Deutschsprachige Minderheit in Italien
in der FUEV vertreten seit 1954.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam das österreichische Südtirol aufgrund einer Vereinbarung der Entente-Mächte 1915 zu Italien. Vor allem nach der Machtergreifung der Faschisten 1922 wurde die Südtiroler Bevölkerung wegen ihrer deutschen Sprache und Kultur diversen Repressalien ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Paris ein bilateraler Vertrag zwischen Österreich und Italien ausgehandelt (Gruber-De-Gasperi-Abkommen). Aus diesem entwickelte sich nach langen Kämpfen das Autonomiestatut von 1972, welches dem Land Südtirol viele Zuständigkeiten übertragen hat. 

Die Einwohnerzahl Südtirols beläuft sich auf  428.691 Menschen (Volkszählung 2001), wovon alleine 94.989 Menschen  in der Stadt Bozen leben. 69,38% der Einwohner sind der deutschen, 26,30% der italienischen und immerhin 4,32% der ladinischen Sprachgruppe zugehörig.

Politisch gesehen ist die Südtiroler Volkspartei (SVP) die stärkste Kraft in Südtirol. Sie versteht sich laut Statuten als die Sammelpartei der deutschen und ladinischen Südtirolerinnen und Südtiroler aller sozialen Schichten, die sich in demokratischem Verantwortungsbewusstsein zur Freiheit, zum Volk und zur Heimat bekennen. Sie zählt ca. 60.000 Mitglieder und ist in rund 290 Ortsgruppen verteilt auf die sieben Bezirke organisiert. In ihr sind vertreten Christdemokraten, Christsozialen, Sozialdemokraten, Liberale. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, am 8. Mai 1945 gegründet mit dem klaren Ziel, die Selbstbestimmung zu erreichen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Erhalten hat Südtirol - wie oben - angeführt, das Gruber-De-Gasperi-Abkommen und in der Folge schließlich das Autonomiestatut von 1972, das eine Umgestaltung der autonomen Region Trentino-Südtirol mit der gleichzeitigen Aufwertung der Länder Südtirol und Trentino mit sich brachte. War die Region bisher noch der politische Überbau derselben, verlor sie damit ihre Trägerrolle.
Die Südtirolerin Dr. Martha Stocker (links) ist seit 2004 Vizepräsidentin der FUEV. Auf dem Bild oben zusammen mit FUEV-Präsident Hans Heinrich Hansen und Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder bei einer Pressekonferenz zum Netzwerk für Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt im Januar 2009 in Bozen.
Landeshauptmann
Autonome Provinz Bozen
Dr. Luis Durnwalder
Generaldirektion
Landhaus 1, Crispistr. 3
39100 Bozen
T +39 (0) 471 412030
F +39 (0) 471 412199
www.provinz.bz.it
Parteiobmann der SVP
Südtiroler Volkspartei SVP
Richard Theiner
Adresse
Brennerstr. 7/a
Bozen
T +39 (0) 471 30 40 11
F +39 (0) 471 98 14 73
richard.theiner@provinz.bz.it
www.svpartei.org
Landessekretär SVP / Verbandsadresse
Südtiroler Volkspartei SVP
Philipp Achammer

Adresse
Brennerstr. 7/a
Bozen
T +39 (0) 471 304011
F +39 (0) 471 981473
info@svpartei.org
www.svpartei.org
Rechtlicher Rahmen
Rahmenübereinkommen zum Schutz
nationaler Minderheiten
Italien und das Rahmenübereinkommen
zum Schutz nationaler Minderheiten:

Download Link
Europarat-Empfehlungen
zu den Minderheiten in Italien

Download Link
Europäische Charta der Regional- oder
Minderheitensprachen
Italien und die Europäische Charta
der Regional- oder Minderheitensprachen:

Download Link
Italien hat die Sprachencharta noch nicht ratifiziert.
In der chronologischen Reihenfolge ihrer Abfassung die rechtlichen Rahmenbedingen:

-       der Pariser Vertrag (bilateraler Vertrag zwischen Österreich und Italien von 1946 -http://www.svpartei.org/smartedit/documents/downloads/
svp/b/60_jahre_pariser_vertrag.pdf),

-       die italienische Verfassung (1947/48),

-       das neue Autonomiestatut (1971/72): Dieser Vertrag sieht u.a. auch vor, dass Italien dem Land Südtirol eine autonome Gesetzgebungs- und Vollzugsgewalt gewährt (1971/1972); http://www.provincia.bz.it/aprov/suedtirol/
autonomiestatut01_d.htm

-       das Staatsgesetz Nr. 118 (1972) sowie das Verzeichnis der bisher erlassenen Durchführungsbestimmungen (1973 ff). Dies sind die grundlegenden vertraglichen, verfassungsmäßigen und gesetzlichen Bestimmungen, auf denen die Autonomie Südtirols beruht.


