KONFERENZEN
20030529-31 48. FUEV-Nationalitätenkongreß in Bozen/Bolzano
20030610-11 Minderheiten ohne sog. »kin state« in Starbienino / Polen
20030617-27 FUEN-Seminar in Grisons and Bern Einführung
20030617-27 FUEN-Seminar in Grisons and Bern Dokumentation
20030905-06 FUEN-Konferenz in Bischkek
20031009-12 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Sankelmark
20031009-12 Jahrestagung deutscher Minderheiten in Sankelmark als FILM
DOKUMENTE / AUSWERTUNGEN
20030131 FUEV antwortet auf Konsultationspapier der Europäischen Kommission
20030422 Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten aus FUEV Sicht
FUEV-DELEGIERTENVERSAMMLUNG
20030529 FUEN-Assembly in Bozen/Bolzano
MANUSKRIPTE
20030131 Romedi Arquint in Satu Mare
20030529 Romedi Arquint in Bozen
20030902 Romedi Arquint EU und die nationalen Minderheiten
PRESSEMITTEILUNGEN 2003 (Nr. 01-68)
Bundeskanzler Schröder in Kasachstan
Gespräche mit der der deutschen Minderheit
Im Rahmen einer mehrtägigen Asienreise besuchte der
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschlnad, Gerhard
SCHRÖDER am 05. 12.2003 auch Kasachstan. Neben
Gesprächen mit dem Präsidenten Nursultan Nasarbajev,
dem Parlament Kasachstans, einigen Nichtregierungsorganisationen,
Vertretern der Opposition und Unternehmern wurde auch ein
Treffen mit Vertretern der deutschen Minderheit und dessen
Vorsitzenden, Alexander DEDERER durchgeführt.

V.l.n.r: Nikolai Abt, Vorsitzender des Unternehmervereins im Gebiet Karaganda;
Alexander Dederer, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schröder;
Eugen Ahmann, Senator des kasachischen Parlaments, Mitglied des Rates
der Deutschen Kasachstans; Jochen Welt, Beauftragter der Deutschen
Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und
Andreas Körting, Botschafter der Bundesregierung Deutschland in Kasachstan.
Alexander DEDERER nutzte die Gelegenheit, dem deutschen
Bundeskanzler, der im Rahmen seiner Delegation auch von
dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen
und nationale Minderheiten, Jochen WELT begleitet wurde,
auf die spezifische Situation der deutschen Minderheit in
Kasachstan aufmerksam zu machen. Besonderes Augenmerk
wurde dabei den Visaregeln geschenkt. Die vollständige Rede
Dederers ist auf nachfolgendem Link abrufbar.
http://www.fuen.org/pdfs/20031205dederer.pdf
15 Jahre Minderheitenbeauftragte in Schleswig-Holstein
Mit einer Festveranstaltung feierte die Landesregierung
Schleswig-Holsteins am 08.12.2003 das 15jährige Bestehen
des ehrenamtlichen Minderheitenbeauftragten im nördlichsten
Bundesland Deutschlands.
Erster Grenzlandbeauftragter der Landeregierung war Kurt HAMER,
der am 01.11..1988 von Ministerpräsident Björn ENGHOLM berufen
wurde. Nach dem Tod HAMERS trat Kurt SCHULZ das Amt am 01.
Mai 1991 an. Im April 2000 ernannte Ministerpräsidentin Heide
SIMONIS Renate SCHNACK zur Beauftragten der Ministerpräsidentin
für nationale Minderheiten und Volksgruppen, Grenzarbeit und
Niederdeutsch (Minderheitenbeauftragte)

Seit Mai 2001 ist Renate SCHNACK
auch Vorsitzende des FUEV-Beirates.
Im Laufe der Festveranstaltung würdigten Politiker und Minderheiten-
vertreter die Wichtigkeit dieses Amtes für das Verhältnis zwischen
Landespolitik und Minderheitenverbänden. Besonders die jetzige
Minderheitenbeauftragte Renate Schnack sei eine große Hilfe für
die Arbeit der Verbände und habe es geschafft, sich das Vertrauen
der Nord- und Südschleswiger, der Nordfriesen und der Sinti
und Roma zu erarbeiten.
DialogForumNorden erfolgreich in Brüssel
BRÜSSEL / FLENSBURG. Vom 24.-27. November 2003 führte
das sog.DialogForumNorden eine knapp einwöchige Studienfahrt zur EU
nach Brüssel durch. Das »DialogForumNorden« ist ein
informeller Gesprächskreis der dänischen Minderheit in Deutschland
der deutschen Minderheit in Dänemark, der Friesen (Friisk Foriining
und Nordfriesischer Verein) der Sinti & Roma, der Minderheitenbeauftragten
der Ministerpräsidentin, der deutschen Grenzvereine, der »Jaruplund
Højskole«, der Akademie Sankelmark, dem Nordfriisk Instituut und der
FUEV.

Der Schleswig-Holsteinische Abgeordnete im Europäischen Parlament,
Willi PIECYK (untere Reihe 2.v.r.) führte das DialogForumNorden in die
Arbeit der EU ein.
Die Teilnehmer wurden in ihrer Annahme bestätigt, dass die EU ein
großer Apparat ist, und dass die Minderheiten etwas tun müssen,
um dort sichtbar zu sein bzw. werden. Bestehende Kontakte zu
relevanten Einrichtungen wurden ausgebaut bzw. neue
geknüpft. Die Informationsvermittlung darüber hinaus erfolgte
über einer Reihe interessanter und relevanter Referate.
Teresa CODECO, konkret veranrwortlich für die EU-Sprachenprogramme,
erklärte sich bereit, den Kontakt zur deutsch-dänisch-friesischen Grenzregion zu
intensivieren.
Im Hanse-Office, der Vertretung Schleswig-Holsteins und der Region
Sønderjylland/Schleswig bei der EU, standen die Ostseecooperation und die
Regionalförderung ab 2006 auf der Tagesordnung. Dr. Marklus WARASIN
Generalsekretär des European Bureau for Lesser Used Languages
informierte die Teilnehmer über das sog. Partnership for Diversity
Programm, welches vom 19.-22. Februar 2004 in Flensburg stattfinden
wird.
Hans Heinrich HANSEN, FUEV-Vizepräsident, bezeichnet die Studienfahrt als
sehr ergiebig, da die deutsch-dänisch-friesische Grenzregion in den Blickpunkt
europäischer Zusammenhänge gerückt sei. Es obliege jetzt der Dialoggruppe,
die respektiven Parlamentariker in die Verantwortung zu nehmen.
Renate SCHNACK, Minderheitenbeauftragte der Ministerpräsidentin, freue
sich , dass das Grenzland den Weg zu einer gemeinsamen Studienfahrt
gefunden habe. Das sei ein Schritt in die Zukunft.
FUEV-Konferenz in Kirgisien als pdf-Datei erhältlich
In Zusammenarbeit mit dem Kirgisischen Parlament und dem Volksrat
der Deutschen in Kirgisien veranstaltete die FUEV am 05. September 2003
eine Minderheitenkonferenz (siehe auch PR 2003-49).

Romedi Arquint (links) mit Dolmetscherin im Gespräch mit
dem der Republik Kirgisiens, Akaev Asgar Akaevitsch,
Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation
im sog. Pdf-Format erhältlich:
ACHTUNG 28 MB!
http://www.fuen.org/pdfs/20031105KGbischkek.pdf
»Dieter Küssner neuer Vorsitzender der
dänischen Minderheit in Deutschland
HUSUM. Der Leiter der dänischen Heimvolksschule,
der sog. Jaruplund Højskole, Dieter KÜSSNER, löst
den bisherigen Vorsitzenden des Sydslesvigsk Forening
Heinrich SCHULTZ ab, der seit 1987 den SSF -
die kulturelle Hauptorganisation der dänischen
Minderheit - geleitet hat.

Dieter Küssner
SCHULTZ, wie aus einem Dankschreiben der Minister-
präsidentin des Landes Schleswig-Holstein, Frau Heide
SIMONIS, hervorgeht, habe immer fair und vetrauensvoll
mit der Landesregierung zusammengearbeitet. Er habe
viel für Schleswig-Holstein und die dänische Minderheit
getan. Gleichzeitig gratulierte SIMONIS dem 61jährigen
KÜSSNER zur Wahl.
»Minderheitenpolitik ist keine Subvention«!
Der Nordschleswiger: Montag 3. November 2003
http://www.nordschleswiger.dk
TINGLEFF/TINGLEV. Schleswig-Holsteins Landtagspräsident
Heinz-Werner Arens appelliert an Folketing und Regierung
in Kopenhagen. Er bekräftigte: »Eine Kürzung von Zuschüssen,
wie sie im Koch-Steinbrück-Papier zum Subventionsabbau
enthalten ist, werden wir nicht mittragen«. Es gehe bei der
Förderung nicht um »steuerliche Wohltaten«, sondern um
eine positive Sonderbehandlung im Geiste der Bonn-Kopen-
hagener Er-klärungen. Damit werde Chancengleichheit
zwischen Minderheit und Mehrheit gewahrt und die Balance
im Grenzland gesichert. Diese Balance sei nicht nur im
Interesse der Minderheiten, sondern »staatspolitisches Ziel
sowohl auf der Ebene des Landes als auch des Bundes.
Hierzu stehen wir und fordern auch den Bund auf, sich
entsprechend zu verhalten«, erläuterte der Landtagspräsident weiter.
Arens sprach auch die dänische Strukturdebatte an und
äußerte sein Verständnis für die Sorgen der deutschen
Minderheit um ihre politische Vertretung. »Staatliche Struk-
turen, die den Rechten der deutschen Minderheit Rechnung
tragen, sind ebenso bedeutsam wie der rechtliche Schutz«,
so Heinz-Werner Arens.

Präsident des Schleswig-
Holsteinischen Landtages,
Heinz Werner Arens
Er rief die deutschen Nordschleswiger auf, sich selbst nicht
zu unterschätzen. Das Engagement, die Arbeit, die
Überzeugung der Nordschleswiger fülle die staatlich
gesetzen Rahmenbedingungen mit Leben und ermögliche
ein Klima der gegenseitigen Toleranz. Die Minderheiten
beiderseits der Grenze »müssen geschützt werden und
genügend Freiheit und Entwicklungsmöglichkeiten bekommen«.
Er vertraue, so Arens, darauf, dass Folketing und dänische
Regierung dies berücksichtigen werden.
clk.
49. FUEV-Nationalitätenkongreß 2004 in Polen
FUEV-Präsidiumssitzung in Budapest
Das FUEV-Präsidium traf sich Ende Oktober zu
einer Präsidiumssitzung. Die Sitzung, die am Rande
des 8. Treffens aller slawischen Minderheiten
in der FUEV stattfand, befaßte sich u.a. Tagesordnungs-
punkten auch mit der Frage, wo der nächste FUEV-
Nationalitätenkongreß stattfinden soll. So wurde
mehrheitlich beschlossen, den 49. FUEV-Nationalitäten-
kongreß 2004 vom 19.-23. Mai 2004 in Polen durchzuführen.

Der Vorsitzende der Slowaken in Ungarn, Herr Jan
FUZIK (Foto Mitte) eröffnete die 8. Tagung der
slawischen Minderheiten in der FUEV. Weiter auf dem Bild:
Juri Wuchanski (Bund der Lausitzer Sorben www.domowina.de)
llinks sowie FUEV-Präsident Romedi Arquint.
Weitere Details zum Kongreß in Polen folgen.
OSCE-Implementierungskonferenz 2003 in Warschau
Richard Donitza vertrat die FUEV zum Thema Minderheiten
Vom 06.-17. Oktober 2003 fand die diesjährige OSZE Implementierungs-
konferenz in Warschau statt. Im Rahmen mehrerer Arbeitsgruppen wurden
am 15. Oktober die nationalen Minderheiten behandelt.
Mehrere NGOs und Regierungsvertreter Europas gaben kurze
Statusberichte über die jeweilige Situation der
Volksgruppen und nationalen Minderheiten der jeweiligen Länder.
Die FUEV war durch den Geschäftsführer der Sozial-Kulturellen Gesellschaft
der Deutschen im Oppelner Schlesien und Vizevorsitzender des Oppelner Sejmik
(deutsche Minderheit in Polen http;//www.vdg.pl) Richard DONITZA vertreten.

Richard Donitza hier mit der Vorsitzenden des
FUEV-Beirates, Frau Renate Schnack, anläßlich
des 48. FUEV-Nationalitätenkongresses in Bozen
DONITZA vermißte aufgrund des engen begrenzten Zeitraumes
eine Vertiefung der einzelnen Minderheitenberichte, so daß ein
Austausch zwischen NGOs und Regierungsvertretern kaum möglich war.
ERKLÄRUNG
der in der Slowakei lebenden Karpatendeutschen:
Am 17.-18.Oktober 2003 sind in Metzenseifen die Vertreter
des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei (...) zusammengetroffen.
Die Teilnehmer dieses Treffens haben folgende Erklärung einstimmig
angenommen:
1. Die in der Slowakei lebende Bürger deutscher Nationalität haben
immer das Streben der Slowakei den Beitritt in die Europäische
Union unterstützt. Es ist unbestritten, dass auch durch ihre Hilfe
und durch die aktive Unterstützung der in der Bundesrepublik
Deutschland und Österreich lebenden Karpatendeutschen
dieses Ziel schon am 1.Mai 2004 erreichen wird. (...)
2. Die Bewahrung der Sprache, Kultur, Traditionen und damit auch
der Identität der Karpatendeutschen in der Slowakei ist infolge der
gesellschaftlich-politischen Entwicklung in der Slowakei der
vergangenen Jahrzehnte ernsthaft gefährdet. Ohne die schnelle
wirkungsvolle Unterstützung der Regierung der Slowakischen
Republik kann diese Gefahr schon in naher Zukunft der Realität
entsprechen. (...)
3. Ein Teil der in der Slowakei lebenden Bürger deutscher Nationalität
ist den Diskriminierungsauswirkungen der Präsidentendekrete
vom J.1945 dauerhaft ausgesetzt. (...) Vertreter der Karpatendeutschen
appellieren an die Regierung der Slowakischen Republik, damit
sie sich um die Beseitigung der Diskriminierung der in der Slowakei
lebenden Bürger deutscher Nationalität einsetzen.
Die in der Slowakei lebenden Bürger deutscher Nationalität fordern
von den zuständigen Vertretern der exekutiven und der gesetz-
gebenden Kraft die Diskussion zu obenerwähnten Themen und
entsprechende positive Entscheidungen.
Provinz Friesland (NL) will Gelder für Friesisch kürzen
Die westfriesische Provinzialregierung sieht starke Kürzungen der
Unterstützung für friesische Sprache und Kultur in ihrem
Haushaltentwurf für 2004 vor. Im Rahmen eines allgemeinen
Einsparungsprogramms möchte die Provinz ihre Unterstützung
für Friesisch um 50 Prozent kürzen, so der gegenwärtige Finanzplan.
Die institutionelle Förderung für zwei größere Dachorganisationen
wird komplett gestrichen und Projektgelder um 50 Prozent herunter-
geschraubt. Jedes Jahr bewerben sich 1000 Projekte für diese
Fördergelder.
Im literarischen Bereich betragen die Kürzungen ca. 12 Prozent,
bei anderen kulturellen Fördertöpfen 32 Prozent bei einem
Jahresbudget von 557.000 Euro.Von diesen Kürzungen sehr stark
betroffen ist die FUEV-Mitgliedsorganisation Ried fan de Fryske
Beweging, die bis jetzt institutionelle Förderung erhalten hat.
Diese politische Lobby-Organisation repräsentiert mehrere
kleinere Vereine aus der friesischen Bewegung. Es ist ein
Resultat der engagierten Arbeit dieser Organisation, das bislang
4 friesische Gemeinden die friesische Sprache als ihre erste (!)
offizielle Sprache anerkannten.

