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KONFERENZEN
2004 • 49. FUEV-Nationalitätenkongreß im Schloß Kamien Slaski
20040308-21 Minderheitenkonferenz in Chisinau / Moldawien
20040319 FUEV Seminar in Chisinau / MD (als M1 TV-Video)
20040617-18 03. Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin state« in Ladinien / Südtirol / Italien
20041008-09 Seminar in Almaty /Kasachstan
20041029 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Pecs / H (als TV Video)

DOKUMENTE / STELLUNGNAHMEN
20040527 FUEV Stellungnahme zum Entwurf eine Friesisch-Gesetz
20040903 Flensburger Erklärung
20041116 Einrichtung einer Europäischen Agentur für sprachliche Vielfalt

FUEV-DELEGIERTENVERSAMMLUNG
20040520 FUEN-Assembly im Schloß Kamien Slaski

MANUSKRIPTE

20040520 Romedi Arquint in Kamien Slaski
20040816 Romedi Arquint in Talinn
20040830 Hans Heinrich Hansen in Bergen
20040902 Dr Nigel Hicks in Flensburg
20041021 Heinrich Schultz in Feistritz/Gail

PRESSEMITTEILUNGEN

PRESSEMITTEILUNG 2004-73

Zukunft der Minderheitenpolitik der EU
Veröffentlichung des Open Society Institute in Budapest
herausgegeben von Gabriel N. Toggenburg
.

Toggenburg selbst untersucht die Möglichkeiten der Regelungen
für eine europäische Minderheitenpolitik, die er dringend notwendig
hält, da es ansonsten zu Konflikten zwischen einzelstaatlichem
Handeln und dem Gemeinsamen Markt kommt. Rachel Guglielmo
beschreibt die verschiedenen positiven und negativen Erfahrungen
im Bereich Minderheitenschutz während des Erweiterungspro-
zesses. Dies wird ergänzt durch den Beitrag von Gwendolyn
Sasse, der die Rolle der Kommission in diesem Prozess
analysiert. Die rechtlichen Grundlagen für ein zukünftiges
Monitoring des Minderheitenschutzes in der gesamten EU unter-
sucht Frank Hoffmeister. Diese Untersuchung wird ergänzt durch
den Beitrag von Bruno de Witte, der sich mit der Frage beschäftigt,
inwiefern die EU in Zukunft für Minderheitenfragen auf die von den
Regierungschefs unterzeichnete Verfassung zurückgreifen kann.
Rainer Hofmann und Erik Friberg untersuchen, wie die EU ihre
Kooperation mit dem Europarat verstärken könnte und sollte, um
Synergien zu nutzen und Doppelungen zu vermeiden. Schließlich
beschäftigt sich der Beitrag von Steve Peers mit der Situation von
Personen, die keine EU-Staatsbürgerschaft besitzen und unter die
Kategorie „neue Minderheiten“ fallen.



Die Veröffentlichung erscheint zu einem Zeitpunkt, in dem die EU
sich mit ihrer zukünftigen Politik im Bereich Minderheiten neu auf-
stellen muss und könnte Grundlage sein für eine von den minderheiten-
politischen Akteuren forcierte Entwicklung des Minderheitenschutzes
in der EU.


Die Veröffentlichung ist als PDF-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041221ToggenburgEURAC.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2004-72

FUEV-Seminar in Pécs / Ungarn als Video erhältlich
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
vom 28. - 31. Oktober 2004 in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
traf sich in diesem Jahr zum 14ten Male. Die Pressemitteilungen

Nr. 57 und auch 61 befassen sich eingehend mit dieser Veranstaltung.


Entsprechende Tagung ist ab sofort als Video erhältlich:
http://www.fuen.org/movies/20041029AGDM_Pecs.mov
Downloaden Sie entsprechenden Quicktime player (Win98/Windows2000XP oder Mac)



PRESSEMITTEILUNG 2004-71

Menschenrechtsbildung in Europa
als Forschungsprojekt
Forschergruppe besucht FUEV-Generalsekretariat

Am 30/11/04 besuchte eine Forschergruppe bestehend
aus Frau Dr. Claudia Mahler, Frau Dr. Anja Mihr sowie Frau Dr.
Reetta Toivanen das FUEV-Generalsekretariat in Flensburg
zwecks Vorstellung eines mehrjährigen Forschungsprojekts.
Die Damen wurden über die Ziele und das Wirken der FUEV
von Generalsekretär Frank Nickelsen eingeführt.


V.l.n.r: Dr. Claudia Mahler, Dr. Reetta Toivanen und
Dr. Anja Mihr

Gleichzeitig informierte die Forschergruppe Ihr Projekt, welches
auf nachfolgender Webseite http://www.humanrightsresearch.de
abrufbar ist, wie folgt:

Im Jahre 1994 hat die UN-Vollversammlung die Dekade für Men-
schenrechtsbildung (1994-2004) ausgerufen. Diese UN-Resolution
fordert Mitgliedstaaten auf, sich die relevanten Menschenrechts-
dokumente zu Eigen zu machen und ermutigt die Länder, verstärkt Menschenrechtsbildungsprogramme einzuführen.

Das Ziel der Menschenrechtsbildung ist, jeden Menschen über die
Menschenrechte aufzuklären, da jedem diese Rechte aufgrund
seiner Würde zukommen. Unter dieser Prämisse ist das Ziel der
Forscherinnen aus Potsdam, Magdeburg und Berlin:

Erstens die existierenden internationalen und nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen für Menschenrechtsbildung, für den Schutz von
Minderheiten und Methoden für die Verhinderung ethnischer Diskrimi-
nierung kritisch zu untersuchen. Außerdem soll die Beziehung zwischen
diesen Faktoren analysiert werden.

Zweitens werden Regierungs- und Nichtregierungsakteuren identifiziert,
die zur Menschenrechtsbildung beitragen. Diese Analyse wird auch die Abhängigkeiten von und Zusammenhänge der Akteure mit internationalen
Instrumenten und internationalen Regierungsorganisationen beinhalten.


Basis der Studie sind vergleichende Untersuchungen
in den Ländern Armenien, Estland, Finnland, Deutschland,
Slowakei und Spanien. Das Forschungsprojekt läuft von
Herbst 2003 bis Ende 2006 und wird von der Volkswagen-
Stiftung gefördert

Drittens wird untersucht in welcher Weise diese Rahmenbedingungen
und Instrumente das Leben der Minderheiten beeinflussen. Dies soll
anhand des Verständnisses der Minderheiten von Menschenrechts-
bildungsprogrammen und rechtlichen Vorschriften untersucht werden.
Der Einfluss der Menschenrechtsbildung auf das Leben von
Angehörigen der verletzlichen Gruppen der nationalen Minderheiten
wird ein Schwerpunkt des Forschungsprojekts sein.

