELLE erläuterte in seinem Beitrag die grundlegenden
Prinzipien der Tätigkeit der FUEV als NGO und Solidargemeinschaft
der europäischen Minderheiten. Generalsekretär Frank NICKELSEN
informierte über die Struktur des europäischen Minderheiten-
Dachverbandes. Zahlreiche Vertreter moldauischer Minderheiten-
verbände bekundeten ihr Interesse am Mitwirken in der FUEV.
Am Nachmittag des 19. März 2004 empfing der Ministerpräsident der
Republik Moldau, Vasilii TARLEV, die Vertreter der FUEV. Im
Gespräch informierte Dr. ELLE den Ministerpräsidenten über die Ziele
und Aktivitäten der FUEV. Elle betonte, dass es aus Sicht der FUEV
wichtig ist, dass die Vertreter der nationalen Minderheiten in die
Entscheidungsprozesse der Minderheitenpolitik und die Implementierung
der Dokumente des Europarats aktiv einbezogen werden. TARLEV
wertete den Besuch der FUEV in Moldawien sehr hoch und stimmte
den Zielen und Prinzipien der FUEV, darunter, dass Probleme der
Minderheiten im Dialog gelöst werden sollten, ausdrücklich zu.
Zugleich drückte er die Erwartung aus, dass die Europäische
Union und namentlich die Bundesrepublik Deutschland Moldawien
stärker im Prozess der Demokratisierung und der wirtschaftlichen
und sozialen Modernisierung unterstützen sollten.

V.l.n.r.: Vladimir Spreizer, Dr. Ludwig Elle, Ministerpräsident Vasilii TARLEV
Frank Nickelsen, Valentina Nickelman-Chetu, sowie die langjährige Vorsitzende
des Deutschen Kulturzentrums Hoffnung, Frau Elli Pilarino
Die moldauischen Medien berichteten über das Minderheitenseminar
und den Besuch beim Ministerpräsidenten an herausragender Stelle,
so unter anderem in den russisch- und rumänischsprachigen Haupt-
nachrichtensendungen des Fernsehens. Siehe auch entsprechendes Video:
http://www.fuen.org/movies/20040319MD_Chisinau_wstr.mov
Am 20. und 21 März lernten Dr. ELLE und Frank NICKELSEN die Arbeit des
Verbandes der deutschen Minderheit in der Republik Moldawien
Hoffnung kennen und vereinbarten weitere Aktivitäten.
Alle Redemanuskripte werden im Rahmen einer ausführlichen
Dokumentation vorbereitet und demnächst erhältlich sein.
Public Movement Multinational Georgia und Georgian
Association of Ossetians fordern Gerechtigkeit
Im März 1993 wurde der Ossetier und georgische Staatsbürger
Shalva KUDUKHOV in seinem Apartement, das er von
Regierungsseite für seine Leistungen im Großen Vaterländischen Krieg
zugewiesen bekommen hatte, mehrfach bedroht von dem
Nationalgardisten Nuzar N., der die Wohnung offensichtlich
für eigene Zwecke gebrauchen wollte. Dieser Vorfall hat
inzwischen zu zahlreichen Gerichtsprozessen geführt und
endete beim Obersten Gerichtshof Georgiens. Einige Monate
zuvor wurde ein Familienmitglied KUDUKHOVS ermordet,
nachdem die Tat bereits vorher von Gardist Nuzgar N. angedroht
worden war. Trotzdem entschied der Oberste Gerichtshof gegen
KUDUKHOV. Man hat überhaupt keine Rücksicht genommen
auf die delikate Natur dieses Falles, denn die ethnische
Opposition hat die erwähnten Entwicklungen angeführt. Der
Oberste Gerichtshof bestätigte im Kern die Entscheidung, die
zuvor bereits von einem Gericht im Distrikt Tiflis gefällt worden war,
und nahm KUDUKHOV jeden Glauben an Gerechtigkeit, so Public
Movement Multinational Georgia in ihrer Presserklärung. Zusammen
mit der Georgian Association of Ossetians protestiert sie gegen die
Entscheidung des Obersten Gerichtshofes und fordert alle
internationalen Menschenrechtsorganisationen auf, sich mit diesem
Fall zu befassen und die Forderung der beteiligten NGO´s nach
einer fairen Behandlung KUDUKHOVS und ähnlicher Fälle zu unterstützen,
Rumänisches Büro für Interethnische Beziehungen
veröffentlicht Newsletter
Das Rumänisches Büro für Interethnische Beziehungen
veröffentlicht einen Newsletter mit interessanten Informationen
über die Arbeit der Behörde und ihrer Untergliederungen wie z.B
das Büro für Roma-Angelegenheiten (ORI) und der
PHARE-Implementierungseinheit (PIU).
Der Newsletter wird monatlich veröffentlicht, über Email verschickt
und gibt einen allgemeinen Einblick in die Arbeit dieser
Einrichtungen und deren Mitarbeiter.
Das Rumänisches Büro für Interethnische Beziehungen wird
geleitet von Staatssekretär Cristian Jura, der auch Anfang März
das FUEV-Generalsekretariat in Flensburg besuchte.
Zur Bestellung des Newsletters bitte wenden an:
Andreea.Gavriliu@dri.gov.ro
Rumänischer Staatssekretär besucht die FUEV
Cristian JURA und Ovidiu GANT zu Besuch im FUEV-Generalsekretariat
Am 10.März 2004 erhielt das FUEV-Generalsekretariat Besuch
von Staatssekretär Cristian JURA, Leiter des rumänischen
Departements für interethnische Beziehungen. Begleitet wurde
er dabei von Ovidiu GANT, Unterstaatssekretär für die deutsche
Minderheit, und Frau Luise SCHIFTER-POPESCU, Projektassistentin.
Organisiert wurde der Besuch durch die Hans Seidel Stiftung, auf deren
Einladung der Staatssekretär verschiedene Minderheiteneinrichtungen
in Deutschland besuchte.