Im Rahmen der Vorbereitung zum 46sten FUEV-Kongress
in Heerenveen, besuchte FUEV Präsident Romedi Arquint das Präsidium
des »Ried fan der Fryske Beweging«
Henk Wolf vom Friesenrat, eine der wenigen Organisationen,
die nicht von diesen Sparplänen betroffen sind, betont, dass
eine Kürzung der Fördergelder konträr ist zu den Pflichten, die
sich die Provinz nach der Ratifizierung der Europäischen Charta
für Regional- oder Minderheitensprachen selber auferlegt hat.

Henk Wolf stellte die West-Friesen
in Starbienino vor.
Beide, die Provinz und der Staat haben sich dazu verpflichtet,
die Kontakte zwischen den Friesen in den Niederlanden und in
Deutschland zu unterstützen.Plötzlich strich dann erst der Staat
seine finanzielle Unterstützung für den Friesenrat und jetzt kürzt
die Provinz die wichtigen Fördergelder für interfriesische
Jugendkontakte um die Hälfte. Das ist eine sonderbare Politik.
13. Jahrestagung der AG deutscher Minderheiten in der FUEV
als pdf-Format erhältlich
In Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundesministerium es Innern
veranstaltete die FUEV vom 09.-12. Oktober 2003 in der Europäischen
Akademie Sankelmark ihre 13. Jahrestagung der Arbeitsmeinschaft
deutscher Minderheiten in der FUEV (siehe auch PR 2003-56).
Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation im sog. Pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20031022AGDM.pdf
Rahmenbedingungen und pädagoische Konzepte
für die Vermittlung der Minderheitensprachen in Anlehnung
an die Europaische Charta fur Regional- oder Minderheitsprachen
Jahrestagung der slawischen Minderheiten in der FUEV
vom 24. - 26. Oktober 2003 in Budapest
Die Slowaken in Ungarn »Celostatna slovenska samosprava«
organisieren das diesjährige Minderheitenseminar für slawische
Minderheitenorganisationen in der FUEV.
Diese Treffen widmen sich stets wechselnden Themen und werden
entsprechend ausgewertet. Das diesjährige Haupthema widmet sich
dem Thema »Rahmenbedingungen und pädagoische Konzepte
fur die Vermittlung der Minderheitensprachen in Anlehnung an die
Europaische Charta für Regional- oder Minderheitsprachen«. Die
Tagung wird vom Vorsitzenden der Slowaken in Ungarn, Herrn Jan
FUZIK und dem Vorsitzenden der Lausitzer Sorben - Domowina, Herrn
Jan NUCK eröffnet. Die FUEV wird vertreten durch ihren Vizepräsidenten
Dr Ludwig ELLE.
Neben Vorträgen und Seminaren zum genannten Thema sind auch
Vorträge von Vertretern aus der Politik sowie ein Besuch beim
Slovensky institut sowie eine Besichtigung der Stadt Budapest geplant,
während er Chor »Ozvena« eine musikalische Darbietung liefern wird.
Die Tagung endet mit einer Exkursion in die historische Stadt
Ostrihom und einem Besuch des Dorfes Kestuc
Es werden Personen aus Österreich, Estland, Litauen, Lettland,
Deutschland, Slowakei, Ukraine, Serbien-Montenegro, Tschechien
und Ungarn erwartet.
Digitale Medien im Zentrum eines FUEV-Seminars
13. Jahrestagung der AG deutscher Minderheiten in der FUEV in Sankelmark
In Zusammenarbeit mit dem deutschen Ministerium des Innern
veranstaltete die FUEV vom 09.-12. Oktober 2003 ihr jährliches
Treffen für deutsche Minderheiten in der FUEV. Das 13te Treffen
dieser Art widmete sich dieses Mal den digitalen Medien.
Im Gegensatz zu den vorausgegangenen Tagungen nutzten
die Teilnehmer dieses Mal die Gelegenheit, in vier Arbeitsgruppen, ihre
Lageberichte in digitaler Form vorzutragen. So wurden im einzelnen sog.
Powerpointversionen erarbeitet (siehe Foto) aber auch ein Film erstellt.
Die Ergebnisse dieser Tagung sind im FUEV-Generalsekretariat erhältlich.

Die Arbeitsgruppen teilten sich auf in Angehörige aus den GUS-Staaten,
sowie zwei Guppen aus Angehörigen aus den EU-Beitrittsländern
Es schloß sich ein Besuchsprogramm bei vier deutschen Nordschleswigern in
Dänemark an. So stellten Landwirt Jes JEPSEN (www.ligaard.org), Tierarzt Hans
Heinrich Hansen, Brauereidirektor Kim FUGLSANG (www.fuglsang.dk)
(siehe Foto unten) und der Direktor des süddänischen Wirtschaftszentrums,
Asmus Peter ASMUSSEN (www.sjec.dk) ihre Berufsfelder vor.
Besonderes Augenmerk wurde dem ehrenamtlichen Engagement der
betreffenden Personen innerhalb der deutschen Minderheit in Dänemark
geschenkt.

In der Brauerei Fuglsang
Nächstes Treffen in Ungarn
Die Teilnehmer einigten sich darauf, das nächste Treffen dieser
Arbeitsgemeinschaftin Ungarn fortzusetzen. Die Gastgeberrolle wird
die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (www.ldu.hu) übernehmen.
Eine Dokumentation ist in Vorbereitung und bald erhältlich.
Friesisch in den Kindergärten fördern!
Lars Harms, Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Landtag zu Gast bei der FUEV
Vor wenigen Tagen besuchte Lars Harms, friesischer Abgeordneter des
Südschleswigschen Wählerverbandes (www.ssw-sh.de) im Schleswig-Holsteinischen
Landtag das FUEV-Generalsekretariat. FUEV-Geschäftsführer Frank Nickelsen
informierte Harms über die aktuelle Arbeit und das Wirken der FUEV.
Dabei interessierte sich Harms insbesondere für die Minderheiten-Sprachförderung
im Kindergartenbereich auf europäischem Sektor. Nickelsen verwies
bei dieser Gelegenheit auf das gemeinsam mit anderen Kleinsprachengruppen
durchgeführte Seminar bei den Kaschuben
www.fuen.org/pdfs/20031009DOKUStarbienino.pdf
bei dem neben den Gastgebern auch andere Minderheitenohne eigenen
Staat - wie die Sorben - ihre Lösungen im Kindergartenbereich vorstellten
(www.sorbischer-schulverein.de).

MdL Lars Harms
»In Schleswig-Holstein wird die Kindergartenfinanzierung in Zukunft
völlig umgestellt. Bei dieser neuen Finanzierung müssen auch
Minderheitenbelange berücksichtigt werden. Es muss finanzielle Anreize
geben, dass Kindergartenkinder in Nordfriesland zweisprachig, d.h. auch
in friesischer Sprache unterrichtet werden. Die Beispiele in anderen Regionen
- nicht zuletzt bei den Sorben in der Lausitz - verdeutlichen, dass wir in
Schleswig-Holstein Ideen anderer Minderheiten auf uns übertragen können,«
so Harms
2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino
als pdf-Format erhältlich
In Zusammenarbeit mit der Wojwodschaft Pommern, dem Schleswig-Holsteinischen Landtag
und des Kaschubisch-Pommerschen Vereins organisierte die FUEV vom 10.-11. Juni 2003
in der Kaschubischen Universität in Starbienino ihr 2tes Seminar für autochthone
Kleinsprachen gruppen ohne sog. »kin-state«
Die Konferenz ist ab sofort als Dokumentation im sog. Pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20031009DOKUStarbienino.pdf
Internationales Symposium für aromunische Studien
FUEV Präsident Romedi Arquint bei den Aromunen in Sofia
Auf Einladung des »Center for Aromanian Language and
culture in Sofia« nahm FUEV Präsident an einem
Internationalen Treffen der Aromunen () der Balkan-
halbinsel teil.
Im Beisein von Regierungsvertretern aus Bulgarien und Rumänien
wurden Lageberichte der Aromunen in Albanien, Mazedonien,
Rumänien und Bulgarien vorgetragen. In Mazedonien bestehen
sowohl Unterrichtsmöglichkeiten an den Schulen, regelmässige
Radio- und Fernsehsendungen; auch sind verschiedene
Vereinigungen, darunter der Schriftstellerverein, sehr aktiv.
Es werden neben einer literarischen Eigenproduktion auch
Übersetzungen aus der Weltliteratur sowie geeignete Unterlagen
für den Schulunterricht erarbeitet. Auf wissenschaftlicher Ebene
wird in Sofia geforscht. In Albanien werden in einer einzigen
Gemeinde Aromunisch-Unterricht in der Schule angeboten. Leider
fehlten die Aromunen aus Griechenland. In allen Gebieten sind
Folklore und Brauchtum eines der wichtigsten identitätsstiftenden
Merkmale. Beklagt wird das Fehlen von Lehrmitteln und ausgebildeten
Lehrpersonen, die Schwierigkeiten bei der Einführung von Aromunisch
als fakultative Unterrichtssprache ausser in Mazedonien ist dies
allein aus privater Initiative möglich. Wünschenswert wäre ein
Zusammenschluss der Kräfte, um in gemeinsamer und grenz-
übergreifender Weise die Rahmenbedingungen für das Überleben
und Erhalten der gefährdeten Sprache zu schaffen, ist Romedi
Arquint überzeugt, denn allein auf sich gestellt, sind die einzelnen
Gemeinschaften der Aromunen. zu schwach. Insbesondere sollten
die Empfehlungen des Europarates umgesetzt werden. Unter diesen
ist auch die Schaffung eines Zentrums für die aromunische Sprache,
die die Verbindung zwischen den einzelnen Gemeinschaften bilden
und stärken könnte, weiterhin ein Postulat auf dem Papier.
Umrahmt wurde das von Toma Kiurkciev und Michail Christov organisierte
Symposium durch enen Folkoreteil, der in eindrücklicher Weise die
Lebendigkeit und die Begeisterung für Kultur, Gesang und Tanz
zum Ausdruck brachte.
Unruhen in Karatschai
Seit dem letzten Wochenende (05-07. September 2003)
herrschen größere Unruhen in der russischen Kaukasusrepublik
Karatschai. Hintergrund bilden die letzten Präsidentschaftswahlen,
bei denen überraschend der bisherige Präsident General Semjonow,
selber Angehöriger der karatschaiischen Volksgruppe, nicht mehr
die Mehrheit erzielen konnte. Der neue Präsident heißt Mustafa
Badtyjew. Die FUEV-Mitgliedsorganisation und Dachverband des
Karatschaivolkes Dzhamagat, geht von einem massiven
Wahlbetrug aus und veranstaltet seit Sonntag Protestdemon-
strationen und Schweigemärsche in Tscherkessk und anderen
Städten der Republik. Nach Einkreisung der Demonstrierenden
und Isolierung durch Armeekräfte im Laufe der Nacht zum Montag,
zeigte sich am Montagmorgen, dass hunderte der eingekesselten
Menschen schwerkrank am Boden lagen. Der Vorsitzende der
Karatschai-Organisation Dzhamagat Azret Ketscherukow geht
von einer Vergiftung dieser Menschen aus. Warum und von wem,
darüber kann nur spekuliert werden. Behörden und Armee
sprechen dagegen von einer Epidemie.
Die Situation ist außer Kontrolle und das Karatschai-Volk
und die Dzhamagat, die an der Spitze dieser Bewegung steht,
befinden sich in einer verzweifelten Situation, so der Karatschaier.
Weitere Informationen erteilt Dzhamagat
+7-878-79-44074
FUEV-Kongreß in Bozen als pdf-Format erhältlich
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29-31 Mai 2003 in Bozen/Südtirol
Vom 29.-31. Mai 2003 führte die FUEV ihren 48. Nationalitätenkongreß
in Verbindung mit ihrer obligatorischen Delegiertenversammlung in Bozen durch.
Entsprechende Tagung ist ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:
Kongreß: http://www.fuen.org/pdfs/20030908DOKU_BOZEN.pdf
Delegiertenversammlung: http://www.fuen.org/pdfs/20030625FUEN_Assembly.pdf
Deutsche Minderheiten aus bis zu 22 Staaten in Sankelmark
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEV vom
09. - 12. Oktober 2003 in der Europäischen Akademie Sankelmark http://www.eash.de
Die Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der Föderalistischen
Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) trifft sich in diesem Jahr zum
13ten Male. Auf Initiative des Bundesministerium des Innern handelt
es sich um eine 1991 in Budapest gegründete informelle
Arbeitsgemeinschaft, die alle Organisationen vereint, die in der FUEV,
dem Dachverband der nationalen Minderheiten und traditionellen
Volksgruppen in Europa, zusammengeschlossen sind und sich als
Verbände deutscher Minderheiten betrachten.
Im Zentrum der diesjährigen Tagung stehen Multimediapräsentationen
sowie ein Besuch bei den deutschen Nordschleswigern in Dänemark.
Es werden bis zu 60 Teilnehmer aus 22 Staaten erwartet.
Ein erster Programmentwurf ist unter folgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20030924AGDMprogrammD.pdf
FUEV Konferenz in Kirgisien
Romedi Arquint und Hans Heinrich Hansen vom 03-07.09.2003
zu Gesprächen in Bischkek
Eine multikulturelle Gesellschaft ist vergleichbar einem , der
seine Leuchtkraft nur voll zum Strahlen bringt, wenn alle Seiten
intensiv gepflegt werden, sagte Akaev Asgar Akaevitsch,
Präsident der Republik Kirgistans anlässlich einer Aussprache
mit FUEV Präsident Romedi Arquint und Vizepräsident Hans
Heinrich Hansen. Diese fand im Anschluss an eine internationale
Konferenz zur Nationalitätenpolitik der jungen Republik statt.
Den über 60% Kirgisen stehen eine beachtliche Minderheit
an Usbeken und Russen sowie weitere kleine und kleinste
Volksgruppen gegenüber. Kirgistan hat nach der Wende,
die mit einem Aufflackern ethnonationalistischer Tendenzen
besonders dank einem entschiedenen Einsatz des Präsidenten
Akaev sich bald zu einem Staatskonzept entschieden, dem
die Multikulturalität zugrunde liegt. So wurde neben der
Rehabilitierung des Kirgisischen auch das Russische als
Staatsprachen erklärt, die Pflege der Volkssprachen im
Bildungssystem, in Wissenschaft und in der Kultur gelten
als selbstverständlich. Ein beratendes Gremium aller
Volksgruppen, die Assemblée sichert die aktive Mitsprache
aller Beteiligten und dient als Brücke zur Regierung und
Parlament. Die Konferenz, an der auch Vertreter aus den
benachbarten Staaten teilnahmen, wurde vom Vertreters
der deutschen Volksgruppe und Parlamentsabgeordneten
Valerij Issidorowitsch Dill angeregt und vorbereitet und vom
Vorsitzenden des kirgisischen Parlaments eröffnet.
Die FUEV Delegation konnte sich davon überzeugen, dass
in Kirgistan der friedlichen Koexistenz aller Volksgruppen grösste
Aufmerksamkeit geschenkt wird. Neben der sachlich und offen
vorgetragenen Bilanz des in den letzten 10 Jahren Erreichten
wurden auch Mängel und Perspektiven für den Ausbau der
kulturellen Autonomie erörtert.
Kirgistan hat in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen
Lage und in kurzer Zeit ein stabiles Fundament für einen multi-
kulturellen Staat gelegt, was in Anbetracht der Entwicklung in
anderen Regionen, alles andere als eine Selbstverständlichkeit
darstellt, anerkannte FUEV Präsident Romedi Arquint.
Die FUEV Delegation hatte die Gelegenheit, einen Einblick in
die landschaftliche Schönheit und die Alltagsprobleme der
Kirgisen zu erhalten. Höhepunkte waren dabei der Aufenthalt am
Issyk-Kulsee und der Besuch des ehemaligen Mennonitendorfes
Bergtal, das für die vorbildliche Gemeindeführung ausgezeichnet
wurde. Nicht Fehlen durfte der Ausflug auf die 2000 M.ü.M
gelegene Pferdealp mit dem Kosten der Stutenmilch,
des kirgisischen Nationalgetränkes.