Weitere Einzelheiten zum Projekt
http://www.humanrightsresearch.de
http://www.uni-potsdam.de/u/mrz
http://www.uni-magdeburg.de/ipw/ipw.html
http://www2.hu-berlin.de/ethno/seiten/institut/mitarbeiter/toivanen.htm




PRESSEMITTEILUNG 2004-70

Europäisches Parlament bildet Interfraktionelle
Arbeitsgruppe zum Schutz von nationalen Minderheiten,
eigenständigen Regionen und Regionalsprachen

Das Europäische Parlament hat eine interfraktionelle Arbeitsgruppe

(eine sog. INTERGROUP) zum Schutz und zur Förderung von nationalen
Minderheiten, eigenständigen Regionen und Regionalsprachen gebildet.
Mehr als 40 Parlamentarier werden in dieser Arbeitsgruppe mitarbeiten.
Wie in den Gründungsdokumenten der Arbeitsgruppe festgelegt, liegen
die Ziele in der Förderung von Rechten für nationale Minderheiten, der
Entwicklung von eigenständigen Regionen und von „Völkern ohne Staat“.
Auch die Förderung von Regionalsprachen gehört zum Aufgabengebiet
der interfraktionellen Arbeitsgruppe. „Die Mitglieder des Europäischen
Parlaments sind in der Pflicht dafür zu sorgen, dass Europa ein Konti-
nent ist, auf dem sich Minderheiten in Sicherheit entfalten können“,
so die Gründungsurkunde.

Interfraktionelle Arbeitsgruppen sind anerkannt als eine offizielle

Möglichkeit der Auseinandersetzung mit spezifischen Themen-
gebieten. Sie sind integriert in den äußeren Arbeitsrahmen des
Europäischen Parlamentes.

Weitere Informationen: www.eurolang.net



PRESSEMITTEILUNG 2004-69

Hans-Peter Kemper wird neuer Minderheiten-
beauftragter der Deutschen Bundesregierung

Auf Vorschlag von Bundesinnenminister Otto Schily hat das

Bundeskabinett heute (17/11/04)MdB Hans-Peter Kemper zum Beauftragten
der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten
berufen. Kemper tritt damit die Nachfolge von Jochen Welt an, der
bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen zum Landrat des
Kreises Recklinghausen gewählt worden war.

Schily beglückwünschte Herrn Kemper zu seinem neuen Amt:
"Hans-Peter Kemper zählt zu den innenpolitischen Experten des

Deutschen Bundestages. Als Mitglied des Innenausschusses ist
er seit Jahren auch mit Fragen der Aussiedler- und Minderheiten-
politik befasst. Es ist gut, dass wir unsere jahrelange vertrauensvolle
Zusammenarbeit nun im Innenministerium fortsetzen können."

Hans-Peter Kemper wird sich als Aussiedlerbeauftragter für die

Belange der deutschen Minderheiten in Osteuropa und in den
Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion einsetzen. Zugleich
gehören alle Eingliederungsmaßnahmen für Spätaussiedler auf
Bundesebene zu seinem Bereich. Er ist ebenfalls Ansprechpartner
für die nationalen Minderheiten, deren Belange er auf Bundesebene
vertritt.

Der 60jährige Kemper, von Beruf Polizeibeamter, gehört seit 1993

dem Deutschen Bundestag an. Er ist Mitglied des Innenausschus-
ses sowie des Ältestenrates. Außerdem ist er Vorsitzender der
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der SPD-Bundestagsfraktion.



PRESSEMITTEILUNG 2004-68

FUEV befürwortet Einrichtung einer Europäischen
Agentur für sprachliche Vielfalt

Derzeit werden im Auftrag der Europäischen Kommission,

Generaldirektion Bildung Machbarkeitsstudien zur Prüfung der
möglichen Einrichtung einer Europäischen Agentur für sprachliche
Vielfalt durchgeführt. Im Rahmen einer Fragebogenaktion zwecks
Erhebung von Expertenmeinungen wurde auch die FUEV befragt.
FUEV-Vizepräsident Dr. Nigel Hicks stellte sich den Fragen und
beantwortete den Fragebogen wie folgt:
http://www.fuen.org/pdfs/20041116HicksQuestionnaire.pdf


FUEV-Vizepräsident
Dr. Nigel Hicks



PRESSEMITTEILUNG 2004-67

Ute Erdsiek-Rave: KMK stimmt zu -
Ortsnamen in Schulatlanten künftig auch friesisch

Auf Initiative Schleswig-Holsteins hat sich die Kultusminister-

konferenz (KMK) dafür ausgesprochen, dass künftig in Atlanten
und Materialien für den Schulgebrauch geografische Namen im
Siedlungsgebiet der Friesen zweisprachig gedruckt werden
können. Dies hat Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute
(12. November 2005) in Kiel mitgeteilt. Die Ortsbezeichnung solle dabei
mit dem Zusatz der ortüblichen friesischen Bezeichnung versehen
werden. "Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Pflege und Förderung
der friesischen Sprache", freute sich die Ministerin und versprach:
"Ich werde den Beschluss der KMK dem Verband der Schulbuch-
verlage zukommen lassen und darum bitten, bei Neuauflagen von
Atlanten und kartografischen Unterrichtsmaterialien beide Schreib-
weisen zu berücksichtigen".

Weitere Details unter
http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de



PRESSEMITTEILUNG 2004-66

Meilenstein in der Minderheitenpolitik
Friisk Foriining begrüßt Friesisch-Gesetz

Bei der Friisk Foriining ist man hoch erfreut darüber,

dass das Schleswig-Holsteinische Parlament auf seiner
gestrigen Sitzung ein Gesetz zur Förderung des Friesischen
im öffentlichen Raum verabschiedet hat. In dem Entwurf, der
im Januar vom SSW eingebracht worden war, geht es vorrangig
um die Berücksichtigung der friesischen Sprache in Verwaltungen
und bei der Beschilderung an Gebäuden und auf Ortstafeln.

"Die Friisk Foriining bewertet das neue Gesetz als einen bedeuten-

den Schritt nach vorne. Erstmals wird die friesische Sprache jetzt
mit den Amts- und Staatssprachen gleichgestellt, wenn es um den
Umgang mit Behörden oder Beschilderung im öffentlichen Raum geht",
sagt Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining.