v.l.n.r.: Ovidiu GANT und Cristian JURA
planen gemeinsame Projekte mit der FUEV,
die sich speziell mit der Minderheitensituation in
Rumänien befassen sollen.
Während seines Besuches bei der FUEV informierte FUEV-General-
sekretär Frank NICKELSEN ihn über die vielfältigen Aufgaben und
Tätigkeitsfelder der FUEV. Besonders interessiert zeigte sich Jura
über ein anstehendes Minderheitenseminar in Moldawien, dass die
FUEV in Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Minderheiten
veranstaltet und einen Besuch beim Premierminister der Republik
Moldawiens, Herrn Vasilii TARLEV beinhaltet. Auch über die Einbe-
ziehung des rumänischen Departements für interethnische Beziehungen
in den FUEV-Beirat wurde diskutiert, nachdem zuvor bereits ein
Gespräch mit der schleswig-holsteinischen Minderheitenbeauftragten
und Vorsitzenden des FUEV-Beirates Frau Renate SCHNACK
stattgefunden hatte.
Erfreut zeigte sich die Besuchergruppe über die Einladung zum
diesjährigen FUEV-Nationalitätenkongreß in Karmien Slaski (PL)
vom 20.-22. Mai.
Neben der FUEV und der Minderheitenbeauftragten Renate
SCHNACK besuchte die Delegation u.a. auch den Landesverband
der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein, das European Centre
for Minority Issues (ECMI) und Vertreter der Hans Seidel Stiftung
in München.
Weitere Informationen sind erhältlich unter:
http://www.hss.de
49. FUEV - Nationalitätenkongreß
vom 19.-23. Mai 2004 in Kamien Slaski (Groß Stein) / PL
Der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen,
Herr Romedi Arquint, lädt herzlich ein zum 49. FUEV - Nationalitätenkongreß im
Schloß Kamien Slaski (Groß Stein) vom 19.-23. Mai 2004
Die FUEV-Delegiertenversammlung und die Eröffnung des Kongresses finden im
Schloß Kamien Slaski (Groß Stein) statt. Die Unterbringung erfolgt im
Schloß Kamien Slaski (Groß Stein) sowie wahlweise im Hotel "Zajazd"
in Krapkowice / Krappitz (ca. 12 km von Kamien Slaski / Groß Stein entfernt).
Alle weiteren Details wie auch das Programm sind auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5b_2002.html
Jugend Europäischer Volksgruppen
feiert 20jähriges Bestehen
Oster Seminar vom 03. - 09. April 2004
in Christianslyst / Schleswig-Holstein
m Rahmen ihres diesjährigen Osterseminars vom
03.-09.April 2004 feiert die Dachorganisation für Jugend-
organisationen von europäischen Minderheiten Jugend
Europäischer Volksgruppen JEV ihr zwanzigjähriges
Bestehen. Gegründet wurde der Verband, der aus der
Jugendorganisation der FUEV hervorgegangen ist, 1984
bei einem Treffen in Nordschleswig (DK). Gastgeber
dieses Jahr ist der Jugendverband der dänischen
Südschleswiger aus Deutschland. Zu einem Festempfang
am 04. April in Süderbrarup werden neben Politikern und
Minderheitenvertretern auch viele ehemalige Präsidiums-
mitglieder der JEV erwartet.