Der Abgeordnete im Kirgisischen Parlament und Vorsitzende
des Volksrats der Deutschen in Kirgisien, Valeri Dil (links),
hatte maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Konferenz in Bischkek.
Neben ihm der Vorsitzende der Deutschen in Kasachstan, Alexander Dederer,
der ebenfalls an der Konferenz teilnahm
Die FUEV wertet diese Konferenz als ein Zeichen des guten
Willens der Republik Kirgistan, seine Minderheitenprobleme
unter Einbeziehung der Betroffenen und in Zusammenarbeit
mit den Minderheitenverbänden lösen zu wollen.
FUEV-Beauftragter der Ungarndeutschen besuchte die FUEV
Dr. Koloman Brenner zu Gesprächen in Flensburg
Im Rahmen eines Informationsbesuches bei den Nordfriesen
und bei der FUEV, besuchte vor wenigen Tagen Der FUEV-Beauftragte
der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (http://www.ldu.hu),
Dr. Koloman BRENNER das FUEV-Generalsekretariat.

Dr. Koloman Brenner (rechts) hier mit Jörgen Jensen Hahn und
Bernhard Ziesch während der Wahlhandlungen in Bozen im Mai 2003.
BRENNER, der auch als Wahlvorstandsmitglied bei der
letzten FUEV-Delegiertenversammlung in Bozen eingesetzt war
und auch entsprechendes Protokoll unterzeichnete, erkundigte
sich über den Stand der Vorbereitungen zur 13. Jahrestagung
der deutschen Minderheiten in der FUEV vom 09.-12. Oktober
2003 in der Europäischen Akademie Sankelmark. Ein Programm
dieser Tagung ist in Vorbereitung und wird Anfang September verschickt.
FUEV-Seminar in Graubünden als pdf-Format erhältlich
Das im Juni in der Schweiz durchgeführte Seminar für 25 Georgier
(siehe auch PR Nr. 2003-39) ist ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20030822RAMMgech.pdf
Weitere Einzelheiten:
http://www.fuen.org/pdfs/20030606CH_Grisons.pdf
»Partnership for Diversity Forum« 2004 in Flensburg
Johan Hägman, EBLUL, und Renate Schnack im FUEV-Generalsekretariat
Johan Hägman, Mitarbeiter des EBLUL (www.eblul.org) besuchte
vor wenigen Tagen das FUEV-Generalsekretariat zwecks Vorstellung
der vom 19.-22. Februar 2004 in Flensburg stattfindenden Konferenz
»Partnership for Diversity Forum«

Renate Schnack (links) mit Johan Hägman
Hägman, der von der Minderheiten-
beauftragten des Landes Schleswig-Holstein, Frau Renate Schnack
begleitet wurde, begrüßte die Bereitschaft der FUEV, an dieser
Konferenz mitzuwirken. So wird FUEV-Präsident Romedi Arquint
neben der Zielrichtung der FUEV auch die Sprachenvielfalt in
der Schweiz vorstellen.
Ein Entwurfsprogramm liegt vor und ist im EBLUL Büro in Brüssel erhältlich.
Minderheiten- und Volksgruppenpolitik in Schleswig-Holstein
als Broschüre erhältlich
Kiel (SHL) - Eine Broschüre zur Minderheiten- und Volksgruppenpolitik
in Schleswig-Holstein für die 15. Legislaturperiode ist jetzt erschienen.
Sie enthält das Protokoll der Plenardebatte, den Bericht der
Landesregierung zur Minderheiten- und Volksgruppenpolitik, im Anhang
umfangreiche Auszüge aus Rechtsvorschriften und Erlassen, Zahlen-, Daten-
und Anschriften-material.
Die Landesregierung hat dem Schleswig-Holsteinischen Landtag im
Dezember letzten Jahres ihren in den Vorjahren jeweils am Ende der
Legislaturperiode erstatteten Bericht erstmalig als Halbzeitbilanz
vorgelegt. Die Vorverlegung des Berichtszeitpunktes in die Mitte der
Legislaturperiode beruht auf einem Beschluss des Europaausschusses
des Schleswig-Holsteinischen Landtages vom März 2001. Damit soll ein
Ausblick auf geplante Schwerpunkte der Minderheitenpolitik bis zum
Ende der Legislaturperiode und eine frühzeitige Befassung und ein
Reagieren auf neue Entwicklungen ermöglicht werden. Der Bericht wurde
um ein Forum ergänzt, in dem die nationalen Minderheiten, ethnischen
Volksgruppen, Grenz-verbände und internationalen Minderheiten-
organisationen selbst zu Wort kommen, um ihren Wünschen, Forderungen
und Perspektiven unmittelbar Nach- bzw. Ausdruck zu verleihen.
Die Broschüre kann kostenlos angefordert werden beim
Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Referat Europaangelegenheiten,
Ostsee-kooperation und Minderheitenfragen,
Düsternbrooker Weg 70, D-24105 Kiel,
Anja.Freudenthal@landtag.ltsh.de oder
Anke.Pfitzner@landtag.ltsh.de
Verkehrssicherheit auf Friesisch
Friisk Foriining stellt Schilder auf
Mit einem neuen Projekt will die Friisk Foriining zu Beginn des neuen
Schuljahres für mehr Verkehrssicherheit auf den nordfriesischen Straßen
sorgen und dabei auch gleich etwas für das Friesische tun. Die Friisk
Foriining hat zweisprachige Schilder herstellen lassen, die darauf
hinweisen, dass auf Kinder im Straßenverkehr besonders geachtet
werden soll. Diese Schilder sollen nun an Schulen, Kindergärten und an
befahrenen Straßen aufgestellt werden, damit die Autofahrer zugunsten
der Sicherheit der Kinder vom Gas gehen. Gerade jetzt zum
Schulbeginn wollen wir so für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen,"
sagte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms, der die Idee zu
diesem Projekt hatte.

Lars Harms (rechts) vertrat im Juni 2003 den Schleswig-Holsteinischen Landtag beim
2ten Seminar für Kleinsprachengruppen ohne sog. »kin-state« in Starbienino/PL.
V.l.n.r.: Henk Wolf (Westfriese in den Niederlanden), Gary Funck, Marie Tångeberg
und Harms (alle Nordfriesen in Deutschland)
Die Friesen hatten ähnliche Schilder bei einem Besuch im Rahmen
einer Sprachreise zu den Kärntner Slowenen in Österreich gesehen und waren
gleich angetan von der Idee, zweisprachig für mehr Verkehrssicherheit
zu werben. Dort findet man Schilder, die in deutscher und slowenischer
Sprache auffordern, auf Kinder in Straßenverkehr zu achten.
Wir bekommen immer wieder neue Ideen auf unseren Sprachreisen.
Mit dieser Aktion wollen wir jetzt die friesische Sprache für jedermann
sichtbar machen und dabei gleichzeitig etwas für die Sicherheit
unserer Kinder tun," so der Vorsitzende der Friisk Foriining Jörgen
Jensen Hahn. Die Schilder, die vom Land Schleswig-Holstein
bezuschusst wurden, haben die Aufschrift Achtet auf Kinder!
- Jeew åcht aw da bjarne!"

Jetzt sollen die Schilder kostenlos an Schulen, Kindergärten oder
auch an Privatpersonen abgegeben werden. Jörgen Jensen Hahn
und Lars Harms sind sich sicher, dass die Schilder, von denen
die ersten bereits aufgestellt worden sind, schnell vergriffen sein werden.
Weitere Einzelheiten:
http://www.friiske.de
Bizarrer Streit um FUEV in Sachsens PDS
Stellungnahme von Vizepräsident Dr. Ludwig Elle
In einem Beitrag am 5. Juli 2003 informierte die Sächsische Zeitung (Dresden)
über Kontroversen innerhalb der PDS-Fraktion in Sachsen im
Zusammenhang mit der Teilnahme des Abgeordneten Heiko Kosel am
Jahreskongress der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV).
FUEV-Vizepräsident Dr. Ludwig Elle: »Es liegt mir fern, mich
in die innerfraktionellen und innerparteilichen Streitereien der PDS
einzumischen. Da jedoch ein Hintergrund der in den Medien publik
gemachten Kontroversen die FUEV ist, deren Vizepräsident ich
seit 1994 bin, sehe ich mich veranlasst, mich zu äußern.

FUEV-Vizepräsident
Dr. Ludwig Elle
Offensichtlich ist einigen Abgeordneten der PDS nicht bekannt oder
es wird wissentlich ignoriert , dass in Europa eine Vielzahl nationaler
Minderheiten (Volksgruppen) lebt. Gemäß dem Rahmenübereinkommens
des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten sollen ihnen gleiche
politische, kulturelle und sprachliche Entfaltungsmöglichkeiten wie der
Mehrheitsbevölkerung gewährt werden. Zahlreiche Minderheitenverbände
haben sich in der 1949 gegründeten FUEV (die in einer DDR-Publikation
1979 in einen Zusammenhang mit dem antiimperialistischen Kampf
gestellt wurde) zusammengeschlossen. Derzeit sind es 73 Organisationen
aus 30 Staaten, aus der Bundesrepublik die Verbände der Friesen,
Dänen, Sorben, Polen und Sinti und Roma. Grundprinzip in der FUEV
ist die Solidarität unter den Minderheitenverbänden und eine auf
demokratischer Zusammenarbeit von Mehrheit und Minderheit
ausgerichtete Minderheitenpolitik. Präsident der FUEV ist seit 1996
ein der rätoromanischen Minderheit angehörender Sozialdemokrat
aus der Schweiz wohl kaum geeignet als Instrument deutscher
Volksgruppenpolitik im Ausland.
Von der durch MdL Heiko Kosel in einer Presseaussendung vom
2. Juli 2003verbreitete Gleichsetzung der derzeitigen durchaus
problematischen sächsischen Schulpolitik gegenüber den Sorben
mit schwärzesten und braunen Kapiteln in der sorbischen Geschichte
und der Wertung als verfassungswidrigen Kurs der Zerstörung
sorbischer Grundsubstanz distanziere ich mich, auch im Namen
der FUEV, ausdrücklich.«
Weitere Einzelheiten:
Sächsische Zeitung
Statement von Heiko Kosel
FUEV-Delegiertenversammlung als pdf-Format erhältlich
Am 29. Mai 2003 führte die FUEV ihre obligatorische
Delegiertenversammlung in Bozen / Südtirol / Italien durch. Entsprechende Beschlüsse
sind ab sofort als Dokumentation im sog. pdf-Format erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20030625FUEN_Assembly.pdf
Der komplette 48. FUEV-Nationalitätenkongreß ist demnächst erhältlich.
Erfolgreiches Seminar für 25 Georgierinnen und Georgier in der Schweiz
FUEV-Seminar vom 17.-27. Juni 2003 in in Graubünden und in Bern
Das Seminar hatte den Zweck, einer Gruppe von Persönlichkeiten
aus Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft während 10
Tagen Gelegenheit zu geben, den dreisprachigen Kanton Graubünden
und seine politischen Strukturen kennen zu lernen, sowie sich mit der
Schweiz als föderalistischem Staat und den internationalen Regelwerken
zum Schutze der nationalen Minderheiten auseinander setzen zu können.
Am Seminar nahmen 25 Personen teil, die aus Georgien sowie aus den
getrennten Gebieten Abchasien, Acharien und Süd-Ossetien stammen.
Das Experiment, Menschen aus verschiedenen verfeindeten - Regionen
zusammenzubringen, kann als gelungen bezeichnet werden. Zwischen den
teilnehmenden kam es während der 10 Tage zu einem fruchtbaren und
konstruktiven Dialog auf inhaltlicher wie auf persönlicher Ebene.
Am Seminar referierten und diskutierten u.a. Prof. Daniel Thürer (Zürich),
die Nationalräte Andreas Gross und Gabi Vermot-Mangold, vom Europarat
Regina Jensdottir und Hanno Hartig. In Samedan (GR) erhielten die
Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die Politik auf Gemeindeebene
sowie in den Alltag der zweisprachigen Volksschule. Darüberhinaus erhielten
sie einen Einblick in die Theorie und Praxis der Sprach- und Kulturpolitik
(Chasper Pult und Bernard Cathomas) in einem föderalistischen Staate.
Über den Konflikt in Sri Lanka, der ebenfalls auf einer ethnischen Grundlage
fusst, informierte Botschafter Keller im Swiss Peace Institut. In der
Bundeskanzlei wurden sie mit der Sprachpolitik auf eidgenössischer Ebene
konfrontiert und in Genf besuchten sie das Internationale Rote Kreuz, die
UNHCR sowie das Centre for security policy. Den Abschluss bildete ein
Empfang durch den Botschafter Georgiens und die Evaluation des
Seminars auf dem Schloss Lenzburg.
Das Seminar konnte dank grosszügiger Unterstützung des Bundes
und des Kantons Graubünden realisiert werden. Es ist Teil der
Aktivitäten des Kantons zum 200jährigen Jubiläum.
Weitere Einzelheiten:
http://www.fuen.org/pdfs/20030606CH_Grisons.pdf
Forschungsstipendium der Ministerpräsidentin
Anläßlich des 15 jährigen Bestehens der Funktion der
schleswig-holsteinischen Minderheitenbeauftragten vergibt
die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein ein
Promotionsstipendium für junge Wissenschaftler, die sich mit
Minderheitenfragen beschäftigen. Gefördert werden soll eine
Forschungsarbeit zu Minderheitenthemen, deren Schwerpunkt
auf zeitgeschichtlichen oder sprachwissenschaftlich-kulturellen
Gebiet liegt. Mit berücksichtigt werden sollen aktuelle Bezüge zum
europäischen Integrationsprozess, so die Ministerpräsidentin
Heide SIMONIS.