Hahn weist darauf hin, dass mit dem Friesisch-Gesetz jetzt europä-

ischer Standard erreicht sei, was die Berücksichtigung von Minderheiten-
sprachen angeht. Für die Sorben in der Lausitz seien bereits 1994 und
1999 in Sorbengesetzen Regelungen für den Gebrauch der sorbischen
Sprache im öffentlichen Raum festgeschrieben worden.

"Das neue Friisk-Gesäts, zeigt gangbare Wege auf, wie unsere

Sprache in Nordfriesland und auf Helgoland geschützt und gefördert
werden kann, ohne dass der Öffentlichkeit dadurch Mehrkosten
entstehen. Jetzt gilt es, die einzelnen Inhalte zügig umzusetzen",
meint der Vorsitzende.

Das Friesisch Gesetz (Friisk-Gesäts) im Wortlaut



PRESSEMITTEILUNG 2004-65

JEV beendet erfolgreiches Euroburja 2004 Seminar in Triest
und startet mit aktualisierter Internetseite
Pressemitteilung der JEV (auszugsweise)

Am 7. November wurde das Youth Leader Seminar „Euroburja 2004“ der Jugend
Europäischer Volksgruppen in Campo Sacro/ Boz•je Polje in der Nähe von Trieste
/ Trst erfolgreich beendet.

60 Jugendliche aus verschiedenen Minderheiten Europas beschäftigten sich
während des Seminars mit den Regionen Europas und der Situation der
Minderheiten und deren Jugendlichen in einem neuen, erweiterten Europa. Die
Gastgeber waren dieses Jahr die Jugendlichen der slowenischen Minderheit in
Italien – MOSP (Mladi v odkrivanju skupnih poti).



„Wir wollten das Seminar dazu nutzen, um sich mit den Regionen Europas zu
beschäftigen, die gerade im Jahre der EU–Osterweiterung neue Entwicklungen
nutzen können und einen Veränderungsprozess erleben“,“, so der Präsident der
JEV, Stephan Kleinschmidt (siehe Foto) über den Inhalt des Seminars.
Die Teilnehmer bekamen von Experten auf okaler und europäischer Ebene
einen historischen Überblick der Region, deren regionale Entwicklung und
eine Präsentation konkreter Projekte, die die Attraktivität der Region steigern,
um so einer negativen demographischen Entwicklung entgegenwirken zu können.
Weiters wurde auch eine wissenschaftliche Studie des Slowenischen Research
Instituts über die Jugend der slowenischen Minderheit vorgestellt und analysiert.
Die Eindrücke und Meinungen wurden bei einer abschließenden Diskussionsrunde
gemeinsam reflektiert.



„Aufgrund der Bi- oder Multikulturalität der Minderheitenangehörigen sind sie
wichtige Brückenbauer im europäischen Integrationsprozess und Motor für die
ökonomische Entwicklung der Grenzregionen. Sie tragen mit ihrer
Minderheitenkompetenz, Sprachvielfalt und ihrer regionalen Verbundenheit zur
Initiierung grenzüberschreitender Zusammenarbeit bei, die wiederum
wirtschaftliche und soziopolitische Nachteile der Grenzregionen zu mildern
vermag“, meint Kleinschmidt bei der Diskussion.

Die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) ist mit 27 Mitgliedsorganisationen
die größte Jugendminderheitenorganisation in Europa. Während der Tagung
wurde die aktualisierte Internetseite der JEV vorgestellt: www.yeni.org.

Die komplette Pressemitteilung der JEV




PRESSEMITTEILUNG 2004-64

50. internationaler FUEV Kongreß in Rumänien
FUEV-Generalsekretär zu Gesprächen in Bukarest

Vom 08.-10. November 2004 traf sich FUEV-Generalsekretär

Frank Nickelsen mit Vertretern der Demokratischen Allianz der
Ungarn in Rumänien (http://www.rmdsz.ro), einem Abgeordneten
des Rumänischen Parlaments sowie einem Vertreter der Rumä-
nischen Regierung.

Ziel war es, alle erforderlichen technischen Details im Vorfeld des
50. FUEV-Nationalitätenkongresses vom 04.-08. Mai 2005 in Buka-
rest abzuklären. Dabei wurde auch der Präsident des »Romániai
Magyar Demokrata Szövetség«. RMDS, Herr Belá MARKÓ, in
dessen Zentrale in Bukarest besucht. Herr MARKÓ sicherte alle
erforderliche technische und logistische Unterstützung für obige
Konferenz zu und begrüßte es, die Jubiläumsveranstaltung gerade
in Rumänien abzuhalten.


Belá Markó (links) nutzte trotz anstehender
Wahlen in Rumänien die Gelegenheit, FUEV-
Generalsekretär Frank Nickelsen zu empfangen.
Die Ungarn in Rumänien sind seit 1993 Mitglied
in der FUEV

Aber auch die staatlichen Einrichtungen Rumäniens - insbesondere
der Staatsekretär für interethnische Angelegenheiten, Cristian JURA
sowie der Abgeordnete des Rumänischen Parlaments und gleichzeitig
Vertreter der ungarischen Minderheit, Iuliu WINKLER erachten obige
Veranstaltung - vor dem Hintergrund des EU-Beitritts Rumäniens 2007
- als ideale Gelegenheit, auf die spezifische Minderheitensituation
Rumäniens hinzuweisen.

Neben offiziellen Begrüßungen des Staates Rumäniens, der gastge-
benden Organisationen, der internationalen Institutionen, diversen
Arbeitsgruppen, Lageberichten und schließlich der obligatorischen
Delegiertenversammlung wird wird sich ein Vormittag speziell mit
der Situation aller in Rumänien ansässigen Minderheiten beschäftigen.

Weitere Details sind demnächst erhältlich



PRESSEMITTEILUNG 2004-63

FUEV Delegation besucht Roma-Gymnasium in Pécs

Am 29/10/04 besuchten FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich
Hansen, Ministerialrat Dr. Detlev Rein vom Bundesministerium
des Innern, FUEV-Sekretär Gary Funck und der Geschäftsführer
der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Albert Konczek
das Gandhi - Gymnasium für Romakinder im ungarischen Pécs.


V.l.n.r.: Csovcsics, Konczek, Hansen, Rein

Empfangen wurden die Besucher von der Direktorin des Gymnasiums,
Frau Erika Csovcsics, die die Delegation über das weltweit einzige
Gymnasium für Romakinder informierte.