Weitere Information finden sich unter:
http://www.yeni.org
1. Europäischer Minderheiten-Marathon in Flensburg
am 05. September 2004 in Flensburg
We like to invite YOU!, sagte Ulrich Scholl, Koordinator
des Organisationskommitees des 1. Europäischen Minderheiten
Marathons im Rahmen der EBLUL-Konferenz
Partnership for Diversity in Flensburg´s Rathaus.

v.l.n.r.: Brezigar, Scholl and Arquint.
Er richtete diese Einladung für die Veranstaltung
am 05. September 2004 an Bojan BREZIGAR, Präsident des EBLUL und
FUEV-Präsident Romedi ARQUINT, der die Veranstalter dazu
ermutigte, ein Sportevent im Geiste des internationalen
Verständnisses, besonders in der sich vergrößernden EU,
zu präsentieren.

In seinem kurzen Statement zeigte Romedi ARQUINT auf
das frisch entworfene Logo und bemerkte, dass YOU
nicht nur ein Hinweis auf die erste Sylbe des Wortes Europe
symbolisiert, sondern auch den Wunsch, dass so viele Athleten
wie möglich die Gelegenheit zur Teilnahme ergreifen werden.
Seit fünf Monaten bereits arbeitet das Organisationsteam
hinter verschlossenen Türen, um bereit zu sein für die Rolle
als Gastgeber für die erste Marathon-Veranstaltung in Flensburg.
Wir freuen uns auf die Teilnahme von Läufern und Inline-
Skatern aus ganz Europa, die eine neue Marathon-Route
ausprobieren und die schöne Region Schleswig/
Sønderjylland und ihre Bewohner kennenlernen wollen.
Ein besonderes Willkommen möchten wir richten an die
Angehörigen der Mitgliedsorganisationen der FUEV mit
ihrem Generalsekretariat und an das Europäische Zentrum
für Minderheitenfragen (ECMI) hier in Flensburg, wo diese
Organisationen eine große Menge an Kompetenzen
bündeln, erklärten Michael Diedolph und Gernot W.
Thomsen vom YOU!MM-Organisationskommitee.
Weitere Einzelheiten
http://www.flensburgmarathon.de
Partnership for Diversity Forum in Flensburg
Internationale Konferenz der EBLUL in Flensburg
Das Europäische Büro für wenig verwendete Sprachen (EBLUL)
organisiert vom 18-21. Februar 2004 eine Sprach- und
Minderheitenkonferenz unter dem Motto "Partnership for
Diversity Forum 2004 - Living Languages and Cultures -
Best Practise in Border Regions"). Die Veranstaltung, die
in Kooperation mit den in der deutsch-dänisch-friesischen
Region ansässigen Minderheiten durchgeführt wird, findet
im Flensburger Rathaus statt und wird von der Minister-
präsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Frau Heide SIMONIS und
dem Amtsbürgermeister des Amtes Sønderjylland / DK,
Herrn Carl HOLST eröffnet.