Renate Schnack (links) und Heide Simonis
Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine
Auswahlkommission, der auch die Minderheitenbeauftragte
Renate SCHNACK angehört. Die
Bewerbungsfrist endet am 15. August 2003.
Weitere Einzelheiten:
http://www.Minderheitenbeauftragte.schleswig-holstein.de
Internationale Praktikanten des Deutschen Bundestages
besuchten die FUEV
Im Rahmen eines Informationsbesuches in Flensburg wurde
die FUEV von internationalen Praktikanten des Deutschen Bundestages besucht.
Die Stipendiaten absolvieren in einmal im Jahr in den Büros von
Bundestagsabgeordneten ein Praktikum. Im Jahr 2003 nehmen
Studenten aus folgenden Ländern teil:: Albanien (3), Bulgarien (5),
Estland (3), Kroatien (3), Lettland (3), Litauen (3), Mazedonien (3), Polen (6),
Rumänien (6), Russland (10), Slowakei (3), Slowenien (3), Tschechien (6),
Ukraine (5), Ungarn (6) und die USA (19). Neben den obligatorischen
Lehrveranstaltzungen an der Humboldt-Universität oder anderen Berliner
Hochschulen ist auch ein Besuch im jeweilgen Wahlkreis der
Abgeordneten vorgesehen.
Praktikanten aus der Ukraine, Mazedonien, Bulgarien und den USA
wurden von Frank Nickelsen, Generalsekretär der FUEV, in die Arbeit und
das Wirken der FUEV per PowerPoint Präsentation eingeführt.

V.l.n.r.: Theo van der Zee / USA (Praktikum bei MdB Cornelia Behm / BD 90/Die Grünen);
Biljana Mojsovska / Mazedonien (Praktikum bei MdB Detlev Dzembritzki / SPD);
Ivan Gayvanovych / Ukraine und Doroteya Pandava / Bulgarien
(Praktikum bei MdB Andrea Voßhoff und Michael Stübgen / CDU/CSU);
Die Internationalen Parlaments-Praktika IPP stehen unter der
Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages
und dauern noch bis 31. Juli 2003.
Implementierungskonferenz vom 25. und 26.Juni 2003 in Berlin
Mitteilung des Vorsitzenden des Bundes Lausitzer Sorben Domowina,
Jan Nuck vom 21. Juni 2003
Am 25. und 26. Juni 2003 wird in der Bundeshauptstadt
ein sogenannter Runder Tisch organisiert, an dem die Vertreter
der deutschen Behörden, die Verantwortlichen der Dachverbände
der in Deutschland ansässigen Minderheiten und Vertreter der
zuständigen Organe des Europarates teilnehmen werden.
Bei dieser Implementierungskonferenz geht es darum,
1. die Haltung der deutschen Behörden in der Minderheitenpolitik zu koordinieren
2. die beiden Übereinkommen des Europarates (Rahmenübereinkommen des
Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten < 1995 >, Europäische Charta der
Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates <1992> in die Tat
umzusetzen,
auf die von den Kontrollorganen des Europarates gemachten Beanstandungen
einzugehen und die Massnahmen zu treffen, die in Übereinstimmung mit der
deutschen Verfassung den Forderungen und Schlussfolgerungen der Experten des
Europarates Rechnung tragen.
3. Ein weiteres Anliegen dieser Konferenz wird es sein, den Austausch von
Informationen zwischen den betroffenen Ländern und zwischen den Ländern und
den Bundesbehörden zu verstärken und
die regionalen und örtlichen Behörden für die in diesen beiden Dokumenten des
Europarates behandelten Themen zu sensibilsieren.
Diese Konferenz ist für die Sorben in Sachsen von grösster Bedeutung, besteht
nun doch neuerdings die Absicht, die gesamte symbolträchtige Mittelschule
von Crostwitz zu schliessen.
Stephan Kleinschmidt neuer JEV-Präsident
Außerordentliche Delegiertenversammlung der JEV
Am 7. Juni fand in Flensburg die außerordentliche
Hauptversammlung der Jugend Europäischer Volksgruppen JEV
statt. Organisator war die »Sydslesvigsk danske ungdomsforeninger«
(Jugendverband der dänischen Minderheit) in Deutschland, der Dank
und Anerkennung gilt, da sie diese Hauptversammlung in so kurzer
Zeit organisieren konnte.

Zu dieser Sitzung ist es aufgrund einiger ungelöster
Punkte auf der HV in Klagenfurt gekommen. So
gab es noch keinen Kandidaten für das Osterseminar
2005 sowie für das Herbstseminar 2004.
Ebenso wurde ein neuer Vorstand gewählt (siehe Foto).

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Stephan
Kleinschmidt (DJN), den Vizepräsidenten Ydwine Willemsma (FYK) und
Matjaz Jaklic (MOSP) sowie dem Schatzmeister Gergely Dardai (GJU) und
der bisherigen Sekräterin Alice Ratyis (MISzSz). Veranstalter des
Herbstseminars 2004 ist die GiuRu und der SJR veranstaltet
das Osterseminar 2005
Weitere Einzelheiten:
http://www.yeni.org
http://novinet.info/yeni/docs/pr_GA_flensburg_2003.pdf
Kleinsprachengruppen in Entscheidungsgremien einbinden!
2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino
Vor dem Hintergrund des einstimmigen Memorandums der Republik
Polens zum EU Beitritt am 09. Juni 2003 fand eine zweitägige
Konferenz für autochthone Kleinsprachengruppen in Starbienino / PL statt.
Die Konferenz war ein Kooperationsseminar aus der Wojwodschaft Pommern,
dem Kaschubisch-Pommernschen Vereins, dem Landtag Schleswig-Holstein und der FUEV.

Der Präsident der Wojwodschaft Pommern und gleichzeitig Vorsitzende
des Kaschubisch-Pommernschen Vereins, Herr Prof. Brunon SYNAK
begrüßte im Namen der Gastgeber bis zu 50 Teilnehmer aus insgesamt 7
Staaten. Neben den gastgebenden Organisationen nahmen Cornwaliser aus
Großbritannien, Friesen aus Deutschland und den Niederlanden, Sorben aus
Deutschland, Ladiner aus Italien sowie Rätoromanen aus der Schweiz teil.

FUEV-Vizepräsident Dr. Ludwig Elle (selbst Lausitzer Sorbe)
stellte u.a. das WITAJ-Projekt der Sorben vor.
Die FUEV war vertreten durch die beiden Vizepräsidenten Dr. Ludwig ELLE
und Dr. Nigel HICKS sowie FUEV-Generalsekretär Frank NICKELSEN und
Sekretär Gary FUNCK.
Prof SYNAK nutzte auch die Gelegenheit den Landtag Schleswig-Holstein -
vertreten durch Vizepräsidentin Dr. Gabriele KÖTSCHAU und den friesischen
Vertreter des Südschleswigschen Wählerverbandes SSW, Lars HARMS
- zu begrüßen.
Die zweitägige Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist, daß man
die Kleinsprachengruppen nicht nur mit Rechten ausstattet, sondern daß
sie auch in Entscheidungsgremien eingebunden werden müssen.»Es reicht
nicht nur rechtliche Instrumente zu schaffen. Man muß diese
Kleinsprachengruppen auch einbinden. Internationale Netzwerke können
dabei sehr hilfreich sein«, meinte Prof. SYNAK. Dabei hob er insbeonders
die Kooperation des Landes Schleswig-Holstein und der Wojwodschaft
Pommerns hervor und empfiehlt mehrere derartige Partnerschaften.
Die Veranstaltung war die zweite dieser Art. Die erste fand in Sankelmark
statt. Weitere Veranstaltungen in den entsprechenden Gebieten sind geplant.
Eine ausführliche Dokumentation dieser Tagung ist in Vorbereitung und demnächst abrufbar.
Demokratie-Seminar für 25 Georgierinnen und Georgier in der Schweiz
FUEV-Seminar vom 17.-27. Juni 2003 in in Graubünden und in Bern
Das Seminar bezweckt, einer Gruppe von Persönlichkeiten der
verschiedenen Nationalitäten Georgiens, Persönlichkeiten aus Politik,
Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft während 10 Tagen Gelegenheit
zu geben, den dreisprachigen Kanton Graubünden und seine politischen
Strukturen kennen zu lernen, sowie sich mit der Schweiz als föderalistischem
Staat und den internationalen Regelwerken zum Schutze der nationalen
Minderheiten auseinander setzen zu können.
Das Seminar konnte dank grosszügiger Unterstützung des Bundes und
des Kantons Graubünden realisiert werden. Es ist Teil der Aktivitäten des
Kantons zum 200jährigen Jubiläum.
Insbesonders möchten wir Sie auf den Empfang der Seminarteilnehmenden
durch den Regierungspräsidenten, Hrn. Engler am 17. Juni 2003 um 12.00h im Staatskeller
in Chur (Fototermin) hinweisen.
Kontaktadressen:
romedi.arquint@bluewin.ch
murezi.michael@bluewin.ch
Weitere Einzelheiten:
http://www.fuen.org/pdfs/20030606CH_Grisons.pdf
2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino
FUEV-Seminar in Zusammenarbeit mit der Wojwodschaft Pommern,
demLand Schleswig-Holstein, dem Kasubisch-Pommernschen Verein und der FUEV
2tes Seminar für Minderheiten ohne sog. »kin-state« in Starbienino
FUEV-Seminar in Zusammenarbeit mit der Wojwodschaft Pommern,
demLand Schleswig-Holstein, dem Kasubisch-Pommernschen Verein und der FUEV
Vom 10-11 Juni 2003 wird das 2te Seminar für Kleinsprachengruppen ohne sog.
»kinstate« durchgeführt. Teilnehmende Minderheiten sind die Kaschuben in Polen
Polen, Rätoromanen in der Schweiz, die Ladiner in Italien, die Friesen in Deutschland und
den Niederlanden, die Sorben in Deutschland und die Cornwaliser in Großbritannien.
Die Veranstalter rechnen mit ca. 50 Personen aus sechs verschiedenen Staaten.
Die Konferenz wird in Polnisch, Englisch und Deutsch durchgeführt.
Weitere Einzelheiten zum Programm sind auf nachfolgendem Link erhältlich
http://www.fuen.org/pdfs/20030602Starbienino.pdf
Die nationalen Minderheiten im »neuen Europa«
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29. - 31. Mai 2003 in Bozen/Bolzano
Vom 29.-31. Mai 2003 führte die Föderalistische Union Europäischer
Volksgruppen FUEV ihren 48. FUEV-Nationalitätenkongreß und ihre
obligatorisch Delegiertenversammlung in Bozen/Bolzano durch.
Der Kongreß widmete sich dem Thema »Die nationalen Minderheiten
im »neuen Europa«« und wurde von über 200 Teilnehmern aus 25
verschiedenen Staaten besucht.Es handelte sich größtenteils um
MinderheitenvertreterInnen der über 73 angeschlossenen Verbände.
Aber auch Staatsvertreter, Wissenschaftler und auch eine Reihe
Medienvertreter waren anwesend. Die Veranstaltung wurde vom
FUEV-Präsidenten Romedi ARQUINT eröffnet. Grußansprachen
gab es vom Landeshauptmann der Autonomen Provinz Bozen, Dr.
Luis DURNWALDER, dem Vizepräsidenten der Autonomen Region Trentino
Dr. Richard THEINER, dem Obmann der Südtiroler Volkspartei
Dr. Siegfried BRUGGER, dem Südtiroler Landesrat für Kultur und gleichzeitig
FUEV-Vizepräsident Dr. Bruno HOSP sowie der Vorsitzenden der Union
Generela di Ladins dla Dolomites, Frau Hilda PIZZININI.