Jedes Jahr reisen die Pädagogen der Schule durch Roma-Dörfer, um
nach talentierten, lernwilligen Kindern in den jeweiligen Dorfschulen zu
suchen. Häufig müssen die Eltern der Kinder erst langwierig überredet
werden, diesen für den Besuch des Gymnasiums die Erlaubnis zu
geben. Denn meist in bitterer Armut lebend, müssen auch schon die
jüngsten ihren Beitrag zur Ernährung der Familie leisten.

Das Gandhi-Gymnasium versucht, eine Roma-Elite aufzubauen, die sich
in der Zukunft verstärkt für die Belange ihrer Volksgruppe einsetzen kann.
Dazu gehört neben den üblichen Fächern auch der Unterricht in den Roma-
sprachen Beas (ein alter rumänischer Dialekt) und Romanes.

Die Schule unterhält einen regelmäßigen Austausch mit der dänischen
Minderheit in Südschleswig, die dem Roma-Gymnasium schon seit
längerer Zeit mit unkomplizierter Hilfe zur Seite steht.

FUEV Vizepräsident Hans Heinrich Hansen zeigte sich beeindruckt von
diesem Projekt und bot die Hilfe der FUEV an. „Wir können nicht akzep-
tieren, dass im geeinten Europa immer noch ein ganzes Volk an den
sozialen und kulturellen Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Die FUEV
wird ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um ihren Teil zu einer wesentlichen
Verbesserung der politischen und sozialen Situation der Sinti und Roma
in Europa beizutragen“, so Hansen.



PRESSEMITTEILUNG 2004-62

Ungarn, Rumänien und Deutschland planen mit FUEV
erstes gemeinsames »Civil Society Dialogue« Projekt
FUEV-Delegation zu Gesprächen in Budapest

Unter der Leitung von FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich
HANSEN besuchte am 28/10/04 eine FUEV-Delegation bestehend aus
FUEV-Beiratsvorsitzende Renate SCHNACK, FUEV-General-
sekretär Frank NICKELSEN und JEV-Präsident Stephan KLEINSCHMIDT
das Ungarische Amt für nationale Minderheiten in Budapest / Ungarn.
Zu diesem Treffen waren außerdem die Bundesrepublik Deutschland

- vertreten durch Herrn Ministerialrat im Bundesministerium des Innern,
Dr. Detlev REIN sowie der Rumänische Staatssekretär für Interethnische
Angelegenheiten, Herr Cristian JURA eingeladen.

Die Delegation, die von Staatsekretär für Minderheitenangelegen-

heiten Dr. Vilmos SZABO empfangen wurde, stellte das gemeinsame
Civil Society Dialog Projekt, welches voraussichtlich im Februar 2005
stattfinden soll, wie folgt vor:


Dr. Vilmos SZABO, politischer Staatssekretär für
Minderheitenfragen (Aufsicht des Amtes für nationale
und ethnische Minderheiten und des Amtes für
Ungarn außerhalb der Landesgrenzen), wird im Zuge
der Umstrukturierung der Regierung in der Republik
Ungarn jetzt außen- und sicherheitspolitischer Berater
des Ministerpräsidenten
Alle alten und neuen Funktionen der Regierung
Ungarns im Überblick

Der »FUEN Civil Society Dialogue« stellt eine Begegnung der Völker

Europas dar.

Im Vordergrund stehen
Wissens- und Erfahrungsaustausch von Minderheitenorganisationen

und Regierungsorganisationen untereinander; Stärkung des EU-Integrations
prozesses und der demokratischen Entwicklung durch Dialog und
Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Projektträger sind die FUEV und diverse nationale Regierungen.
Ziel ist ein EU-gefördertes Langzeitprojekt zur Statuserhebung und

Auswertung mit Empfehlungen zur Lage der Minderheiten

Den Dialog führen wechselnd:
Repräsentanten aus Regierung, Wissenschaft und Gesellschaft mit

den Minderheitenorganisationen in dem jeweiligen Staat.

Den Dialog führen ständig:
FUEV-Präsidiums- und FUEV-Beiratsvertreter, einschließlich JEV-

Präsident. Als Referenten/Gäste/Beobachter Vertreter aus Wissen-
schaft, europäischen Organisationen und Mi-Org. aus Europa, die
speziell dialogfähig sind
Die Dialoge finden in den Hauptstädten, möglichst in Botschaften,

Konsulaten oder Kulturversammlungshäusern statt. Die Vorbereitung,
Organisation und Dokumentation wird durch eine Projektleitung sicher gestellt.

Erfreulich war die positive Bereitschaft aller Vertreter an diesem Projekt
teilzunehmen. Rumänien hatte seine Bereitschaft zu kooperieren bereits
vor dem Treffen schriftlich mitgeteilt. Somit wurde durch das Gespräch
in Ungarn ein Durchbruch erzielt. Die FUEV wird ein neues Projektformat
aufnehmen und damit den europäischen Integrationsgedanken
minderheitenpolitisch fördern und eine bisher nicht gekannte Zusammen-
arbeit zwischen Regierungen und einer Nichtregierungsorganisationen etablieren.

Weitere Schritte in diese Richtung werden demnächst veröffentlicht.



PRESSEMITTEILUNG 2004-61

»
Minderheitenpolitik in Ungarn ist durchaus transportfähig«
...war das Fazit des diesjährigen AGDM Seminars in Pécs / Fünfkirchen

Vor wenigen Tagen fand die 14. Jahrestagung der deutschen Minderheiten

in Pécs / Fünfkirchen statt. Es war das erste Mal, daß dieses Seminarformat
in Ungarn tagte. Eingeladen dazu hatte die Landesselbstverwaltung der
Ungarndeutschen. Die Konferenz bestand aus 30 Teilnehmern aus 20
Staaten.



Neben einleitenden Begrüßungen der Landesselbstverwaltung

der Ungarndeutschen, der Stadt Pécs, des Deutschen Ministerium des
Innern und der FUEV wurden die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt.


Die Teilnehmer wie hier Dr. Harry Augst (links) aus Georgien und Phillip Beyer
aus Frankreich waren sehr angetan von der Minderheitenpolitik Ungarns und
wünschten sich ähnliche Modelle in ihren Ländern.

Die Gruppen bestanden aus einer Gruppe aus JugendvertreterInnen,

Teilnehmern aus den alten und neuen EU-Staaten sowie einer Gruppe aus
Teilnehmern der GUS Staaten.

