Im Januar 1989 wurde die "Akademische Gesellschaft für Deutsche Kultur" ins Leben gerufen. Zu dieser Gesellschaft gehören ca. 80 Fachleute mehrerer wissenschaftlicher Fakultäten. Das Ziel ihrer Tätigkeit ist es, die Rolle und die kulturellen Leistungen der Deutschbalten in Estland zu würdigen. Im Dezember 1989 entstand die "Gesellschaft für Deutsche Kultur", die damals 20 Vereine aus dem Wolgagebiet vereinigte. Danach wurde der Verein in "Verein der Deutschen in Tartu" umbenannt und umfasste122 Mitglieder in Tartu und in den näheren Landkreisen.
Zwei Jahre später entstand schließlich der "Verein der Deutschen in Estland" als eine Dachorganisation für alle Wolgadeutsche. Ihre Ziele sind identisch mit denen der vorher genannten Vereinigung. Diese Organisation arbeitet nur auf kulturell/sozialer Ebene. Sie engagiert sich nicht auf politischer Ebene, da das Hauptaugenmerk auf der Wiederherstellung der Kultur liegt und nicht auf der Regierungsebene. Eine genaue Zahl der deutschstämmigen Bevölkerung liegt nicht vor, aber zusammen mit anderen ethnischen Gruppen macht der Prozentsatz 1.1% der Landesbevölkerung aus.
Die estische Ministerin für Bevölkerung und ethnische Angelegenheiten, Urve Palo mit FUEV Präsident Hans Heinrich Hansen während des 52sten FUEV-Kongresses im Mai 2007.
Das Deutsche Kulturinstitut Tartu ist ein gemeinnuetziger Verein, wird aber vom deutschen Auswaertigen Amt finanziell unterstuetzt. Das Ziel des Instituts ist die deutsche Kultur in Estland bekannt zu machen, kulturelle Kontakte zwischen Deutschland und Estland zu vermitteln und Sprachkurse und Pruefungen anzubieten. www.dki.ee/index.php?language=de
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