Die Veranstaltung besteht aus mehreren Arbeitsgruppen,
die sich allesamt mit der Sprachenvielfalt Europas befassen
und findet z. T. auch bei den Minderheiten vor Ort statt. So
sind Kulturabende bei der dänischen Minderheit, Ausflüge
zum Danevirkegården (wo sich u.a. auch die in Schleswig-
Holstein lebenden Sinti und Roma darstellen) nach Nord-
friesland (zu den Friesen) und Abenrå / Apenrade / Däne-
mark (zu den deutschen Nordschleswigern) geplant.
FUEV-Präsident Romedi Arquint wird in Eigenschaft als
Rätoromane in der Schweiz die grenzüberschreitende Zu-
sammenarbeit zwischen Frankreich und der Schweiz erläutern;
während FUEV-Vizepräsient Hans Heinrich Hansen als
Hauptvorsitzender der deutschen Minderheit in Dänemark
die kulturelle Vielfalt Dänemarks darstellt.
Das Programm ist auf nachfolgendem Link erhältlich
Partnership for Diversity Forum in Flensburg
Anders Tilly / Region Skåne besucht die FUEV
Vor wenigen Tagen besuchte der Abgeordnete in der
Region Skåne / Schweden, Anders TILLY das FUEV-
Generalsekretariat in Flensburg.
TILLY der von Frau Lisa STAEVES, die den Kontakt herstellte,
begleitet wurde, nutzte die Gelegenheit, sich eingehend mit
FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich HANSEN sowie der
Vorsitzenden des FUEV-Beirates, die Minderheitenbeauftragte
des Landes Schleswig-Holstein, Frau Renate SCHNACK zu
unterhalten. Er wurde zudem von Geschäftsführer Frank
NICKELSEN in die Arbeit und das Wirken der FUEV eingeführt.

v.l.n.r.: Hansen, Staeves, Schnack, Tilly.
Alle Beteilgten waren sich einig, den Kontakt mit der Region
Skåne zu intensivieren. Erste Schritte in diese Richtung war
die von allen FUEV-Vertretern ausgesprochene Einladung
zum nächsten FUEV-Nationalitätenkongreß in Kamien Slaski
sowie ein Gegenbesuch in der Region Skåne.
Eigener EU-Kommissar für Minderheiten-Integration gefordert
SPÖ-Europaabgeordnete: EU muss aktive Politik für Sinti und Roma betreiben
Auf Initiative der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament
und unter der Federführung von Delegationsleiter Hannes
Swoboda und der burgenländischen EU-Abgeordneten Christa
Prets fand vor wenigen Tagen im Europäischen Parlament in
Brüssel die Ausstellung 'Roma Policies in Austria, the Europe
an Union and beyond' statt. 'Damit und mit einer breit angelegten
Podiumsdiskussion über die österreichischen Erfahrungen im
Zusammenhang mit der Volksgruppe der Roma und Sinti wollte
die österreichische Delegation der Sozialdemokraten zweierlei
leisten: Auf das Integrationsproblem einer der größten Volkgrup-
pen in Europa aufmerksam machen und gleichzeitig die
österreichischen Erfahrungen der Sinti und Roma im Zusam-
menhang mit der europäischen Integration darstellen. Denn
Europa muss nicht nur eine Politik für Sinti und Roma betreiben,
sondern diese vor allem mit ihnen gemeinsam entwickeln und
umsetzen', erläutert Swoboda das Engagement der SP-Europa-
abgeordneten.