Da es sich um eine rein informelle Arbeitsgemeinschaft handelt, wurden

keine Schlußdokumente erarbeitet. Die Ergebnisse, die in wenigen Tagen
erhältlich sein werden, dienen vielmehr des gegenseitigen Erfahrungsaus-
tausches. In einzelnen Fällen wurde seitens der FUEV angeregt, daß Forde-
rungen deutscher Minderheiten mit den anderen Minderheiten in einem
Land koordiniert werden sollen, zwecks gemeinsamer Schlußerklärungen,
die dann in einer FUEV-Delegiertenversammlung zu Sprache kommen können.
Es stellte sich jedoch heraus, daß große Entfernungen
zwischen den Minderheiten innerhalb eines Landes in einigen Fällen
eher ein Hindernis darstellen beim Entwickeln gemeinsamer Aktivitäten.
So ist es z.B in Frankreich aus Kostengründen kaum möglich,Elsässer, Bretonen und
Korsen zusammenzuführen.

Die Tagung schloß ab mit einem Exkursionsprogramm bei dem das

Regionalstudio des Ungarischen Rundfunks in Pecs sowie die ungarn-
deutsche Gemeinde Himesháza/Nimmesch nebst Heimatmuseum besucht wurde.

Weitere Einzelheiten folgen



PRESSEMITTEILUNG 2004-60

Friesische Ortsnamen werden in ADAC-Karten aufgenommen

Der SSW hat erreicht, dass zukünftig auch friesische Ortsnamen auf
Straßenkarten vermerkt sind. Der Landtagsabgeordnete Lars Harms
hat vom Hersteller der ADAC-Straßenkarten die Zusage bekommen,
dass schon zum Jahresende die ersten Landkarten mit zweisprachigen
Ortsnamen veröffentlicht werden. Weitere Karten und Atlanten sollen folgen.

„Damit wird eine alte Forderung der friesischen Minderheit erfüllt. Die
Angabe der Ortsnamen in beiden Sprachen dient in erster Linie der
Sprachförderung. Wenn die Zweisprachigkeit in allgemeinen
Kartenwerken sichtbar wird, wird auch der natürliche Gebrauch
der Sprache gefördert.

Außerdem sind die Nordfriesen darauf angewiesen, dass ihre Sprache
und Kultur im Bewusstsein der Bevölkerung stärker verankert werden.
Wenn jetzt das Friesische durch die Autokarten für jedermann sichtbar
wird, wird man auch deutschlandweit auf die Friesen und ihre Sprache
aufmerksam“, freut sich der nord?friesische SSW-Abgeordnete.

Lars Harms hatte sich beim ADAC und beim zuständigen „Carto Travel
Verlag“, dafür eingesetzt, dass friesische Ortsnamen aufgenommen
werden. Er hat jetzt die Zusage bekommen, dass zum Jahresende
die ersten zweisprachigen Kartenmaterialien veröffentlicht werden.
Weitere Karten und Atlanten werden später entsprechend ergänzt.



PRESSEMITTEILUNG 2004-59

Bornholmer Partei besucht FUEV Generalsekretariat

Am Donnerstag, 11.10. besuchte Tonny Pedersen Borrinjaland
von der „Bornholms Selvstyre parti“ das FUEV-Generalsekretariat
in Flensburg. Diese Partei engagiert sich seit einiger Zeit für einen
Autonomiestatus der zu Dänemark gehörenden Ostseeinsel
Bornholm. Auf Bornholm leben ca. 46.000 Menschen, von denen
noch viele die alte Inselsprache „Bornholmsk“ sprechen.



Tonny Pedersen Borrinjaland (siehe Foto) erkundigte sich beim stv. FUEV Sekretär
Gary Funck über die Ziele und die aktuelle Arbeit der FUEV und
mögliche Formen der Zusammenarbeit.

Während seines Aufenthaltes im deutsch-dänischen Grenzland
besuchte der Bornholmer auch die Partei der deutschen Minderheit
in Nordschleswig (DK) „Schleswigsche Partei (SP)
“.




PRESSEMITTEILUNG 2004-58

FUEN Konferenz der slawischen Minderheiten 2004 abgesagt

Die im Oktober 2004 geplante Konferenz slawischer Minderheiten in Burg bei
Cottbus konnte aufgrund geringer Teilnehmerzahl nicht stattfinden. Wir
bedauern die geringe Teilnahme. Eine Ursache liegt sicher auch darin, dass
auf Grund von nicht vorhersehbaren kurzfristigen Haushaltskürzungen im
Bundesinnenministeriums (Beauftragter für Spätaussiedler und Minderheiten)
die für die Organisation der Konferenz notwendigen Mittel in disem Jahr
nochmals halbiert wurden. Die sorbischen Organisatoren hatten in diesem Jahr
die Gelder erst Mitte des Jahres beantragt, kurz nach der Haushaltskürzung,
während die Organisatoren der Konferenz deutscher Minderheiten die Mittel
bereits vor der Haushaltskürzung erhalten hatten. Die Konferenz der
slawischen Minderheiten sollte daher aus Kostengründen in einer
Jugendherberge in Burg stattfinden. Trotzdem wäre eine Erstattung der
Fahrtkosten bedürftiger Teilnehmer aus Ost- und Südosteuropa nicht mehr
möglich gewesen. Die sorbischen Organisatoren planen, die Konferenz nun 2005
unter dem selben Thema zu veranstalten und werden die Mittel bereits Anfang
des Jahres 2005 beantragen. Das FUEN-Präsidium wird gebeten, in Zukunft auf
eine ausgewogene Finanzierung der Konferenzen seitens des
Bundesinnenministeriums zu achten.



PRESSEMITTEILUNG 2004-57


Deutsche Minderheiten aus 20 Staaten in Ungarn
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
vom 28. - 31. Oktober 2004 in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn

Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV
trifft sich in diesem Jahr zum 14ten Male. Auf Initiative des
Bundesministerium des Innern handelt es sich um eine 1991
in Budapest gegründete informelle Arbeitsgemeinschaft, die alle
Organisationen vereint, die in der FUEV, dem Dachverband der
nationalen Minderheiten und traditionellen Volksgruppen in Europa,
zusammengeschlossen sind und sich als Verbände deutscher
Minderheiten betrachten.


Die letztjährige Jahrestagung der deutschen Minderheiten fand in der Europäischen
Akademie Sankelmark statt und befaßte sich mit digitalen Medien.

Während die bisherigen Tagungen in Bad Kissingen / Bayern
und in den letzten vier Jahren in Sankelmark / Schleswig-Holstein
stattfanden, so wird die diesjährige Tagung im Valeria-Koch-
Schülerheim/Koch Valéria Kollégiu in Pécs/ Fünfirchen/Ungarn durchgeführt.