FUEV Präsident Romedi ARQUINT (Schweiz) wies in seiner
Eröffnungsrede auf 3 unverzichtbare Ecksteine füer den Bau des
neuen europäischen Hauses:

FUEV-Präsident
Romedi Arquint
Neben der Stärkung einer europäischen
Identität, die die gemeinsamen Werte politisch und emotional zum
Tragen bringt muss es eine enge Korrelation zwischen möglichst
basisnahen lokalen und regionalen Verantwortlichkeiten und
internationalen heute völlig ungenügenden - Rahmeninstrumenten
zum Schutze der nationalen Minderheiten geben.
Arquints Rede im Wortlaut:
Die Festreden wurden vom Ombudsmann der Ungarischen Regierung,
Herrn Prof. Jenö KALTENBACH sowie vom neugewählten Direktor des Kongresses
der Gemeinden und Regionen (Congress of Local and Regional Authorities of Europe),
Ulrich BOHNER vorgetragen und werden demnächst in einer umfangreichen Dokumentation
eingebettet werden
Lageberichte der FUEV-Mitgliedsorganisationen
erfordern ein Umdenken!
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29. - 31. Mai 2003 in Bozen/Bolzano
im Rahmen des 48. FUEV-Nationalitätenkongresses wurde an
vier ausgewählten Fallbeispielen deutlich, wie dringend Handlungsbedarf
bei der Umsetzung der Instrumente wie dem Rahmenübereinkommen zum Schutz
und Förderung nationaler Minderheiten und der Europäischen Charta der Regional-
oder Minderheitensprachen ist.
Im einzelnen hatten die Krimtataren in der Ukraine, Die Kärntner Slowenen
in Österreich, die Mazedonier in Griechenland und die Russen in Lettland
die Gelegenheit , auf ihre Situation gesondert einzugehen.
FUEV-Beirat in Bozen/Bolzano
48. FUEV-Nationalitätenkongreß vom 29. - 31. Mai 2003 in Bozen/Bolzano
Der im Juni 2000 in Komarno/Komaron (SK) ins Leben gerufene Beirat traf
sich ebenfalls zu einer Sitzung. Die Vorsitzende des FUEV-Beirats, die
Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Frau Renate
Schnack, nutzte im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die sich speziell mit
den Wojwodschaften Pommerania und Opole befaßte, die Gelegenheit,
in dieser Form das erste Mal die Arbeit des FUEV-Beirates zu präsentieren.
In einem vertiefenden Gespräch konnte Frau Schnack zahlreiche Vertreter
der Parlamente und Regierungen, in denen FUEV-Mitgliedorganisationen
leben, begrüssen (siehe Foto).

Für Frau Schnack bieten FUEV-Veranstaltungen ideale Plattformen, das
Zusammenwirken von staatlichen Institutionen und einer NGO wie der FUEV
zum Wohle der nationalen Minderheiten in Europa zu demonstrieren und
eine breite Öffentlichkeit - über die "Kongressöffentlichkeit" hinaus -
zu interessieren und zu informieren.
Der Beirat ist ein informelles Informations- und Austauschorgan,
das die Tätigkeiten der FUEV begleiten und unterstützen soll. Mit der
Schaffung des Beirates betonen sowohl die FUEV als NGO, als auch die
staatlichen Vertreter den Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit, ohne
die Minderheitenfragen nicht zufriedenstellend angegangen und gelöst
werden können. Weitere Sitzungen sind demnächst vorgesehen.
Dr Nigel Hicks neuer Vizepräsident der FUEV!
Delgiertenversammlung der FUEV
Im Rahmen der ordentlichen FUEV-Delegiertenversammlung
am 29. Mai 2003 wurden nachfolgende Organistionen als FUEV-Mitglieder
aufgenommen
Ordentliche Mitglieder:
Cornish Stannery Parliament / GB
Slaavi Haridus-Ja / EE
Assoziation der Deutschen in Georgien / GE
Assoziierte Mitglieder:
Tschechen in der Slowakei / SK
Kirim Karaylar / UA
Alle Mitglieder der FUEV:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_3_2002.html
Des weiteren beschäftigte sich die Delegiertenversammlung mit den
ordentlichen Geschäften wie die Jahresberichte 2002 sowie dem
Haushaltsentwurf für das Jahr 2003. Die Jahresberichte wurden einstimmig
genehmigt bzw. verabschiedet
Außergewöhnlich war in diesem Jahr die zusätzliche Wahl eines
FUEV-Vizepräsidenten. Diese war nach dem Ausscheiden des
langjährigen FUEV-Vizepräsidenten Per Le Moines seit 2001 vakant.
Für das Präsidium war es wichtig, daß ein neuer Vizepräsident die Kontakte
nach Westeuropa und vor allen Dingen den keltischen Minderheiten
aufrechterhält. zu erhalten und

l
So wurde auf Vorschlag des FUEV-Präsidiums einstimmig von der
Delegiertenversammlung beschlossen, den 45jShrigen Kornwaliser
Dr. Nigel Hicks (siehe Foto oben) für zunächst ein Jahr mit dem Amt des FUEV-Vizepräsidenten
zu bekleiden. Hicks, der als Vertreter des »An Seneth Stenak Kernowek«
(Cornish Stannary Parliaments) bereits einige FUEV-Erfahrung sammeln konnte,
ist außerdem im Vorstand der kornischen Sprachorganisation »Agan Tavas«,
die sich für Erhalt und Weiterentwicklung der akut vorm Aussterben bedrohten
keltischen Ursprache Cornwalls einsetzt. Dr. Hicks ist somit auch ein geeigneter
Ansprechpartner für die kleinen Minderheiten ohne »Kin-State« im Hintergrund,
wie z.B. die Friesen, Sorben, RStoromanen, Saami und andere.
In der Hauptresolution wurde eine Standortbestimmung der aktuellen Lage
in Bezug auf die nationalen Minderheiten dargelegt und daraus entsprechende
Forderungen und Erwartungen an die Eu, an den Europarat, an das Gipfeltreffen
der Minister des Europarates 2004/5, an die Nationalstaaten formuliert.
Neben der Hauptresolution verabschiedete die Delegiertenversammlung
verschiedene Aufrufe.
Alle verabschiedete Resolutionen:
Minderheitenfragen auf der Tagesordnung
des Europäischen Parlaments
Europaparlamentarier Michl EBNER wurde dieser Tage
vom Europäischen Parlament damit beauftragt, einen Bericht
zum Thema Die regionalen und weniger verbreiteten
europäischen Sprachen Die Sprachen der Minderheiten in der EU
unter Berücksichtigung der Erweiterung und der kulturellen Vielfalt zu verfassen.
Das Europäische Parlament hat bereits mit einer Reihe von
Resolutionen, die in den 80er und 90er Jahren den Schutz
von weniger verbreiteten Sprachen forderten, in diesem Bereich
Einsatz und Bereitschaft gezeigt.

Schon 2000 organisierte Michl Ebner zusammen
mit der FUEV in Straßburg eine Veranstaltung
der mit an Fragen nationaler Minderheiten und
Kleinsprachen interessierten nichtstaatlichen
Organisationen zum Thema Grundrechtekatalog
der EU und die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas.
V.l.n.r. Dr. Andreas SELMECI, Gesellschaft für bedrohte Völker,
Dr. Michl EBNER und die beiden FUEV-Vizepräsidenten Hans
Heinrich HANSEN und Dr. Ludwig ELLE.
l
Inzwischen steht jedoch die Union vor neuen Herausforderungen.
Zum einen wird die Erweiterung der Europäischen Union
die sprachliche und kulturelle Vielfalt der EU wesentlich bereichern,
aber auch im Bereich des Minderheitenschutzes neue Fragen
aufwerfen. Zum anderen stehen die großen Bildungs- und
Kulturprogramme der EU vor tiefgreifenden Reformen.
Für das Europäische Parlament ist dies daher der entscheidende
Moment, um nicht nur zu den Vorschlägen der Europäischen
Kommission Stellung zu nehmen, sondern um sich in der Tradition
seiner Entschließungen auch etwas weiter vorzuwagen und mit dem
Ebner-Bericht legislative Initiative zur Förderung der
Minderheitensprachen vorzuschlagen.
Ein erster Entwurf des Ebner-Berichts steht am 20. Mai im Kulturausschuss
des Europäischen Parlaments in Brüssel zur Debatte.
Die Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten
aus Sicht der FUEV-Mitgliedsorganisationen
Fragebogen an FUEV-Mitgliedsorganisationen ausgewertet
Entsprechend einer Auswertung der Ergebisse der Charta
der Regionalen oder Minderheitensprachen schickten die
FUEV-Migliedsorganisationen im Herbst 2002 einen Fragebogenkatalog
an das FUEV-Generalsekretariat. Die Ergebnisse dieser Fragebögen
sind ausgewertet und entsprechend auf nachfolgender Internetseite
abrufbar:
http://www.fuen.org/pdfs/20030422RUESNM_D.pdf
Welt:Schutz der nationalen Minderheiten
sollte auch Bestandteil der europäischen Verfassung werden!
Nach seinen Antrittsbesuchen bei den nationalen Minderheiten
in Deutschland (Dänen, Friesen, Sinti und Roma, Sorben) sowie
bei der deutschen Minderheit in Dänemark und Gesprächen mit
ihren Dachorganisationen erklärte der Beauftragte der
Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten,
Jochen Welt, MdB: "Die nationalen Minderheiten in Deutschland
und Dänemark haben mich mit ihrem Engagement, ihrer Sprachpflege
und der Mannigfaltigkeit ihrer Kulturarbeit tief beeindruckt. Ihr Wunsch
nach verfassungsrechtlicher Absi-cherung ihrer Stellung erscheint
mir sehr verständlich. Die für die Einfügung eines entsprechenden
Artikels in das deutsche Grundgesetz erforderliche Zweidrittelmehrheit
st aber leider im Bundestag derzeit nicht zu erzielen.
Um so erfreulicher ist die Chance, die sich durch die gegenwärtige
Erarbei-tung einer Europäischen Verfassung bietet. Bereits die Charta
der Grund-rechte der Europäischen Union enthält in Artikel 21 Absatz
1 das Verbot von Diskriminierungen wegen der Zugehörigkeit zu einer
nationalen Minderheit sowie in Artikel 22 das Gebot zur Achtung der
Vielfalt der Kulturen, Religionen und Sprachen. Diese beiden im
Zusammenhang zu interpretie-renden Normen erfüllen die berechtigten
Anliegen der nationalen Minder-heiten. Allerdings ist die Charta der
Grundrechte noch nicht rechtsverbindlich. Daher plädiert die
Bundesregierung dafür, dass die Charta Bestandteil der Europäischen
Verfassung wird. Zu hoffen ist, dass eine so gestaltete Eu-ropäische
Verfassung in Zukunft entsprechende positive Rückwirkungen auf die
jeweilige Verfassungsgebung und tatsächliche Entwicklung in den
Mit-gliedstaaten haben wird."
Nationale Friesen geben sich neuen Namen
Mitgliederversammlung der Foriining for nationale Friiske
Am vergangenen Freitag (20030425) lud die FUEV-Mitgliedsorganisation Foriing for
nationale Friiske zu Ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung. Nach den
Vorstandswahlen, bei denen sowohl der Vorsitzende Jörgen JENSEN HAHN
sowie seine beiden Vertreter , der Präsident des Friesenrates Ingwer
NOMMENSEN und der SSW-Landtagsabgeordnete Lars HARMS, im Amt bestätigt
wurden, beschlossen die nationalen Friesen die Umbenennung der
Organisation in Friisk Foriining.
Der Begriff national im Vereinsnamen stand für das Streben nach
offizieller Anerkennung als nationale Minderheit. Dies sei nunmehr durch
die Berücksichtigung der Friesen in Deutschland durch die Europäische
Rahmenkonvention und die Sprachencharta geschehen, so JENSEN HAHN. Zu dem
neuen Namen äußerte sich auch Friesenratspräsident Ingwer NOMMENSEN:
Friisk Foriining sagt eigentlich schon alles: Wir sind der
überregionale friesische Verein mit einem friesischen Namen, der auf
Friesisch für das Friesische wirkt. Das kann sich jeder merken.
Alle Mitglieder waren sich darüber einig, daß der neue Name sich nicht
auf die inhaltliche Arbeit der Friisk Foriining auswirken soll.
Heinz-Werner Arens mit FUEV-Delegation nach Brüssel
FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich Hansen und FUEV-Projektmanager Uwe
Jessen begleiten Delegation des Schleswig-Holsteinischen Landtages nach
Brüssel
Im Rahmen einer Erkundungsreise zum Thema Minderheitensprachen
eisten Vertreter des Schleswig-Holsteinischen Landtages vom
14./15. April 2003 nach Brüssel. Die Delegation, unter der Leitung
von Landtagspräsident Heinz Werner ARENS wurde von
FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich HANSEN und
FUEV-Projektmanager Uwe JESSEN begleitet.

Uwe Jessen (links) und Hans Heinrich Hansen
in Brüssel
Das Besuchsprogramm wurde in Zusammenarbeit mit dem Hanse-Office
Brüssel erstellt. So gab es Gespräche mit dem Minister a.D. Dr. Franz
FROSCHMEIER, Sylvia VLAEMINCK, Abteilungsleiterin der Abteilung
Sprachen, Generaldirektion Bildung und Kultur zuständig für den
Konsulationsprozess, dem EU-Kovent, dem Büros für weniger verbreitete
Sprachen und Kulturen EBLUL sowie mit den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern des Hanse-Office.
Die FUEV-Vertreter nutzten die Gelegenheit, die vom Land
Schleswig-Holstein mitgetragenen Minderheitenseminare für
autochthone Kleinsprachengruppen vorzustellen.
Schleswig-Holstein und die Wojwodschaft Pommern
bauen Kooperation aus
Internationale Konferenz vom 09.-12. April 2003 in Hohwacht/Ostsee
Auf Einladung des Landtagspräsidenten des Landes
Schleswig-Holstein, Heinz Werner ARENS, fand
eine zweitägige Konferenz zum Thema »Interkulturelles
Training« statt.

V.l.n.r. Präsident der Wojwodschaft Pommern und gleichzeitig
Vorsitzender des Kaschubisch-Pommerschen Vereins, Prof. Brunon Synak,
Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Frau Dr. Gabriele
Kötschau und FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich Hansen
An der Konferenz nahmen neben dem ehem. dänischen
Folketingspräsidenten, Prof. Erling OLSEN, dem Präsidenten
der Wojwodschaft Pommern, Prof. Brunon SYNAK,
dem Vizepräsidenten des Regionalparlaments Schonen,
Dr. Percy LIEDHOLM auch Vertreter der FUEV teil.
Die FUEV war vertreten durch FUEV-Vizepräsident Hans
Heinrich HANSEN als Vortragsredner sowie FUEV-Geschäfts-
führer Frank NICKELSEN als Gast.
Der weitere Teilnehmerkreis spiegelte die Achsen der
Zusammenarbeit in der südwestlichen Ostsee wider -
im einzelnen in den Regionen, in denen Schleswig-Holstein
partnerschaftliche Beziehungen unterhält.
Die Veranstaltung ist eingebettet in eine Veranstaltungsreihe,
die u.a. auch ein Minderheitenseminar in der Wojwodschaft
Pommern vorsieht (siehe auch Pressemitteilung Nr. 19)
Kornwaliser besuchten FUEV-Generalsekretariat
Kornwalisische Delegation in Nordfriesland vom 10. - 13. April 2003
Im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitstreffen mit der
nordfriesischen Organisation Foriining for nationale Friiske
(Vereinigung nationaler Friesen) besuchten drei Kornwalisische
Delegierte (siehe Foto) der FUEV Mitgliedsorganisation
An Seneth Stenak Kernowek (The Cornish Stannary Parliament)
und des Vereins Agan Tavas (Unsere Sprache) Nordfriesland
und Flensburg. Während dieser Tage nutzte die Delegation
auch die Gelegenheit für einen Besuch im FUEV-Generalsekretariat
in Flensburg. Unter den Besuchern zählte auch Dr. Nigel HICKS -
Kandidat für die kommende Wahl eines Postens als
FUEV Vize-Präsident.