Christa Prets
Die Herausforderung und Aufgabe für Europa sei sowohl
qualitativ als auch quantitativ enorm, wie Christa Prets erläutert.
Denn in Europa leben rund 8 Millionen Roma und Sinti, davon
70 Prozent in Zentral- und Osteuropa sowie am Balkan. Prets:
'Die Integration dieser Minderheiten in die Gesellschaft ist gerade
angesichts der am 1. Mai bevorstehenden EU-Erweiterung
sowie der noch folgenden Erweiterungsschritte ein entschei-
dender Faktor.' Ziehe man zusätzlich die demographische
Entwicklung in Betracht, so könne die Antwort für die Zukunft
nur heißen: 'Mehr Chancen durch bessere Bildungsmöglich-
keiten, zusätzliche Ausbildungsangebote und mehr Arbeitsplatz-
initiativen.'
Deshalb fordern beide Europaabgeordneten eine umfassende
Volksgruppenpolitik, die Ausgrenzung und Benachteiligung
entschieden bekämpft. Diese Politik müsse nationale, regionale
und lokale Maßnahmen anregen, unterstützen und ergänzen.
'Und selbstverständlich muss die Mitwirkung der Roma und
Sinti selbst einen besonderen Stellenwert haben', betont
Swoboda.
Weitere Details:
http://www.spe.at
http://www.spe.at/default.asp?Hauptmenue=Aktuelles&ID=1376
FUEV-Präsident Romedi Arquint begrüßt die Initiative der
beiden EU-Politiker. Allerdings würde Arquint ein Kommissariat
nicht nur auf die Sinti und Roma beschränken, sondern
entsprechend ausweiten für eine Vielzahl von nationalen
Minderheiten und authochthonen Kleinsprachengruppen.
»Ein Kommissariat muß möglichst vielen Minderheiten in
Europa zugute kommen!«
Strukturreform in Dänemark
Deutsche Minderheit bangt um ihren Einfluss
In Dänemark wird die innenpolitische Diskussion zurzeit durch
eine bevorstehende Reform der kommunalen Struktur des
Königreiches dominiert. In diesem Zusammenhang äußert sich
die deutsche Volksgruppe sehr besorgt über ihren zukünftigen
politischen Einfluss im Königreich.
Hauptziel, der jüngst von einer Expertenkommission unter-
breiteten Vorschläge, ist eine effizientere Verwaltungslösung
in Form von größeren Einheiten. Dänemark ist zurzeit in drei
verschiedene Gebietskörperschaften unterteilt: Kommunen, Ämter
und die staatliche Ebene alle drei mit eigener Steuerkompetenz
und verschiedenen Aufgaben. Es wird erwartet, dass nach einer
neuen Kommunal- und Amtsreform keine Gemeinden unter
30.000 Einwohnern auf der Landkarte zu finden sein werden.
Die deutsche Minderheit, mit ihrem Hauptvorsitzenden, FUEV-
Vizepräsident Hans Heinrich Hansen an der Spitze, befürchtet,
dass die Volksgruppe nicht nur in der Wahrnehmung der
Entscheidungsträger, sondern auch im ganz konkreten
politischen Einfluss nach einer Reform an Bedeutung
verlieren wird. In neuen Großkommunen und Regionen wird
das Erringen politischer Mandate für die Minderheit sehr
schwer. Zurzeit ist die politische Vertretung der deutschen
Minderheit, die Schleswigsche Partei (SP), in fünf Kom-
munalräteen und mit einem Mandat im Amtsparlament vertreten.
»Ohne Sonderregeln hat die SP keine realistische Chance,
ein Mandat im Regionalrat einer Großregion zu erzielen«, so
jüngst der Vorsitzende der Volksgruppen-Partei, Gerhard
Mammen gegenüber der deutschen Tageszeitung in
Dänemark, Der Nordschleswiger.
Besonders die wohl nicht mehr zu verhindernde Auflösung
des Amtes Nordschleswig wird nicht nur von der deutschen
Volksgruppe, sondern auch von vielen dänisch gesinnte
Nordschleswigern bedauert.
Weitere Informationen zum Thema Strukturreform finden sich
auf der Internetpräsenz der deutschen Tageszeitung Dänemarks,
Der Nordschleswiger, unter www.nordschleswiger.dk
http://www.nordschleswiger.dk/artikel/7501
http://www.nordschleswiger.dk/artikel/7512
http://www.nordschleswiger.dk/artikel/7533
http://www.nordschleswiger.dk/artikel/7524
http://www.nordschleswiger.dk/artikel/7538
49. FUEV-Nationalitätenkongreß in Kamien Slaski (Groß Stein)
FUEV-Delegation zu Gesprächen in Opole / Oppeln
Der 49. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 19.-23. Mai 2004
findet in Kamien Slaski (Groß Stein) statt. Darauf einigten sich
die Vertreter der FUEV (Vizepräsident Herr Hans Heinrich HANSEN
und Generalsekretär Herr Frank NICKELSEN) mit den Gastgebern
in Polen (Vizemarschall der Woiwodschaft Opole, Herr Ryszard
GALLA sowie der Vizepräsident der Woiwodschaft, Herr
Richard DONTZA).