Im Zentrum der Tagung stehen »Möglichkeiten der grenz
überschreitenden regionalen Zusammenarbeit
deutscher Minderheiten« sowie ein Besuchsprogramm bei
den deutschen Einrichtungen in Pecs und Umgebung.
Es werden bis zu 50 Teilnehmer aus 20 Staaten erwartet.

Ein erster Programmentwurf ist unter folgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041020programm_pecs.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2004-56

»Die Rolle der Volksgruppen im erweiterten Europa«
XiV Volksgruppenkongreß vom 21/22. Oktober 2004 in Feistritz/Gail/ Kärnten

Der diesjährige Volksgruppenkongress des Landes Kärnten
findet vom 21/22. 10. in Feistritz/Gail unter dem Generalthema
„die Rolle der Volksgruppen im erweiterten Europa“ statt.
Diskutiert werden länderübergreifende als auch länderspezifische
Problembereiche des Generalthemas. FUEV-Vizepräsident
Heinrich SCHULTZ (siehe Foto) wird die FUEV mit einem
Grundsatzreferat vertreten.


Heinrich Schultz

Alles weitere entnehmen Sie bitte beigefügtem Programm
http://www.fuen.org/pdfs/20041019Programm_Kaernten.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2004-55

FUEV Konferenz in Almaty / Kasachstan
»Probleme der Minderheiten in der Transformationsgesellgesellschaft«
FUEV wird vertreten durch Hans Heinrich Hansen und Dr. Koloman Brenner

In Zusammenarbeit mit der Volksversammlung der Völker Kasachstans
(VKK) und der Assoziation der gesellschaftlichen Vereinigungen der
Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ veranstaltet die FUEV am 07.
und 08. Oktober eine Konferenz in Almaty (KZ) unter dem Titel „Probleme
der Minderheiten in der Transformationsgesellschaft“ .

Neben den Vertretern der FUEV, Vizepräsident Hans Heinrich Hansen
(DK) und Dr. Koloman Brenner (H), und dem Vertreter des deutschen
Bundesministeriums des Innern (BMI) , Dr. Detlev Rein, finden sich
Vertreter aller größeren ethnischen Gemeinschaften in der Republik
Kasachstan.

Unter den Rednern sind neben den Vertretern von FUEV und BMI
die stellvertretenden Vorsitzenden der VKK Sergej Tereschenko und
Sh. Alijev, der Vorsitzende der Deutschen Assoziation „Wiedergeburt“
Alexander Dederer, der Vorsitzende des dagestanischen Kulturzentrums
M. Uveissov, S. Osdojev von der Assoziation für Kulturpflege der
tschetschenischischen und Inguschvölkerschaften „Weinach“ und
viele andere.

Die Konferenz endet am Freitag, 08.10. mit einer Abschlussresolution.
Das ausführliche Programm ist unter nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20041007almaty.pdf

Weitere Einzelheiten:
http://www.samal.kz
http://www.deutsche-allgemeine-zeitung.de



PRESSEMITTEILUNG 2004-54

Dr. Kinga Goncz neue Ansprachpartnerin
für die nationalen Minderheiten in Ungarn
Neuer ungarischer Premierminister Ferenc Gyurcsany kündigt personelle und
strukturelle Veränderungen in der Regierung an

Auf Vorschlag des Präsidenten der Republik Ungarn Ferenc Madl
und mit den Stimmen der Koalitionspartner wählte die ungarische
Nationalversammlung Ferenc Gyurcsany am 29. September zum
neuen Premierminister. Die Abstimmung betraf nicht nur die
Person des neuen Premierministers, sondern auch die Annahme
des neuen Regierungsprogrammes 2004-2006.

Am 30. September kündigte der neue Premier personelle und
strukturelle Veränderungen in der Regierung an. Dr Kinga Goncz,
die bis jetzt als Ministerin ohne gesonderten Geschäftsbereich
verantwortlich war für die Gleichstellung und die Arbeit des
Regierungsbüros für Chancengleichheit beaufsichtigte, wird
zukünftig dem Ministerium für Jugend, Familie und Gleichstellungs-
angelegenheiten vorstehen.
Im Rahmen der Umstrukturierung wird sich Gonczs Aufgabenfeld
nicht nur sowohl auf die Sozial-, Jugend- und Familienangelegenheiten,
als auch den Bereich der Chancengleichheit beschränken, sondern
sie wird, neben dem Verbraucherschutz und den Beziehungen zur
Zivilgesellschaft, ebenfalls verantwortlich sein für Angelegenheiten,
die in Verbindung stehen mit den in Ungarn lebenden nationalen
und ethnischen Minderheiten.

Das Büro für nationale und ethnische Minderheiten soll dem
Ministerium von Frau Goncz untergeordnet werden, soll aber
weiterarbeiten als selbstständiges Organ der staatlichen
Verwaltung mit landesweiter Kompetenz. Das Büro für Ungaren
im Ausland wird dem Außenministerium untergeordnet. Als eine
Konsequenz dieser Reformen, wird das politische Staatssekretariat
für Minderheitenangelegenheiten im Amt des Premierministers
aufgelöst und Vilmos Szabo, der dieses Amt in der Vergangenheit
innehatte, wird sich zukünftig mit der Außen- und Sicherheitspolitik
befassen.



Dr Goncz (siehe Foto) wurde 1947 in Budapest geboren. Ihre eigentliche
Ausbildung zur Medizinerin schloß sie 1978 ab mit dem Examen
in Psychatrie, beziehungsweise 1982 in Psychotherapie. Sie arbeitete
in verschiedenen medizinischen Instituten und Krankenhäusern,
aber parallel dazu spielte sie eine große Rolle in der universitären
Ausbildung von Sozialarbeitern. Seit 1989 ist sie Dozentin des
Bereiches für Sozialpolitik der Eotvos Lorand Universität, war aber auch
an anderen Instituten in Ungarn und im Ausland als Dozentin tätig.
Als Direktorin der Partners Hungary Foundation von 1994 bis 2002
nahm sie teil an Ausbildungs- und Entwicklungsprogrammen, die sich
mit den Mechanismen der Demokratie, Vermittlung, der Verbesserung
der sozialen Partizipation und dem Konfliktmanagement in zwölf
unterschiedlichen Ländern befassten. Zwischen Mai 2002 und Juni
2004 war sie Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Sozial-
und Familienangelegenheiten, und am 15. Juni 2004 wurde sie zur
Ministerin ohne besonderen Geschäftsbereich, verantwortlich für
Gleichstellung, ernannt. Dr. Goncz spricht Englisch und Deutsch.