1946



1947/48

1971/72






1973



FUEV Charta / Grundrechte
Charta für die autochthonen, nationalen Minderheiten /
Volksgruppen in Europa DE


Recht auf Bildung
der autochthonen, nationalen Minderheiten /
Volksgruppen in Europa

Recht auf Information und eigene Medien
der autochthonen, nationalen Minderheiten /
Volksgruppen in Europa

Recht auf Politische Partizipation
der autochthonen, nationalen Minderheiten /
Volksgruppen in Europa
Links
Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Innerhalb dieser Webseite werden aktuelle Informationen aus dem Südtiroler Landtag, der Landesregierung und dem Landespresseamt bereitgestellt.
www.provinz.bz.it/aprov/index_d.asp

Autonome Region Trentino-Südtirol
Diese Region ist gemäß dem Sonderautonomiestatut 1971 als eigenständige Region mit eigener Verwaltung verzeichnet worden. Seit in Kraft treten dieses Abkommens 1972 ist die Region eine autonome Region Italiens. In diesem Gebiet leben ca. 980.000 Menschen und die drei Amtssprachen sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Sie liegt im nördlichsten Teil Italiens, die Hauptstadt Trient und der Fluss Etsch, zusammen mit den Alpen und den Dolomiten beschreiben dieses Gebiet. Die Autonome Regierung Trentino-Südtirol ist ein Förderer der FUEV, die sich wiederum für die Rechte der Minderheiten auch in diesem Gebiet einsetzt. www.regione.taa.it/EntiLocali/default_d.aspx

Das Südtiroler Bürgernetz
ist das offizielle Portal der öffentlichen Verwaltung und verfolgt das Ziel den Bürgern die Informationen und Dienste der verschiedenen Körperschaften und Organisationen nahezubringen.
www.provinz.bz.it
Der Südtiroler Jugendring (SJR)
ist eine Arbeits- und Aktionsgemeinschaft der Kinder- und Jugendorganisationen Südtirols. Er setzt sich für die Interessen dieser Verbände ein und wirkt als Sprachrohr für die Kinder und Jugendlichen. Diese Aufgabe leistet der SJR durch gemeinsame Aktionen, durch gesellschafts-politische Initiativen und durch Dienstleistungen.
www.jugendring.it/de
Die Europäische Akademie Bozen (EURAC)
ist Südtirols innovatives Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung. 1992 als privatrechtlich gegründeter Verein gegründet, gliedert sich die EURAC in zehn fachspezifische Institute: Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit, Institut für Minderheitenrecht, Institut für Föderalismus- und Regionalismusforschung, Institut für Alpine Umwelt, Institut für Angewandte Fernerkundung, Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement, Institut für Erneuerbare Energie, Institut für Public Management, Institut für Genetische Medizin, Institut für die Mummien und den Iceman.
www.eurac.it/index_de

Südtiroler Volksgruppeninstitut
Das Südtiroler Volksgruppen-Institut (SVI) ist eine gemeinnützige Einrichtung des Privatrechts. Es wurde 1960 gegründet und verfolgt den Zweck, die Problematik der deutschsprachigen und der ladinischen Volksgruppe in Südtirol zu untersuchen und praktische Lösungsvorschläge zu erarbeiten, sowie einen Beitrag zur Lösung der Volksgruppen-frage in Europa durch Forschung, Erfahrungsaustausch und internationale Zusammenarbeit zu leisten.
www.svi-bz.org

Tageszeitung DOLOMITEN
Seit 1945 heißt die Zeitung "Dolomiten – Tagblatt der Südtiroler" und erscheint sechs Tage in der Woche. Die deutschsprachige Zeitung mit einer Auflage von 56.000 (freitags 77.000) wird vom Verlagshaus Athesia herausgegeben und gehört  zur "Europäischen Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen" (MIDAS).
www.athesia.it


"Die Neue Südtiroler Tageszeitung"
entstand aus dem Wochenmagazin "Südtirol Profil". Die 1996 gegründete Zeitung erscheint von Dienstag bis Samstag. Auch sie gehört  zur "Europäischen Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen" (MIDAS).
info@tageszeitung.it
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