V.l.n.r: Andrew Climo-Thompson, Rodney Nute und Dr. Nigel Hicks
Nach einer Einführung in die Ziele und die aktuelle Arbeit
der FUEV durch Geschäftsführer Frank NICKELSEN, blieb
Zeit für Fragen und eine Diskussion. Die Kornwaliser sind
besonders interessiert in dem zukünftigen Engagement der
FUEV für kleine ethnische Gruppen ohne einen sog.
kin-state. In diesem Zusammenhang versicherten die Delegierten
noch einmal ausdrücklich die Teilnahme der Kornwalisischen
Minderheit am 2ten Seminar für autochthone Kleinsprachen-
gruppen in Polen (siehe auch Pressemitteilung Nr. 19),
vom 10.-11. Juni 2003 in der Kaschubischen Universität in Starbienino.
Innerhalb der FUEV haben die Kornwaliser in kurzer Zeit einige
internationale Kontakte aufbauen können. Insbesondere
zu den Nordfriesen gibt es aufgrund der ähnlichen
Ausgangssituation - beide Minderheiten sind kleine Kleinsprachen-
gruppen ohne Heimatstaat - eine enge Beziehung, die noch weiter
ausgebaut werden soll.
Weitere Informationen:
http://www.c-s-p.abelgratis.com
http://www.friiske.de
Prof. Karl Stojka gestorben
Der Auschwitzüberlebende, Zeitzeuge, Maler und Bauchautor
Prof. Karl Stojka ist heute Nacht (20030410) in Wien, nach schwerer
Krankheit im 72. Lebensjahr verstorben.
Prof. Karl STOJKA war auf der ganzen Welt zu Hause, wie er auch sein Buch nannte.
In seinen Bildern brachte er das Erlebte im KZ-Auschwitz - Buchenwald und
Flossenbürg zum Ausdruck.
Mit Prof. Karl Stojka verliert die Volksgruppe der Roma einen Menschen, der durch
seinen Einsatz zur Anerkennung großen Beitrag leistete.
Er wird uns immer in Erinnerung bleiben
gez. Prof. Rudolf Sarközi
Obmann - Kulturverein österreichischer Roma
Vorsitzender d. Volksgruppenbeirates der Roma
http://www.kv-roma.at
Abgeordnete des Europarates
bilden informelle interfraktionelle Arbeitsgruppe
zum Thema Minderheiten
Informelles Treffen im Rahmen der Parlamentarischen Versammlung
des Europarates Anfang April in Strasbourg
Das Präsidium der FUEV hat beschlossen, zur Unterstützung
seiner Aktivitäten für die Menschenrechte und insbesondere
für die Rechte der Minderheiten, sowie die Durchsetzung ihrer
Grundrechte, wieder eine interfraktionelle Arbeitsgruppe von
Abgeordneten des Europarates einzurichten.
Diese interfraktionelle Arbeitsgruppe wäre das Pendant dessen,
was es im Europaparlament zu Gunsten der "Weniger verbreiteten
Sprachen" gibt und bereits in den 90er Jahren unter dem Vorsitz
des bulgarischen Parlamentariers V. Gotzev bestand, der
später Justizminister in Bulgarien wurde.
Unter Leitung des ehem. Präsidenten der FUEV, dem Bretonen
Per LE MOINE ging es anläßlich eines ersten ionformellen
Treffens Anfang April darum, die Europaratsabgeordneten
für jenes Projekt zu interessieren und einen "Sprecher" - und
sei es nur einen provisorischen - für die Zeit bis zur endgültigen
Gründung unserer interfraktionellen Arbeitsgruppe zu finden.
Die Abgeordneten Gyorgy FRUNDA (Rumänien) und Theo
MAISSEN (Schweiz) haben sich bereit erklärt, diese
provisorische Funktion zu übernehmen.
Weitere Treffen dieser Art sind geplant.
Bevorstehende Amts- und Kommunalreform berührt auch die
Deutsche Minderheit in Dänemark
Kontaktausschuss in Kopenhagen
»Die dänische Regierung ist sich sehr wohl bewusst, dass eine
bevorstehende Amts- und Kommunalreform in Dänemark die
deutsche Minderheit in Nordschleswig besonders berührt", so der
Vorsitzende des dänischen Kontaktausschusses, Innenminister Lars
LØKKE RASMUSSEN, auf der Sitzung des Ausschusses heute (20030331) in Kopenhagen.
"Eine Reform ist in keinem Fall gegen die deutsche Minderheit gerichtet.
Wir wissen, dass die Situation in der Grenzregion eine besondere ist,
erklärte Lars Løkke Rasmussen.
Der Hauptvorsitzende der Dachorganisation der deutschen Minderheit,
des Bundes deutscher Nordschleswiger (BdN), Hans Heinrich Hansen,
hatte in seinem Bericht vor dem Gremium davor gewarnt, dass Nordschleswig
bei einem Neuzuschnitt der Ämter an den Rand gedrängt werden würde.
»Dänemark sollte tunlichst nicht nur einseitig die Øresund-Region fördern,
sondern auch die Grenzregion an der deutsch-dänischen Grenze berücksichtigen,
um Nordschleswig aus der Randlage in eine zentrale Position zu befördern«,
so Hans Heinrich Hansen...«
Weitere Einzelheiten
presse@bdn.dk
http://www.nordschleswig.dk
2tes Seminar für autochthone Kleinsprachengruppen
in Starbienino / Polen
FUEV-Seminar vom 10.-11. Juni 2003 in der Kaschubischen Universität in Starbienino
In Zusammenarbeit mit der Wojwodschaft Pommern, dem Schleswig-Holsteinischen Landtag
und des Kaschubisch-Pommerschen Vereins plant die FUEV vom 10.-11. Juni 2003
in der KaschubischUniversität in Starbienino ihr 2tes Seminar für autochthone
Kleinsprachen gruppen ohne sog. »kin-state«
Das Seminar befaßt sich mit den Problemen von kleinen autochthonen
Kleinsprachengruppen, die keinen kulturellen Heimatstaat haben - im Gegensatz
zu den nationalen Minderheiten, die häufig von ihren Heimatstaaten ideelle
und finanzielle Unterstützung erhalten.
Für die Tagung in Starbienino werden folgende Gruppen eingeladen:
Kaschuben, Vertreter Litauens, Rätoromanen, Ladiner, Westfriesen,
Nordfriesen, Sorben, Samen und die Cornwalliser. Die Veranstalter erwarten
50 Personen aus 11 verschiedenen Staaten.

Ein erstes Treffen dieser Art fand in Sankelmark / Schleswig-Holstein statt.
Eine entsprechende Dokumentation ist unter folgendem Link abrufbar:
http://www.fuen.org/pdfs/20020814DOKUSankelmark.pdf
»Nichtstaatliche Regierungsorganisationen
und lokale- und regionale Demokratie«
Kärntner Slowenin Dr. Mirjam Polzer-Srienz vertritt FUEV in Budapest
Unter dem Titel "NGO´s and local and regional democracy" veranstaltete
das "Liaison Committee of Independent Non Governmental Organizations
(INGO)" des Europarates vom 28.2. -1.3. 2003 eine Konferenz mit Vertretern
verschiedener europäischer NGO´s und des Europarates im European Youth
Centre in Budapest.
Die FUEV wurde dabei vertreten durch Frau Dr. Mirjam POLZER-SRIENZ (siehe Foto)
vom Rat der Kärntner Slowenen. Zentrales Thema der Konferenz war dar
die Diskussion bestehender Möglichkeiten der Zusammenarbeit
von NGO´s mit lokalen und regionalen Körperschaften und die Aufgabenteilung
zwischen Regierungsorganisationen auf internationaler, nationaler, regionaler
und lokaler Ebene einerseits und NGO´s andererseits.

Auch wenn die Tagung von Dr. POLZER-SRIENZ als "bedeutender Schritt
auf dem Weg zu einer verbesserten Zusammenarbeit von Regierungs-
organisationen und NGO´s" bezeichnet wird, so bedauert sie doch, daß
der Themenbereich Minderheiten nur andiskutiert werden konnte. Eine
vom INGO im Vorfeld als Fallbeispiel angeforderte Kurzdarstellung
der gegenwärtigen Situation der Kärntner Slowenen wurde
letzendlich doch nicht ins Programm aufgenommen.
Die Konferenz endete mit einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer
(Budapest Declaration on NGO´s and local and regional democracy), abrufbar unter:
http://www.coe.int/T/E/NGO/public/News/articles/Budapest_Declaration_010303.asp#TopOfPage
Rumänische Sozialdemokraten und die
Demokratische Allianz der Ungarn in Rumänien
beschließen enge Kooperation
Am 19. Februar 2003 unterschrieben Adrian NASTASE,
Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Rumäniens,
und der Vorsitzende der Demokratischen Allianz der Ungarn
in Rumänien, Bela MARKO, eine Abkommen über eine enge zukünftige
Zusammenarbeit beider Parteien.

Die Kooperation beinhaltet vor allem minderheitenrelevante Themen,
so wollen sich beide Parteien zusammen für die Minderheiten
in Rumänien und rumänische Minderheiten im Ausland, speziell in
Ungarn einsetzen. Aber es sollen auch die Probleme derjenigen Rumänen
beachtet werden, die in den Gegenden Rumäniens beheimatet sind,
in denen der ungarische Bevölkerungsanteil überwiegt.
Ebenso das Monitoring der Implementierung des ungarischen
Statusgesetzes wird von beiden Parteien begrüßt.

Doch auch über Minderheitenpolitik hinaus vereinbarten beide
Parteien zukünftige Absprachen und gemeinsames Vorgehen,
sei es im Kampf gegen Korruption, bei der Förderung des wirtschaftlichen
Aufschwungs und institutioneller Reformen im Sinne einer Angleichung
an EU-Standards.
Ausführlichere Informationen zu dem Kooperationsabkommen unter:
http://www.psd.ro
http://www.rmdsz.ro
Jugend Europäischer Volksgruppen
lädt ein zum diesjährigen zum Osterseminar
JEV-Osterseminar vom 11.-18. SApril 2003
Auch dieses Jahr lädt die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV)
wieder ein zu ihrem traditionellen Osterseminar. Unter dem Motto
MENS 2003 treffen sich rund 150 junge Minderheitenvertreter
im Alter von 16 bis 35 Jahren in St. Jakob bei den Kärntner Slowenen,
die das diesjährige Haupttreffen der Organisation ausrichten.
Neben der obligatorischen Hauptversammlung und einem bunten
Rahmenprogramm werden zahlreiche Workshops dafür sorgen, daß den
Jugendlichen nicht langweilig wird und sie allerhand Wissen für die Arbeit
in ihren Organisationen mit nach Hause nehmen können.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit wird der sogenannte JEV-Workshop stehen,
der sich mit der strukturellen und organisatorischen Weiterentwicklung des
europäischen Dachverbandes für Jugendorganisationen von Minderheiten
und Volksgruppen beschäftigt. Die JEV steht vor großen
Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können,
betonte auch JEV-Präsident Jan Diedrichsen bei seinem letzten
Kontaktbesuch im FUEV-Generalsekretariat.
Eine weitere Aufgabe des JEV-Workshops wird die Planung und Vorbereitung
des nächsten Osterseminars 2004 im deutsch-dänischen Grenzland
betreffen, wo die JEV als eigenständige Organisation auch vor 20 Jahren
gegründet wurde. Aus diesem Grund plant der Verband für nächstes
Jahr eine große Jubiläumsveranstaltung.
Weitere Workshops bei MENS 2003 drehen sich um Identität, Medienarbeit,
Theater, Gesang und -für ganz besonders Interessierte- um die
slowenische Sprache.
Weitere Informationen zum diesjährigen Osterseminar
sind erhältlich unter
http://www.yeni.org
Deutsche Minderheit in Dänemark trauert um
Folketingspräsident Ivar Hansen
"Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom
plötzlichen Tod des Präsidenten des dänischen Folketings Ivar Hansen
aufgenommen", so der Hauptvorsitzende des Bundes deutscher
Nordschleswiger (BdN), der Dachorganisation der deutschen Minderheit in
Nordschleswig, Hans Heinrich Hansen. "Wir als deutsche Volksgruppe waren
bei Ivar Hansen gut aufgehoben, denn die Minderheitenfrage war für Ivar
Hansen eine grundsätzliche Frage der Demokratie.
Mehrfach hat Ivar Hansen als Präsident des Folketings Delegationen der
deutschen Volksgruppe im Folketing empfangen. Unvergessen bleibt sein
Besuch bei der deutschen Minderheit im November 2001, als er einen
eindringlichen Appell an Schülerinnen und Schüler des Deutschen
Gymnasiums richtete, die eigene Identität zu wahren.
Aus vielen Gesprächen mit ihm weiß ich, welche Bedeutung er der
Minderheitenpolitik auch im europäischen Zusammenhang beimaß. Aus diesem
Geist heraus veranlasste er während der EU-Präsidentschaft Dänemarks die
Durchführung einer Minderheitenkonferenz im November vergangenen Jahres
in Kopenhagen (siehe auch FUEV-Pressemitteilung 2002-49)
in Zusammenarbeit mit der deutschen und dänischen
Minderheit. Sie festigte die Position der beiden Minderheiten und gab
gleichzeitig ein wichtiges Signal gegenüber den neuen Beitrittsländern.
Ivar Hansen war eine beeindruckende Persönlichkeit, die von Lauterkeit
und Verlässlichkeit geprägt war. Wir werden ihn sehr vermissen."
Weitere Einzelheiten
http://www.nordschleswig.dk
http://www.folketinget.dk
Otto Heinek für vier weitere Jahre im Amt bestätigt
Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Die 53 köpfige Vollversammlung der Landesselbstverwaltung
der Ungarndeutschen LdU hat am 22. 02. 2003 ihre konstituierende
Sitzung abgehalten.