Weitere Einzelheiten:
http://archiv.meh.hu/nekh/Magyar/12.htm
http://archiv.meh.hu/nekh/default.htm




PRESSEMITTEILUNG 2004-53


Friesische Herbsthochschule

Von Freitag, 8.Oktober, bis Dienstag, 12.Oktober, bietet die
Friisk Foriining wieder eine friesische Herbsthochschule für Jung
und Alt in der dänischen Volkshochschule in Jarplund an. In diesem
Jahr wird sich die gesamte Herbsthochschule um das Thema
Schiffsleben und Seeräuber drehen. So werden die Teilnehmer bereits
in der Einladung auf das Mitbringen von entsprechender Kleidung
hingewiesen. Vorgesehen ist u.a. eine große Schatzsuche, verbunden
mit einigen kniffligen Aufgaben. Ein seetüchtiges Floß soll in gemein-
schaftlicher Arbeit gebaut werden, und Musik, Vorträge und Vorführungen
stehen ebenfalls auf dem Programm. Als Ausflugsziele werden die
Flensburger Museumswerft mit einer anschließenden Hafenrundfahrt
und das Schifffahrtsmuseum angekündigt. Höhepunkt wird ein
"Hafenfest" sein, das am Montag um 14.30 Uhr auf dem Gelände
der Jarplunder Hochschule geginnt und zu dem auch Tagesbesucher
herzlich eingeladen sind.


Die dänische Volkshochschule in Jarplund
Jaruplund Højskole

Die Herbsthochschule bietet eine gute Gelegenheit, friesische
Sprachkenntnisse zu vertiefen und sich in bisher nicht so vertraute
Dialekte hineinzuhören. 

Wer sich für das ausführliche Programm interessiert, kann sich an
das Sekretariat der Friisk Foriining in Bargum wenden,
Tel.: 04672-77520, Fax -21, Email: info@friiske.de



PRESSEMITTEILUNG 2004-52


10 Jahre Deutsches Haus in Kasachstan

Am 25. August 1994 wurde mit Teilnahme der Vertreter der beiden Regierungen,
Deutschlands und Kasachstans, das Deutsche Haus Almaty festlich eröffnet.
Innerhalb der 10 Jahre gewann das Deutsche Haus eine symbolische Bedeutung
für die ethnischen Deutschen in Kasachstan; das DH wurde zu einem der Zentren
der deutsch-kasachischen Zusammenarbeit. Dank diesem Ereignis wurde am 31.
Mai 1996 zwischen Deutschland und Kasachstan eine Vereinbarung über die
Zusammenarbeit zur Unterstützung der deutschstämmigen Bürger Kasachstans
unterzeichnet.

r
Hier zeigt der Vorsitzende des Rates der Deutschen
in Kasachstan, Alexander Dederer (links) den deutschen
Gästen, u.a. Klaus Pöhle vom Bundesministerium des Innern
die Fotoausstellung im Deutschen Haus in Almaty.

Mit der Unterstützung beider Länder wurden kontinuierlich Bedingungen für
die gesellschaftliche Selbstverwaltung der ethnischen Deutschen in Kasachstan
sowie für die Erhaltung der eigenen Sprache und Kultur geschaffen.


Weitere Einzelheiten zur deutschen Minderheit in Kasachstan:
http://www.samal.kz
http://www.deutsche-allgemeine-zeitung.de



PRESSEMITTEILUNG 2004-51


September-Newsletter der Deutschen Minderheit in Dänemark

Der Bund deutscher Nordschleswiger veröffentlicht jeden Monat einen

sog. Newsletter mit Informationen über die Arbeit der deutschen Volksgruppe in Dänemark.
Die September-Ausgabe des BDN-Interna befaßt sich u.a. mit folgenden Themen:

• 10. September, Tondern: Tag der deutschen Kindergärten und Schulen
• 11. September: NRV Regatta in Hadersleben
• Erfolgreiche Veranstaltungen: Nordschleswig Tage & YOU!MM
• Hochrangiger Besuch in Apenrade
• Ritter Johannsen
• Schulmuseum Nordschleswig
der überregionale BDN Terminkalender für das 2. Halbjahr 2004.

und ist auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040910bdn_Interna.pdf




PRESSEMITTEILUNG 2004-50

FUEV-Seminar in Ladinien als pdf-Format erhältlich

in Zusammenarbeit mit der Autonomen Region Trentino und
der Union Generela di Ladins dla Dolomites führte die FUEV
vom 17./18. Juni 2004 in Ladinien Stern/La Ila, Gadertal/Val Badia, Südtirol, Italien
das 3. Internationale Seminar für Minderheiten ohne „Kin-State“ durch


Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation
im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20040906DOKU_Ladinia.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2004-49

Aysun Kacar aus Flensburg nimmt Preis entgegen
Austellungseröffnung »Kinder zeichnen Mehrsprachigkeit 

Im Rahmen des Zeichenwettbewerbs »Kinder zeichnen
Mehrsprachigkeit« fand am 01. September 2004 im Nordertor
in Flensburg die feierliche Preisübergabe statt.
Es war gleichzeitig der Beginn einer Wanderausstellung.
In Flensburg können die Bilder bis Ende September 2004
besichtigt werden.


Aysun Kacar (2.v.l.) aus Flensburg nimmt den Preis von Projektleiter
Peter Josika (links) entgegen

Alle Zeichnungen sind auch im Internet erhältlich:
http://www.bilinguisme.ch/competition-wettbewerb



PRESSEMITTEILUNG 2004-48

Flensburger Erklärung 2004
der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV)


Anläßlich der Präsidiumssitzung der Föderalistischen Union

Europäischer Volksgruppen (FUEV) vom 03. bis 04. September
2004 in Flensburg verabschiedet das FUEV – Präsidium folgende Erklärung:


V.l.n.r.: Renate SCHNACK (Minderheitenbeauftragte der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-
Holstein und FUEV-Beiratsvorsitzende), Hans Heinrich HANSEN (FUEV-Vizepräsident / Deutscher
Nordschleswiger in Dänemark), Heinrich SCHULTZ (FUEV-Vizepräsident / Dänischer Südschleswiger
in Deutschland), Dr. Martha STOCKER (FUEV-Vizepräsidentin / Südtirolerin in Italien), Dr. Nigel HICKS
(FUEV-Vizepräsident / Kornwalise in Großbritannien), Romedi ARQUINT (FUEV-Präsident / Rätoromane
in der Schweiz), Dr. Jurji BRANKACK (FUEV-Vizepräsident / Sorbe in Deutschland), Zlatka GIELER
(FUEV-Vizepräsidentin / Kroatin in Österreich), Frank NICKELSEN (FUEV-Generalsekretär) und
Gary FUNCK (FUEV-Sekretär) Foto: Anne Busch

Die FUEV

- nimmt bedauernd zur Kenntnis, dass die sich neu konstituierende

Europäische Kommission keine ausdrückliche Zuständigkeit für Fragen der europäischen nationalen Minderheiten / Volksgruppen vorgesehen hat;

- begrüßt, dass der Kommissar für Bildung, Ausbildung und Kultur zukünftig ausdrücklich auch für die Vielfalt der Sprachen zuständig sein wird;

- erkennt an, dass die Einsetzung einer Gruppe von Kommissaren für Chancengleichheit auch für die nationalen Minderheiten und Volksgruppen
Europas eine bessere Beachtung ihrer Interessen bedeuten kann.