V.l.n.r: Nickelsen, Galla, Donitza und Hansen
Im Rahmen jener Kongreßvorbereitungen nutzten obige
FUEV-Vertreter die Gelegenheit, alle technischen Vorab-
klärungen zu treffen, die für derartige Veranstaltungen
erforderlich sind. Aber auch inhaltliche Schwerpunkte
wurden angesprochen:
Während alle FUEV-Mitgliedsorganisationen in Polen die Gele-
genheit erhalten werden, sich darzustellen, wird sich der kommende
Nationalitätenkongreß u.a. mit der EU-Erweiterung befassen.
Alle weiteren Einzelheiten folgen demnächst auf der
Internetseite der FUEV
DialogForumNorden stellt sich vor
Minderheiten in der deutsch-dänisch-friesischen Grenzregion
bilden gemeinsames Forum
Am 19. Januar 2004 wurde das sog. »DialogForumNorden«
der Presse vorgestellt. Das DialogForumNorden ist ein informeller
Gesprächskreis der dänischen Minderheit in Deutschland
der deutschen Minderheit in Dänemark, der Friesen (Friisk Foriining
und Nordfriesischer Verein) der Sinti & Roma, der Minderheiten-
beauftragten der Ministerpräsidentin, der deutschen Grenzvereine, der
»Jaruplund Højskole«, der Akademie Sankelmark, dem
Nordfriisk Instituut und der FUEV.

V.l.n.r: Hans Heinrich Hansen (deutsche Minderheit in Dänemark),
Dieter Küssner (dänische Minderheit in Deutschland)
Matthäus Weiß (Landesverband der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein)
und Ingwer Nommensen (friesische Minderheit in Deutschland)
Mit den drei Elementen Information, Koordination und Kooperation
soll die Durchsetzungsfähigkeit minderheitenpolitischer Anliegen
erhöht werden, ohne die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit
der Einzelorganisation oder Institution einzuschränken.
Die Koordination des DialogForumNordens haben bis auf weiteres
die Minderheitenbeauftragte der Ministerpräsidentin, Renate Schnack
und stellvertretend der Europaausschussvorsitzende, MdL Rolf Fischer,
einvernehmlich übertragen bekommen.
Das DialogForumNorden beabsichtigt, sich jeweils zu konkreten
Themen und Anlässen mit anderen Gruppen oder Organi-
sationen zusammen zu tun. So bereits geschehen bei der Brüsselreise
im November 2003.
Die gestrige Presskonferenz war auch gleichzeitig eine erste
gemeinsame Begegnung mit dem Beauftragten der Bundes-
regierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten,
Herrn Jochen Welt, MdB. Das DialogForumNorden
wünscht sich eine inspirierende und vertiefende Zusammenarbeit
mit dem Bundesbeauftragten und bietet im Gegenzug seine
Erfahrungen, Möglichkeiten und zukünftigen Projektideen dazu an.

V.l.n.r: Dr. Detlev Rein (Ministerialrat im BMI),
MdB Jochen Welt (Beauftragter der Bundes-
regierung für Aussiedlerfragen und nationale
Minderheiten), Renate Schnack (Minderheitenbeauftragte
der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein)
und MdL Rolf Fischer (Vorsitzender des Europaausschusses
im Schleswig-Holsteinischen Landtag)
Friisk Foriining begrüßt Gesetzesinitiative
für ein Friesisch-Gesetz
Die Friisk Foriining ist erfreut darüber, dass der
SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtag eine
Gesetzesinitiative zur Förderung des Friesischen im
öffentlichen Raum eingebracht hat.
»Dass Friesisch sprechen und Friesisch sein mehr
Platz in der Öffentlichkeit haben muss, ist eine alte
Forderung der Friesen. Durch ein Gesetz, das hier
deutlich macht, wie Friesisch in Zukunft geschützt und
gefördert werden soll, schafft das Land eine gute
Grundlage für die friesische Arbeit in Nordfriesland
und auf Helgoland«, sagte der Vorsitzende Jörgen
Jensen Hahn.
Hahn machte deutlich, dass das Friesisch-Gesetz gerade
auch unter europäischen Gesichtspunkten gesehen werden
muss. Durch ein Gesetz zur Förderung des Friesischen
erfüllen wir in Schleswig-Holstein Standards, die auch in
anderen Ländern und anderen Regionen mit Minderheiten
in Europa gelten."