Zum Vorsitzenden der LdU wurde für die nächsten vier Jahre
erneut Otto HEINEK (siehe Foto) gewählt. Bestätigt wurden in ihrem Amt
auch die bisherigen Vizevorsitzenden Dr. Eliabeth KNAB (Auslandskontakte),
Franz ERDEI (Kultur), Dr. Gabor FRANK (Bildung), Dr. Michael JOZAN-JILLING
(Sozialwesen), Emmerich RITTER (Wirtschaft und Finanzen) sowie
der Vorsitzende des Kontrollausschusses, Dr. Wendelin ALBERT.
Weitere Einzelheiten
http://www.ldu.hu
http://www.extra.hu/neuezeitung
48. FUEV - Nationalitätenkongreß
vom 28. Mai - 01. Juni 2003 in Bozen/Bolzano
Der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen, Herr Romedi
Arquint, lädt herzlich ein zum 48. FUEV - Nationalitätenkongreß nach Bozen/Bolzano
vom 28. Mai - 01. Juni 2003
Die FUEV-Delegiertenversammlung und die Eröffnung des Kongresses finden im
Haus der Kultur Walther von der Vogelweide statt. Die weiteren Programmpunkte wie Workshops und
Lageberichte finden in der Europäischen Akademie Bozen statt. Die Unterbringung erfolgt in
verschiedenen Hotels in Bozen sowie wahlweise in Hotels in unmittelbarer Umgebung.
Alle weiteren Details wie auch das Programm sind auf nachfolgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pages/deutsch/d_5b_2002.html
JEV will Ideen und Visionen präsentieren
JEV-Präsident Jan Diedrichsen am 20. 02.2003 im FUEV-Generalsekretariat
Das FUEV-Präsidum hat auf ihrer jüngsten Präsidiumssitzung beschlossen,
der JEV (http://www.yeni.org) anäßlich des 48. FUEV-Nationalitätenkongresses
(vom 28. Mai - 01. Juni 2003 in Bozen/Bolzano) die Möglichkeit zu geben, einer
breiten Öffentlichkeit ihre Ideen und Visionen zu präsentieren.
Aus diesem Anlaß nutzte JEV-Präsident Jan DIEDRICHSEN die Gelegenheit,
nährere Informationen zum bevorstehenden Kongreß im
FUEV-Generalsekretariat einzuholen.

Gleichzeitig berichtete DIEDRICHSEN, daß die JEV im März ein weiteres
Kompetenztreffen plant. Vom 7. bis zum 9. März 2003
wird nun ein erneutes Treffen der europäischen, nicht-staatlichen
Jugendorganisation auf dem Knivsberg durchgeführt. Anlass ist eine kurzfristig
anberaunte Strategiesitzung der Organisation: Die JEV steht vor neuen,
großen und spannenden Herausforderungen - wir bewegen uns in schnellen
Schritten hin zu einer Professionalisierung unserer Arbeit als Jugendorganisation.
Um diesen eingeschlagenen Weg auch effizient gehen zu können, müssen wir
gemeinsam alle Kräfte freisetzen und zusammen Strategien entwickeln und
Lösungen finden daher das Treffen auf dem Knivsberg, erläutert der
Präsident der JEV, Jan DIEDRICHSEN.

V.l.n.r: Gary Funck, stellv. FUEV-Sekretär, Diedrichsen und
FUEV-Geschäftsführer Frank Nickelsen
Erneut hat sich der Jugendhof Knivsberg des Deutschen Jugendverbandes
für Nordschleswig und die Jungen SPitzen sehr flexibel gezeigt und spontan
an der Ausrichtung des Treffens, an dem 25 Jugendliche aus ganz Europa
erwartet werden, mitgearbeitet.
Kornwaliser wünschen Recht auf Bekenntnis zum Kornischen an Schulen
Für lange Zeit war es Praxis an vielen Schulen Cornwalls, das Bekenntnis
kornischer Schüler zu ihrer eigenen Kultur streng zurückzuweisen. Am 7.
Mai 2002 stellte ein Mitglied des Cornish Stannary Parliaments
öffentlich folgende Frage an das Cornwall County Council in seiner
Funktion als lokale Aufsichtsbehörde für Ausbildung und Erziehung: "Wird
das County Council kornische Schüler über ihr Recht informieren, sich
ohne Angst vor Diskriminierung zu ihrer kornischen und keltischen
Identität bekennen zu können unter Berücksichtigung des Artikels 10 der
Europäischen Menschenrechtskonvention ?"
Am 22. Mai 2002 antwortete das verantwortliche Amt des Cornwall County
Councils in dieser Angelegenheit: "Alle Schüler haben gleiche Rechte und
sind deshalb frei in ihrem Bekenntnis zur kornischen und keltischen
Kultur ohne jegliche Einmischung durch staatliche Behörden."
Diese Aussage wurde zu einem Zeitpunkt gemacht, nachdem bereits
entschieden worden war, das Attribut "Kornisch" nicht in einer geplanten
landesweiten Umfrage an den Schulen zum ethnischen Hintergrund der
Schüler zuzulassen.
Trotz dieser positiven Aussage wurde kornischen Schülern im Rahmen der
landesweiten Umfrage zur ethnischen Zugehörigkeit, durchgeführt durch
die kornische Erziehungsbehörde im Auftrag des "Department for Education
and Skills (DfES)", das Recht zum freien Bekenntnis verwehrt.
Das DfES hatte anfangs die kornische Erziehungsbehörde darüber
informiert, das dieselben ethnischen Kategorien in dieser Analyse
benutzt werden würden, die bereits bei der nationalen Volkszählung in
2001 galten, in der kornisch offiziell als ethnische Kategorie anerkannt
war.
Die DfES Richtlinien schrieben vor, daß die Erziehungsbehörde selbst
verantwortlich war für die Informierung des DfES über lokale ethnische
Kategorien. Diese Informationen wurden benötigt zur Ausarbeitung
zukünftiger Finanzierungsprogramme für ethnische Minderheiten.
Die kornische Erziehungsbehörde ignorierte diese Verantwortung und bat
das DfES, kornisch als ethnische Kategorie von der Schlüsselliste
auszuschließen. Es war bis jetzt nicht möglich festzustellen, ob
offizielle Protokolle des County Councils existieren, die einen
offiziellen Beschluß des Council in dieser Angelegenheit belegen. Es gab
keine öffentlichen Konsultationen.
Ohne die Möglichkeit, ihre ethnische Zugehörigkeit in dem Fragebogen
anzukreuzen, wurden viele Schüler und ihre Eltern so aufgebracht, das
sie "kornisch" auf den Bogen dazuschrieben.
Da dieser ethnische Hintergrund von dem durch das DfES entwickelte
Auswertungsprogramm nicht akzeptiert werden konnte, wurden betroffene
Schüler und Eltern gebeten, doch eine andere ethnische "Alternative" zu
wählen.
Im Moment herrscht die verwirrende Situation, daß viele Bürger, die sich
bei der letzten Volkszählung als kornisch bezeichneten, augenscheinlich
keine kornischen Kinder in den öffentlichen Schulen haben. Kornische
Schulkinder, sind, als ein Resultat dieser unerwarteten "Einmischung
durch staatliche Behörden", statistisch unsichtbar innerhalb
Großbrittaniens und, als direkte Konsequenz dieser administrativen
Entscheidung, ausgeschlossen von den Finanzierungsprogrammen, die ihnen
als Angehörige einer ethnischen Minderheit zustehen.
Kärntner Slowenen protestieren weiter
gegen das Aus slowenischsprachiger Radioprogramme
Auszüge aus einer Pressemitteilung der Kärntner Slowenen
....»Mit Ende März droht dem Radio für die slowenische Volksgruppe in Kärnten
das endgültige AUS. Der politische Kontext zur Ortstafelfrage und der von
Bundeskanzler Schüssel einberufenen Konsenskonferenz ist evident.
In einem Interview in der Kärntner Woche hat LH Haider erklärt, er wolle jenen
Kräften in der slowenischen Volksgruppe, die auf eine Umsetzung des
VfGH-Erkenntnisses betreffend zweisprachige Ortstafeln drängen das
Handwerk legen. Wörtlich erklärte er: Den ersten Schritt habe ich bereits gesetzt,
indem ich das ´Radio dva´ abdrehe! Auch Bundeskanzler Schüssel hat nach
dem Scheitern der Konsenskonferenz erklärt, es werde keine Bemühungen
für die Fortführung des Minderheitenradios in Kärnten geben. Die slowenische
Volksgruppe wird so politisch unter Druck gesetzt.
In dieser Situation ist ein Handlungsbedarf für eine dauerhafte Sicherung eines
ganztägigen slowenischen Radioprogramms insbesondere bei der Bundesregierung
gegeben.
Die slowenische Volksgruppe will den Verlust des Radios nicht widerstandslos
hinnehmen. In wenigen Wochen wurden über 8.600 Unterstützungserklärungen
für den Fortbestand des ganztägigen slowenischen bzw. zweisprachigen
Radioprogramms von Radio dva und Radio Agora gesammelt. Die
Bundesregierung stellte sich jedoch taub. Seit Jahresbeginn gestalten die
MitarbeiterInnen von Radio dva das Programm ehrenamtlich (ohne Entgelt). In der
ersten Februarwoche setzten vier MitarbeiterInnen von Radio dva mit einem auf fünf
Tage befristeten Hunger-Warnstreik einen weiteren Akzent zur Erhaltung des
Volksgruppenradios in Kärnten. Bleibt eine dauerhafte Absicherung für ein ganztägiges
slowenisches Radio aus, werden sie Mitte März in einen unbefristeten Hungerstreik treten.
Nach wiederholten Urgenzen bekamen nun die slowenischen Zentralorganisationen für
den 20. Feber 2003 einen Termin bei dem für Medienfragen zuständigen Staatssekretär
Franz Morak zugesichert. Zugleich mit der Übergabe der Unterstützungserklärungen
erwartet die slowenische Volksgruppe von der Regierungsseite einen ersten Schritt zu
einer dauerhaften Lösung hinsichtlich eines ganztägigen Radioprogramms für die
slowenische Volksgruppe.«
Die komplette Pressmitteilung ist unter nachfolgendem Link abrufbar
http://www.fuen.org/pdfs/20030217Kslowenen.pdf
Mitstreiter der Minderheiten
Beauftragter der Bundesregierung Deutschland für Aussiedlerfragen und nationale
Minderheiten in Deutschland, Jochen Welt, bei den Minderheiten
im deutsch-dänisch-friesischen Grenzland.
Jochen WELT (siehe Foto), der seit November 2002 neben Fragen für Aussiedler
auch für die nationalen Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland
zuständig ist, begab sich am 17. und 18. Februar 2003 ins deutsch-
dänisch-friesisches Grenzland. Neben der dänischen Minderheit in Deutschland
der deutschen Minderheit in Dänemark, der friesischen Volksgruppe
wurden auch die Roma und Sinti besucht