Unter Berücksichtigung

- des Verbots der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer

nationalen Minderheit, wie es in der in Nizza 2000 verabschiedeten und
durch den am 17. / 18. Juni 2004 beschlossenen Entwurf des Vertrages einer Europäischen Verfassung mit integrierter Charta der Grundrechte
festgeschrieben ist

- sowie der Erklärung von Laeken, die die Achtung der Minderheiten als Vorraussetzung für die europäische Integration festgeschrieben hat

- und unter Hinweis auf die 1993 durch den Europäischen Rat von
Kopenhagen festgelegten Beitrittskriterien, die als zentralen Punkt
die Achtung und den Schutz von Minderheiten beinhalten,

fordert die FUEV die Europäische Kommission auf,

- den in zahlreichen Dokumenten erklärten Minderheitenschutz

in ihren Politiken als maßgebliche Fragestellung mit zu berücksichtigen;

- die Achtung und den Schutz der Minderheiten nicht nur bei den
Verhandlungen mit neuen Beitrittskandidaten, sondern in der gesamten Politik der Kommission zu verfolgen, zu unterstützen, zu fördern und weiter zu entwickeln;

- das bereits mehrfach angekündigte Programm für weniger
gebräuchliche Sprachen und Kulturen zu verabschieden und zeitnah umzusetzen;

- die jetzt geschaffene Zuständigkeit für die Vielfalt der Sprachen
kontinuierlich auch zu einer Zuständigkeit für Minderheiten auszubauen;

- und dass ein(e) KommissarIn für die Koordination der sprachlichen,
kulturellen und rechtlichen Belange der nationalen Minderheiten verantwortlich zeichnet.

Flensburg, d. 03. September 2004



PRESSEMITTEILUNG 2004-47


Das Marathon Programm steht!
Erster sog. European Minority Marathon in Flensburg
FUEV-Präsidiumssitzung in Flensburg

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des innern,
Herrn Otto Schily und der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-
Holstein, Frau Heide Simonis findet in der kommenden Woche der sog.
erste European Minority Marathon statt. Zwar findet der eigentliche
Marathonlauf sowie kürzere Strecken erst am Sonntag, d. 05.
September statt, so haben die Minderheitenverbände in der deutsch-
dänischen Grenzregion sowie die FUEV ein umfangreiches Programm
erstellt, was jetzt als sog. pdf-Format erhältlich ist:
http://www.fuen.org/pdfs/20040826YOUMM_Programm.pdf



Das neugewählte Präsidium der FUEV wird ihre erste gemeinsame
Sitzung am Rande dieser Veranstaltung durchführen und sich
zusammen mit der Minderheitenbeauftragten des Landes Schleswig-
Holstein und FUEV-Beiratsvorsitzenden, Frau Renate SCHNACK,
im Rahmen einer

FUEV-Pressekonferenz am Freitag, d. 03. September 2004 um 13.00 h
in der Dänischen Zentralbibliothek (Blauer Saal),
Norderstr. 59 • 24939 Flensburg (
http://www.dcbib.de) vorstellen.

Die FUEV ist davon überzeugt, daß diese Sportveranstaltung sehr
zum Völkerverständigungsgedanken beitragen kann und hofft, daß
möglichst viele Sportler nach Flensburg kommen, um sich neben
der wunderschönen Landschaft nahe der deutsch-dänischen
Grenze auch von der deutsch-dänisch-friesischen Minderheiten-
situation inspirieren zu lassen.



PRESSEMITTEILUNG 2004-46


FUEV-Kongreß in Polen als pdf-Format erhältlich
49. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 20-22 Mai 2004
im Schloß Kamien Slaski (Groß Stein)

Vom 20.-22. Mai 2004 führte die FUEV ihren 49. Nationalitätenkongreß
in Verbindung mit ihrer obligatorischen Delegiertenversammlung im Schloß
Kamien Slaski (Groß Stein) durch.
Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation
im sog. pdf-Format erhältlich:

Kongreß:
http://www.fuen.org/pdfs/20040820DOKU_KAMIEN_SLASKI.pdf
Delegiertenversammlung: http://www.fuen.org/pdfs/20040520FUEN_Assembly.pdf



PRESSEMITTEILUNG 2004-45

EU-Fraktion ethnischer Minderheiten?
Aktuell aus der Internet-Redaktion http://volksgruppen.orf.at vom 19/08/04

Die lettische Europa-Abgeordnete Tatjana Zdanoka plant die Gründung
einer Fraktion ethnischer Minderheiten im EU-Parlament. Unklar ist, welche
anderen Abgeordneten an der Bildung einer derartigen Fraktion
interessiert sein könnten.

Zdanoka, selbst Angehörige der russischen Minderheit und Vertreterin

der als Linkspartei eingestuften "Für Menschenrechte in einem Vereinten
Lettland" (PCTVL), sagte, ihr Projekt sei im "Projektstadium". Nach der
Sommerpause wolle sie es in Angriff nehmen.


Europa-Abgeordnete
Tatjana Zdanoka

Bereits erster Protest in Brüssel
Mitte Juli hatte Zdanoka in Brüssel mit einer Protestaktion gegen die

am 1. September in Kraft tretende lettische Bildungsreform für Ärger
unter ihren rechtsgerichteten lettischen Abgeordnetenkollegen gesorgt.
Die Reform sieht vor, die Anzahl der auf Russisch gehaltenen Unterrichts-
stunden an Minderheitsschulen zu reduzieren.

"Task Force" für Minderheiten in Europa
Zdanoka kündigte an, die Frage der vorwiegend russischsprachigen,

lettischen "Nicht-Bürger" in Brüssel auf die Tagesordnung setzen sowie
eine europäische "Task Force" für Minderheitenfragen ins Leben rufen zu wollen.



PRESSEMITTEILUNG 2004-44


FUEV zum erst