»Ich verstehe meine Aufgabe als Beauftragter für nationale Minderheiten als Mitstreiter der
Minderheiten,« so Jochen WELT, bei einem Informationsbesuch am 17. Februar bei der deutschen
Minderheit in Nordschleswig.
Begleitet wurde er von der Minderheitenbeauftragten der
Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, Renate SCHNACK und von
Ministerialrat Dr. Detlev REIN vom Bundesinnenministerium.
Weitere Informationen zum Besuch von Jochen Welt
http://www.nordschleswig.dk
http://www.sydslesvig.de
http://www.friiske.de
Hungerstreik für Radiosender der slowenischen Volksgruppe in Kärnten
Nordfriesische Organisationen bekunden Solidarität
Das slowenischsprachige Radio dva, seit Oktober 1998 auf Sendung, steht
offenbar vor dem Aus. Der Österreichische Rundfunk (ORF) beendete am
31. 12. 2002 das Erfolg versprechende Kooperationsprojekt "Minderheitenradio
in Kärnten", das ein slowenisches Radiovollprogramm für die slowenische
Volksgruppe in Kärnten zum Inhalt hatte. "Mit dieser Kooperation waren so
bedeutende internationale Abkommen wie das Europäische Rahmenübereinkommen
zum Schutz nationaler Minderheiten und die Europäische Charta der Regional- und
Minderheitensprachen zugunsten der slowenischen Volksgruppe in Kärnten mit Leben
erfüllt worden", sagt der Vorsitzende des Friesenrates, Ingwer Nommensen.
Seit Anfang des Jahres steht Radio dva ohne Finanzierung da, und die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Radio dva gestalten das Programm
ehrenamtlich (ohne Entgelt). In wenigen Wochen wurden über 8.600 Unterschriften
für den Fortbestand des ganztägigen slowenischen Radioprogramms gesammelt.
Kanzler Schüssel hat bis heute keine Zeit gefunden, die Unterschriften für die
Erhaltung des Radios in Empfang zu nehmen. Seit Montag nun setzen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Hunger-Warnstreik einen weiteren Akzent
zur Erhaltung des Volksgruppenradios in Kärnten.
Vertreter der Foriining for nationale Friiske, des Vereins Nordfriesisches Institut und
des Friesenrats unterstützen die slowenische Volksgruppe in ihrer Aufforderung an
die österreichische Bundesregierung, die von Österreich unterzeichneten europäischen
Abkommen einzuhalten und so schnell wie möglich einer Lösung zuzustimmen,
die dauerhaft ein ganztägiges slowenisches Radioprogramm in Kärnten gewährleistet.
Alles deutet nämlich darauf hin, dass das Abdrehen des Senders eine reine politische
Entscheidung darstellt, so Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Foriining. Dass
Bundeskanzler Schüssel trotz mehrmaligen Interventionen bisher nicht bereit gewesen
ist, sich zum Radio dva zu äußern, deutet jedenfalls darauf hin. Minderheitensprachen
bedürfen nun mal einer besonderen Förderung, und dazu gehört auch die Präsenz in
den Medien, fügt der Vorsitzende des Institutsvereins, Thede Boysen, hinzu.
Die Foriining for nationale Friiske (http://www.friiske.de), die seit Jahren Sprach- und Studienreisen zu
anderen europäischen Volksgruppen durchführt, hatte die Kärntner Slowenen
bereits zweimal - zuletzt im Sommer 2001 - besucht und sich vor Ort vom Erfolg
des slowenischen Radioprogramms überzeugen können.
Unterstützen Sie RADIO AGORA und RADIO DVA!
Per Internet kann man sich für den den Weiterbestand von RADIO
AGORA und RADIO DVA einsetzen (siehe auch Pressemitteilung 2002-55)
Die slowenischsprachigen und slowenisch-/deutschsprachigen Hörfunkprogramme
von RADIO DVA und RADIO AGORA, sind in Gefahr!
Per Internet kann man sich für den den Weiterbestand von RADIO
AGORA und RADIO DVA einsetzen:
http://www.agora.at
Beratungsgespräch mit EU-Abgeordneten
FUEV-Delegation am 03. Februar 2003 in Kiel
Der Vorsitzende des Europaausschusses des Schleswig-Holsteinischen
Landtages Rolf FISCHER und die Minderheitenbeauftragte des Landes
und Vorsitzende des FUEV-Beirates Renate SCHNACK luden verschiedene
Minderheitenvertreter, darunter auch die FUEV, zu einem Informationsgespräch mit den Europaabgeordneten Christian
VON BOETTICHER (CDU) und Willi PIECYK (SPD) am 03. Februar in Kiel ein.
Diesem Gespräch vorausgegangen war bereits ein sogenannter »EU-Beratungstag«
vergangenen Sommer, in dem Vertreter der deutsch-dänisch-friesischen Grenzregion
wie der dänischen Minderheit (http://www.sydslesvig.de), der friesischen Volksgruppe
(http://www.friiske.de) und der deutschen Minderheit in Dänemark
(http://www.nordschleswig.dk), mit den unterschiedlichen Antragprozeduren
für europäische Förderungsprogramme vertraut gemacht wurden.
Gerade für kleine, ehrenamtlich arbeitende Verbände ist es häufig unmöglich,
sich in dem europäischen Förderungswesen zurecht zu finden,
so daß Veranstaltungen wie diese ungeheuer nutzvolle Hilfestellungen
darstellen. Die FUEV wurde bei diesem Kontaktgespräch durch Vizepräsident Hans Heinrich
HANSEN, EU-Projektkoordinator, Uwe JESSEN und Geschäftsführer Frank NICKELSEN vertreten
7. Kongreß der Ungarn in Rumänien
wählt ihren Präsidenten Béla MARKÓ für eine weitere Amtszeit
FUEV-Präsident Romedi Arquint in Satu Mare
Vom 31.01-02.02.2003 fand der 7. Kongreß der »Romániai Magyar Demokrata Szövetség«
(Ungarischer Demokratischer Verband Rumäniens http://www.rmdsz.ro).
Die Veranstaltung, die von Adrian NASTASE, Premierminister von Rumänien
und Péter MEDGYESSY, Premierminister von Ungarn miteröffnet wurde,
befaßte sich mit den ordentlichen Geschäften des Verbandes. So wurde
der bisherige Präsident Béla MARKÓ von 326 von insgesamt 398 Delegierten
für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Im Rahmen der Grußworte dankte FUEV-Präsident Romedi ARQUINT (Foto links) für die
Einladung und verwies auf die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig hob ARQUINT
hervor, daß sich das politische Klima in Rumänien in wenigen Jahren entscheidend
verändert hat. »Es war eine historische Entscheidung, als die Ungarn in Rumänien
den Beschluss fassten, Koalitionspartner in der rumänischen Regierung zu werden.
Dies erfolgte zu einer Zeit, als rund herum in Europa ethnische Konflikte ausbrachen,
Bürgerkriege und ethnische Säuberungen zur Tagesordnung und die antiquierte
Ideologie Urstände feierte, wonach EIN Volk, EINE Sprache, EINE gemeinsame
Geschichte zu den absolut notwendigen Elementen eines Staates gehörten.«
ARQUINT schloß seinen Vortrag mit der Feststellung, »daß im Zuge der EU-Erweiterung,
den nationalen Minderheiten eine Schlüsselfunktion zukommt. Als loyale staatstragende
Gemeinschaften werden sie zu fruchtbaren Pufferzonen, die das Aufeinanderprallen
verschiedener nationalen Mentalitäten verhindern. Sie werden zu osmotischen
Austauschgefässen, die die Begegnung, den kulturellen Kontakt und eine konstruktive
Zusammenarbeit gewährleisten.« ARQUINT wünschte den Ungarn zu dieser historischen
Aufgabe viel Glück und alles Gute und sagte den Anwesenden eine aktive
Unterstützung seitens der FUEV zu.
Das vollständige Manuskript ARQUINTS ist unter nachfolgendem Link abrufbar:
http://www.fuen.org/pdfs/20030131RASatuMare_d.pdf
FUEV antwortet auf Konsultationspapier der Europäischen Kommission
Fortführung des Europäischen Jahr der Sprachen (EJS) 2001
durch einen Aktionsplan der Europäischen Kommission
zur Förderung der Sprachenvielfalt und des Sprachenlernens
Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Impulse, die das EJS 2001
angestoßen hat, fortzuführen. Hierfür wird die Kommission Mitte 2003 dem Europäischen
Parlament und dem Rat einen Aktionsplan zur Förderung der Sprachenvielfalt
und des Sprachenlernens vorlegen, der einen Teil der im Rahmen bestehender
Gemeinschaftsprogramme und -maßnahmen vorhandenen Mittel für diesen Zweck
verfügbar machen soll.
In den Aktionsplan sollen die Erfahrungen von Behörden, Verbänden und Einzelpersonen,
die konkret mit der Unterstützung der Sprachenvielfalt und dem Sprachenlernen befasst sind,
einfließen. Hierfür führte die Europäische Kommission eine online Konsultation durch,
die unter der Adresse
http://europa.eu.int/comm/education/languages/inquiry/index.cfm?language=DE
abrufbar ist. Dort findet man ein Konsultationspapier, Hintergrundinformation und ein Online-Antwortformular, das bis zum 31. Januar 2003 aufgerufen werden kann.
Die FUEV hat vor wenigen Tagen auf entsprechenden Fragebogenkatalog geantwortet.
Grundsätzlich vertritt die FUEV die Auffassung, daß sowohl das Jahr der Sprachen
wie auch die gesamte europäische Sprachenpolitik wenig Rücksicht auf den Gebrauch
der jeweiligen Minderheitensprachen nimmt.
Die einzelnen 07 Antworten der FUEV sind auf folgendem Link erhältlich:
http://www.fuen.org/pdfs/20030205EUquestionnaire_d.pdf
Präsident sollte per Referendum gewählt werden
Deutsche Minderheit in Tschechien hofft auf Petr Pithart
Zum Bedauern der deutschen Minderheit iwurde Petr Pithart am 15. Januar nicht
zum neuen Präsidenten gewählt. Da auch keiner der anderen Kandidaten die
nötige Mehrheit erhalten hat, muss laut Verfassung innerhalb von zwei Wochen
noch ein Mal gewählt werden. Dazu können die Parteien neue Kandidaten nominieren
- auch den von allen Heimatverbliebenen abgelehnten ex-Premier Milos Zeman.
Prag: Mehr als neun Stunden dauerte das Zeremoniell im Spanischen Saal
des Prager Hradschin, an dessen Ende alle genauso klug waren wie zuvor. Denn
der Wahlversammlung ist es nicht gelungen, einen der vier Kandidaten zum Nachfolger
von Václav Havel zu wählen. Die meisten Stimmen erhielt Václav Klaus, während dem
Geheimfavoriten Petr Pithart insbesondere das Abgeordnetenhaus die Unterstützung
versagte. Zum Bedauern der deutschen Minderheit, wie eine Umfrage ergab.
Von den vier in der ersten Runde angetretenen Kandidaten erschien drei Viertel der
Befragten Petr Pithart als der geeigneteste Kandidat. Gegenüber Klaus gilt er als
weniger überheblich und toleranter. Damit stimmen die Heimatverbliebenen in den
allgemeinen tenor ein, dass Pithart ein Kompromisskandidat ist, der akzeptiert wird,
ohne jedoch große Begeisterung hervorzurufen. Klaus wünschen sich nur wenige, wie
Josef Melecky aus Krawarn/Kravare. Dem ex-Premier wird noch die letztjährige
Wahlkampagne vor den Parlamentswahlen vorgeworfen, bei der er anti-deutsche
Stimmungen aufrührte. So äußerte Herman Borsutzky aus Stepankowitz/Stepánkovice:
"Ich war früher ein Anhänger von Klaus, bin jetzt aber enttäuscht." Milos Zeman, möglicher
sozialdemokratischer Kandidat für die zweite Wahlrunde, wird nach seinen anti-deutschen
Ausfällen vor einem Jahr allgemein als untragbar gehalten. "Wenn Zeman Präsident würde,
das wäre eine Katastrophe", erklärten entschieden Lothar Porsche aus Reichenberg/Liberec,
"hoffentlich nicht Zeman" Krista Hrubá aus Eger/Cheb oder Emma Marx aus Wettern/Vetrní,
"von Zeman nicht zu sprechen". Gerne würde Dora Müller aus Brünn/Brno sehen, wenn die
CSSD den bei der Kandidatenwahl an Jaroslav Bures gescheiterten Otakar Motejl nominieren
würden.
Wenn es um die Wahlchancen der Kandidaten geht, mochten sich viele Befragte
nicht festlegen. Diejenigen, welche einen Tipp gewagt haben, sprachen sich mit
über 50 Prozent für Klaus aus. Pithart kam auf 30 Prozent, Zeman immerhin auf fast 20 Prozent.
Ein klares Votum legten die Befragten jedoch für die Änderung des Wahlsystems ab.
"Die politischen Verhandlungen kommen mir wie ein Kuhhandel vor", äußerte Günter
Fiedler aus Trautenau/Trutnov stellvertretend für viele, warum der Präsident in Zukunft
besser vom Volk direkt gewählt werden sollte. Marie Zajícková aus Bolatitz /Bolatice sagte,
dass es eigentlich richtig sei, dass Senat und Abgeordnetenhaus den Präsidenten wählen,
"aber angesichts dieser Situation sollte eher das Volk wählen".
Gerd Lemke
Landeszeitung vom 21.01.2003
http://www.landeszeitung.cz
Russischer Verband der indogenen Völker des Nordens besucht die FUEV
Im Rahmen eines Informationsbesuches in Flensburg beim European Centre for Minority
Issues (http://www.ecmi.de) wurde die FUEV von Vertretern des Russischen
Verbandes der indogenen Völker des Nordens RAIPON besucht
Die RAIPAN-Delegation, die von Vizepräsident Pavel Sulyandziga (Foto ganz rechts)
geleitet wurde, wurden von Frank Nickelsen, Geschäftsführer der FUEV,
über die Arbeit und das Wirken der FUEV eingeführt.

RAIPON (http://www.raipon.org) wurde 1990 während des ersten
Kongresses der indogenen Völker der Russischen Föderation gegründet.
Die Arbeit des Verband richtet sich auf den Schutz der Menschenrechte
und der rechtlichen Interessen der Ureinwohner des Nordens, Sibiriens
und fernen Ostens von Russland, Lösung von sozialen und ökonomischen
Problemen, ökologische und gesundheitliche Angelegenheiten, kulturelle
Entwicklung und Erziehung. Er arbeitet sowohl für für die Etablierung
von Nutzungsrechten für Land und natürliche Ressourcen, als auch für
Sebstbestimmungsrechte im Einklang mit den internationalen rechtlichen Standards.
Der Russische Verband der indogenen Völker des Nordens beteiligt sich
aktiv an der Entwicklung und Überprüfung des Föderalen Programms zur
wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der indogenen Völker. In
Zusammenarbeit mit Parlament (Staats Duma) und Regierung der Russischen
Föderation arbeitet RAIPON für eine Gesetzgebung zum Wohle der Lebens-
und Wirtschaftsbedingungen für indogene Völker.
Der Verband umfaßt mehr als 200.000 Einzelmitglieder, organisiert in 34
regionalen Unterverbänden. Als einzige Dachorganisation repräsentiert
der Verband 40 indogene Völker des Nordens, Sibiriens und des fernen
Ostens der Russischen Föderation. RAIPON glaubt an die Wichtigkeit,
effektiv am Entscheidungsprozeß mitzuarbeiten, der letzendlich die
Lebensbedingungen nicht nur der indogenen Völker, sondern der gesamten
russischen Gesellschaft beeinflußt..
RAIPON ist permanenter Teilnehmer des von den arktischen Anrainern
gegründeten Arktischen Rates. Experten des Verbandes sind involviert in
den ständigen Arbeitsgruppen des Arktischen Rates zur Bewahrung der
biologischen Vielfalt und zum Schutz vor ökologischen Katastrophen.
RAIPON beteiligt sich regelmäßig an UN-Veranstaltungen über indogene
Angelegenheiten.
RAIPON hat einen speziellen konsultativen Status beim Wirtschafts- und
Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC). RAIPON wurde 1999 nominiert
für den UNEP Global 500 Award.
Momentan beschäftigt sich RAIPON mit der Implementierung eines
gemeinsamen Projektes mit der Inuit Circumpolar Conference (ICC-Canada)
zum Thema Selbstbestimmung der indogenen Völker und wirtschaftliche
Entwicklung. In Kooperation mit dänischen NGOs läuft ein Projekt über
Initiativen der indogenen Völker Russlands in den Feldern Umwelt,
Wirtschaft und Bildung. RAIPON ist als Partner involviert in
verschiedenen internationalen Projekten zu indogenen und ökologischen
Themen.
Das EU Parlament stärkt Euro-Regionen
Napoletano-Bericht kommt auch Minderheiten zugute
Das Europa Parlament hat am 16. Januar 2003 in Straßburg über die Zukunft
der Regionen in der Europäischen Union diskutiert (Napoletano-Bericht).
Auf Antrag des saarländischen Europa-Abgeordneten und erster
Vizepräsident im Ausschuss für konstitutionelle Fragen, Jo LEINEN
(www.joleinen.de) sprach sich das Parlament mit großer Mehrheit dafür aus,
die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa zu verstärken.
Das Parlament forderte die Europäische Kommission in Brüssel auf, ein
"Europäisches Statut für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit" vorzulegen. Dadurch
sollen bürokratische und juristische Hürden überwunden werden, die den Kommunen
und Regionen im Alltag immer wieder Schwierigkeiten machen, wenn sie mit den Nachbarn
jenseits der Grenze zusammenarbeiten wollen.

Jo Leinen (siehe Foto rechts) - hier mit FUEV-Präsident Romedi Arquint -
war maßgeblich am Zustandekommen der Euro-Regionen Stärkung beteiligt.
Das Europa Parlament fordert den Konvent auf, diese Vorschriften zur
Förderung der Euro- Regionen in der Europäischen Verfassung zu verankern.
Außerdem fordert das Europäische Parlament den Konvent auf, in der ihm
am angemessensten erscheinenden Form die Rolle der regionalen und
lokalen Gebietskörperschaften im europäischen Aufbauwerk zu prüfen;
und schlägt unter einer Vielzahl von Änderungen an den Verträgen
folgendes vor, folgenden neuen Artikel 151 a in den EG-Vertrag
aufzunehmen:
"Die Gemeinschaft achtet und fördert im Rahmen ihrer Zuständigkeiten die
sprachliche Vielfalt in Europa, einschließlich der Regional- oder
Minderheitensprachen als Ausdruck dieser Vielfalt, indem sie die
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten fördert und andere geeignete
Instrumente zur Förderung dieses Ziels einsetzt.